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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sibbesse
Sibbesse
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sibbesse hervorgehoben
Koordinaten: 52° 3′ N, 9° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Höhe: 187 m ü. NHN
Fläche: 71,93 km2
Einwohner: 5744 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 31079
Vorwahl: 05065
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 045
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenhof 1
31079 Sibbesse
Website: www.sibbesse.de
Bürgermeister: Andreas Amft (SPD)
Lage der Gemeinde Sibbesse im Landkreis Hildesheim
Landkreis HildesheimNiedersachsenLandkreis HolzmindenLandkreis NortheimLandkreis GoslarLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis Hameln-PyrmontRegion HannoverLandkreis PeineFreden (Leine)LamspringeBockenemAlfeld (Leine)DuingenSarstedtAlgermissenHarsumGiesenNordstemmenHildesheimElzeGronauEimeDiekholzenDiekholzenSchellertenSchellertenSöhldeBad SalzdetfurthHolleSibbesseKarte
Über dieses Bild

Sibbesse ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Sibbesse ist Mitglied der Region Leinebergland, einem nach dem Leader-Ansatz gegründeten, freiwilligen Zusammenschluss verschiedener Städte und Gemeinden im südlichen Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Sibbesse liegt nordöstlich der Sieben Berge (bis 395 m hoch), hinter denen – dem Märchen nach – möglicherweise Schneewittchen gelebt haben soll, und südlich des Hildesheimer Walds (bis 359 m hoch). Es befindet sich zwischen Alfeld (Leine) im Westen und Hildesheim im Nordosten.

GemeindegliederungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Die Samtgemeinde Sibbesse bestand seit dem 1. März 1974 als Auswirkung der Gebietsreform in Niedersachsen. Schon 1965 hatten sich in diesem Bereich einige Mitgliedsgemeinden freiwillig zu einer Samtgemeinde zusammengeschlossen. Sibbesse wurde durch die Reform Teil der Samtgemeinde Sibbesse.[2]

Am 1. November 2016 wurde die Samtgemeinde Sibbesse in die Einheitsgemeinde Sibbesse überführt.[3][4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Sitzverteilung im Stadtrat
    
Insgesamt 17 Sitze

Der Gemeinderat setzt sich aus 3 Ratsfrauen und 14 Ratsherren folgender Parteien zusammen:[5]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

BürgermeisterBearbeiten

Durch die Umwandlung der Samtgemeinde Sibbesse in die Einheitsgemeinde ist die Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters am 11. September 2016 der neuen Einheitsgemeinde Sibbesse notwendig gewesen. Da im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit zustande kam, wurde am 25. September der bisherige Kämmerer der Samtgemeinde Sibbesse, Andreas Amft (SPD), mit großer Mehrheit zum neuen Bürgermeister der Einheitsgemeinde Sibbesse gewählt. Seine Stellvertreter sind Ulrich Schünemann (CDU) und Oswald Jakobi (SPD).[5]

bisherige Amtsinhaber:

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein silberner, mit einer schwarzen Wolfsangel belegter Schrägbalken, begleitet oben links von 7, unten rechts von 6 silbernen Rosen mit goldenen Kelchblättern und goldenen Butzen.“[6]
Wappenbegründung: Die 13 Rosen im Wappen symbolisieren die zwölf zur Gemeinde gehörenden Ortsteile sowie den Ort Nienstedt, da Nienstedt bis 1974 zur ehemaligen Samtgemeinde Sibbesse gehörte. Die Wolfsangel, ein altes Grenzzeichen, ist darauf zurückzuführen, dass Sibbesse seit frühester Zeit ein Grenzort zwischen den Zuständigkeitsbehörden Gronau und Winzenburg gewesen ist.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • In Sibbesse befindet sich die von 1734 bis 1737 erbaute barocke Kirche. Ihre Deckenmalerei von 1755 wurde 1893 und 1986 erneuert. Der Kanzelaltar und der Taufengel sind aus der Zeit um 1737, der Taufstein wurde 1607 angefertigt.[7]
  • Der 130 m hohe Fernmeldeturm Sibbesse der Deutschen Telekom AG wurde 1973 errichtet.
  • Gedenksteine an der Hauptstraße von Hönze bzw. an der Möllenser Kirche erinnern an die ersten urkundlichen Erwähnungen Hönzes (1170) und Möllensens (1227).
  • In Petze steht die evangelische Kirche, einschiffig mit Eckquadern. Der untere Teil des Westturms stammt vermutlich aus der Zeit der Romanik, er wurde im 15. Jahrhundert erhöht. In ihm fallen spitzbogige Schalllöcher mit Würfelkapitellen auf. Der Turmhelm ist aus dem 19. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wurde 1784/85 erbaut. Im Kircheninneren ist u. a. der Kanzelaltar vom Ende des 18. Jahrhunderts beachtenswert.[8]
  • In Hönze ist die evangelische St.-Paulus-Kapelle mit einem Satteldach, zwei Strebepfeilern und einem beschieferten Dachreiter sehenswert. Sie wurde 1638, 1753, 1830 sowie ab 1978 renoviert und 1986 wieder eingeweiht.[9] Der Altar der Kapelle, die über ein hölzernes Tonnengewölbe und etwa 50 Sitzplätze verfügt, stammt aus dem Jahr 1684. Ursprünglich befand sich die Kanzel unmittelbar über dem Altar, sie wurde jedoch später links vor ihm aufgestellt.
  • In Möllensen steht die 1744 erbaute evangelische St.-Lucia-Kapelle. In ihr sind ein Taufstein von 1603 mit gut erhaltenen Reliefs und die Holzdecke vom Ende des 17. Jahrhunderts besonders beachtenswert.[10]
  • In Möllensen befindet sich gegenüber der Kirche die ehemalige Schule, in der der Heimatforscher und Schriftsteller Heinrich Sohnrey wirkte. An ihn erinnert eine Gedenktafel über dem Eingang. Während seiner Tätigkeit in Möllensen schrieb er das Buch Der Bruderhof. Der Titel bezog sich auf einen bestehenden Hof in Möllensen, der allerdings in den 1980er-Jahren abbrannte.

FotogalerieBearbeiten

InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

Sibbesse verfügt über eine Grundschule. Die nächstgelegenen Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen und Gesamtschulen befinden sich in Lamspringe, Hildesheim und Alfeld, Bad Salzdetfurth und Gronau (Leine).

VerkehrBearbeiten

Durch die Gemeinde Sibbesse führt die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Hellmut Schneider (1923–2010), Politiker, von 1959 bis 1963 (GB/BHE) und von 1990 bis 1994 (CDU), Mitglied des Niedersächsischen Landtages, er wurde 1988 zum Ehrenbürger der Gemeinde Sibbesse ernannt

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Friedrich Busse (1835–1898), Begründer der deutschen Hochseefischerei
  • Johann Eisele (* 1948), Architekt, Fachbuchautor und Hochschullehrer an der Technischen Universität Darmstadt

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehenBearbeiten

  • Ernst Dietrich Bartels (1679–1762), Bildschnitzer des Barock in Norddeutschland, er schuf den Kanzelaltar für die evangelische Kirche in Sibbesse
  • Heinrich Sohnrey (1859–1948), Lehrer, Volksschriftsteller und Publizist, der Heinrich-Sohnrey-Weg in Sibbesse wurde nach ihm benannt

LiteraturBearbeiten

  • NN: Sibbesse: Eine moderne Samtgemeinde mit über 1000jähriger Geschichte. Sibbesse 1997.
  • Sabine Hartmann: Sibbesse – Geschichte und Gegenwart. Eine Kurzchronik der Samtgemeinde Sibesse. Kreissparkasse, Hildesheim 2003.
  • Sabine Hartmann: Die Samtgemeinde Sibbesse. Geschichten und Bilder. Sibbesse 2005.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sibbesse – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Matthias Blazek: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen. Ibidem-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  3. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Sibbesse, Landkreis Hildesheim. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 19/2015. Hannover 12. November 2015, S. 304 (Digitalisat [PDF; 464 kB; abgerufen am 9. Juli 2019] S. 6).
  4. Kommunale Neuordnung. In: Internetseite der Gemeinde Sibbesse. Abgerufen am 14. Mai 2019.
  5. a b Der Gemeinderat von Sibbesse. In: Internetseite der Gemeinde Sibbesse. Abgerufen am 25. September 2017.
  6. Das Wappen der Gemeinde Sibbesse. In: Internetseite der Gemeinde Sibbesse. Abgerufen am 25. September 2017.
  7. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen, Niedersachsen. Hrsg.: Dehio Vereinigung. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1203.
  8. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen, Niedersachsen. Hrsg.: Dehio Vereinigung. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1893.
  9. Informationstafel am Ortseingang.
  10. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen, Niedersachsen. Hrsg.: Dehio Vereinigung. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 955.