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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Spardorf
Spardorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spardorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 37′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Uttenreuth
Höhe: 312 m ü. NHN
Fläche: 3,22 km2
Einwohner: 2210 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 685 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91080
Vorwahl: 09131
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 154
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der Verbandsverwaltung: Erlanger Straße 40
91080 Uttenreuth
Website: www.spardorf.de
Bürgermeisterin: Birgit Herbst (Neue Liste)
Lage der Gemeinde Spardorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet)Neunhofer ForstMark (gemeindefreies Gebiet)Kraftshofer ForstKalchreuther ForstGeschaidtForst TennenloheErlenstegener ForstBuckenhofer ForstNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthErlangenLandkreis AnsbachLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis ForchheimBuckenhofAurachtalEckentalHeroldsbergKalchreuthLonnerstadtMöhrendorfMühlhausen (Mittelfranken)Oberreichenbach (Mittelfranken)SpardorfUttenreuthVestenbergsgreuthWeisendorfWachenrothRöttenbach (bei Erlangen)MarloffsteinHöchstadt an der AischHeßdorfHerzogenaurachHemhofenGroßenseebachGremsdorfBubenreuthBaiersdorfAdelsdorfDormitzer ForstKarte
Über dieses Bild

Spardorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Spardorf liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Erlangen im Tal der Schwabach und unterhalb der Höhe von Marloffstein. Spardorf ist eine beliebte Wohngemeinde im Erlanger Umland.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Marloffstein, Uttenreuth, Buckenhof, Erlangen

GeschichteBearbeiten

In Spardorf finden sich Siedlungsspuren, die auf eine vorchristliche Besiedlung hindeuten.[2]

Der erste Teil des Ortsnamens leitet sich höchstwahrscheinlich vom mittelhochdeutschen Wort "spar(we)" = Spatz, Sperling ab.[3][4]

Die älteste urkundliche Erwähnung des Namens Spardorf stammt aus dem Jahr 1305. Im Handlungsbuch der Nürnberger Patrizier Holzschuher steht der Eintrag „Sibito de Spardorf 1305“. Mindestens seit dem 15. Jahrhundert besaßen die Herrn von Streitberg in Spardorf einige Güter und Wälder als kaiserliche Lehen.[5]

Seit 1978 bildet die Gemeinde gemeinsam mit drei anderen Gemeinden die Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

CSU SPD Freie Wähler Unser Spardorf Neue Liste Gesamt
2002 4 2 6* 2 n.a. 14 Sitze
2008 3 2 4 1 2 12 Sitze
2014 2 3 3 1 3 12 Sitze

* Freie Wähler 2002 angetreten als Freie Wählergemeinschaft

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeisterin ist Birgit Herbst (Neue Liste).

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Silber und Rot, am Spalt überdeckt von einem von Schwarz und Silber gespaltenen Dachziegel, vorne ein schwarzes Deichselkreuz, hinten eine silberne Hirschstange mit aufgesteckter silberner Lilie.“

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Es sind eine Reihe kleinerer Unternehmen in den Branchen Immobilien, IT und Werbung ansässig, daneben hat die Landwirtschaft in Spardorf einige Bedeutung, 2014 wurden noch 44 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt.[6][7]

 
Blick vom Schwabachtal auf Spardorf mit der ehemaligen Ziegelei Schultheiß in der Bildmitte, 2011

Größter Betrieb war früher die ehemalige Ziegelei Schultheiß, die 1804 gegründet wurde.[8] 2001 wurde die Produktion vom österreichischen Wienerberger-Konzern übernommen und 2005 geschlossen. Das angemietete Gelände wurde noch bis 2008 als Lager genutzt, die Maschinen abgebaut[9][10]. Im Winter 2011/2012 wurden fast alle Gebäude abgerissen. Den westlichen Schornstein erhielt man als Industriedenkmal. 2016 wurde der Schornstein um 15 m gekürzt[11] und die Mobilfunkantennen abgebaut. 2017 begann dann die Neubebauung des Geländes unter der Bezeichnung Alte Ziegelei. Errichtet wurden bisher mehrere Supermärkte, die im Herbst 2018 eröffnet wurden, ein neues großes Ärztehaus und eine Apotheke.[12][13]

Im nördlichen Teil des Geländes existierte bis 2003 der Klimatechnik-Betrieb Jackson Lufttechnik.[14] Das Gebäude wurde anschließend als Ärztehaus genutzt.

MedienBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Spardorf ist direkt über die Buslinie 208 des Verkehrsverbundes im Großraum Nürnberg (VGN) an Erlangen angebunden, am Busbahnhof im Schwabachtal verkehren zudem die Linien 209 und 280 (Mo–Fr) sowie einige weitere Linien, die nur selten fahren. Früher lag Spardorf an der Sekundärbahn Erlangen–Gräfenberg.

Bildung und KulturBearbeiten

In Spardorf befinden sich das Emil-von-Behring-Gymnasium, eine Grundschule, die Ernst-Penzoldt-Hauptschule, die Erich-Kästner-Schule zur individuellen Lernförderung und zwei Kindergärten (Spatzennest und Buntspecht).


Freizeit und SportBearbeiten

Der örtliche Sportverein trägt den Namen VdS Spardorf (Verein der Sportfreunde). Es werden Fußball, Tennis, Tischtennis, Turnen, Volleyball, Basketball, FitBoxing, Zumba und andere Sportarten angeboten.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth mit ihren Mitgliedsgemeinden Buckenhof, Marloffstein, Spardorf, Uttenreuth. 3., erg. Auflage. Verwaltungs-Verlag, München 1988.
  • Bertold Frhr. von Haller: Spardorf. In: Christoph Friederich, Bertold Freiherr von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2 (Gesamtausgabe online).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Spardorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. nordbayern.de, Nürnberg, Germany: Äußerst ungewöhnlicher Fund für die Region. (nordbayern.de [abgerufen am 28. September 2017]).
  3. SPARDORF. aus der Geschichte unserer Gemeinde. Woher kommt der Name Spardorf? - PDF. Abgerufen am 28. September 2017.
  4. Gerhard Köbler: Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Abgerufen am 1. Oktober 2017.
  5. Dieter Zöberlein: Die von Streitberg, Geschichte einer fränkischen Adelsfamilie. Selbstverlag, Burggrub 2018.
  6. Firmenverzeichnis | Gemeinde Spardorf. Abgerufen am 27. Juli 2019.
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik: Statistik kommunal 2015 Gemeinde Spardorf. Bayerisches Landesamt für Statistik, 30. Juni 2016, abgerufen am 4. Oktober 2017.
  8. 100 Jahre Ziegelarchitektur in Bayern - PDF. Abgerufen am 4. Oktober 2017.
  9. Siegfried Balleis: Chronik 2001: www.balleis.de. Abgerufen am 4. Oktober 2017.
  10. Siegfried Balleis: Chronik 2005: www.balleis.de. Abgerufen am 5. Oktober 2017 (englisch).
  11. nordbayern.de, Nürnberg, Germany: Alte Ziegelei bei Erlangen um 15 Meter gekürzt. (nordbayern.de [abgerufen am 5. Oktober 2017]).
  12. nordbayern.de, Nürnberg, Germany: Spatenstich auf dem Ziegeleigelände in Spardorf. (nordbayern.de [abgerufen am 28. September 2017]).
  13. ᐅ Neueröffnung: Lidl in Spardorf | Eröffnungsdatum. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
  14. Handelsregisterauszug des Amtsgericht Fürth. Abgerufen am 5. Oktober 2017.
  15. Dr. Helmut Haberkamm