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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberreute
Oberreute
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberreute hervorgehoben

Koordinaten: 47° 34′ N, 9° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs­gemeinschaft: Stiefenhofen
Höhe: 857 m ü. NHN
Fläche: 13,49 km2
Einwohner: 1662 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88179
Vorwahl: 08387
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 121
Gemeindegliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 8
D-88167 Stiefenhofen
Website: www.oberreute.de
Bürgermeister: Gerhard Olexiuk (CSU)
Lage der Gemeinde Oberreute im Landkreis Lindau (Bodensee)
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Über dieses Bild
Oberreute an der Deutschen Alpenstraße
Die barocke Pfarrkirche St. Martin (errichtet 1797)

Oberreute (westallgäuerisch Obereite) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee), sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stiefenhofen. Der Ort ist ein staatlich anerkannter Luftkurort an der Deutschen Alpenstraße.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

 
Westallgäu und Oberschwaben, vom Hochgrat aus; Oberreute links im Vordergrund
 
Oberreute von Südwesten

Oberreute liegt in der Region Allgäu, genauer im Westallgäu, etwa fünf Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Das Gemeindegebiet befindet sich auf einer Höhe von 860 bis 1041 m ü. NN.

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat 15 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die Einöden Kremlerbad und Kremlermühle sind keine amtlich benannten Ortsteile.

NachbargemeindenBearbeiten

Stiefenhofen
Weiler-Simmerberg   Oberstaufen
Sulzberg (Vorarlberg)

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die heutigen Ortsteile Stadels und Schönebühl waren einst Gerichtssitz. Oberreute entstand erst Ende des 18. Jahrhunderts. 1797 wurde von den Bewohnern die erste Kirche errichtet. Der Ort war Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg, seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört er zu Bayern.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1010 Einwohner[3]
  • 1970: 1040 Einwohner[3]
  • 1987: 1283 Einwohner
  • 1991: 1456 Einwohner
  • 1995: 1395 Einwohner
  • 2000: 1471 Einwohner
  • 2005: 1609 Einwohner
  • 2010: 1641 Einwohner
  • 2015: 1635 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit August 2005 Gerhard Olexiuk.

GemeinderatBearbeiten

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder.[4]

WappenBearbeiten

Das Oberreuter Wappen zeigt in Rot über einem silbernen Dreiberg gekreuzt ein silbernes Rodungsbeil und einen silbernen Spaten mit goldenen Stielen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik weder im produzierenden Gewerbe noch im Bereich Handel und Verkehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 459. Das verarbeitende Gewerbe zählte sechs, das Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. 1999 bestanden außerdem 54 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 881 ha.

BildungBearbeiten

Im Jahre 1999 besuchten in Oberreute 49 Kinder den Kindergarten und 82 Schüler die Volksschule, an der vier Lehrer unterrichteten.

Landschaft und NaturBearbeiten

  • Das Wildrosenmoos, ein Landschaftskomplex aus Feuchtwiesen und Mooren, bietet vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum. Als grenzüberschreitender Naturraum zwischen Deutschland und Österreich bietet es auch Wanderern und Naturliebhaber eine abwechslungsreiche Idylle.
  • Oberreute teilt sich sein bekanntestes Geotop, die Hausbachklamm, mit Weiler-Simmerberg. Der Tobelabschnitt ist rund anderthalb Kilometer lang und beeindruckt durch Auswaschungen und Strudeltöpfe im Sand- und Nagelfluhgestein.

Tourismus und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Grenzüberschreitender Naturlehrpfad zwischen Oberreute und Sulzberg (A)
  • Hausbachklamm mit Abenteuerspielplatz
  • Nordic Walking Park
  • Wanderwege ca. 40 km
  • Skilifte mit Skischule und Skiverleih (drei Schlepplifte und ein Förderband)
  • 25 km Langlaufloipen
  • beheiztes Freibad mit Beachvolleyballplatz und Slackline
  • Entschlackungskur nach F. X. Mayr
  • Museum im Rathaus
  • Skimuseum mit Exponaten aus dem Ende 19. Jahrhunderts
  • Pfarrkirche St. Martin

VeranstaltungenBearbeiten

  • Standkonzerte im Kurgarten
  • Sommerfeste
  • Kinderferienprogramm
  • Gästebegrüßungen
  • Heimatabende
  • geführte Schneeschuhwanderungen im Winter
  • Weihnachtsmarkt

BaudenkmälerBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Johann Evangelist Keller (1824–1910), Reichstags- und Landtagsabgeordneter, Bürgermeister von Lindenberg
  • Gunter Steinbach (1938–2002) Sachbuchautor und Herausgeber einer erfolgreichen Naturführerreihe, lebte seit Ende der 1970er Jahre auf einem Hof bei Oberreute-Irsengund.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberreute – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberreute in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 18. August 2019.
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 786.
  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 8. Mai 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberreute.de