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Schwenningen (Heuberg)

Gemeinde im Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwenningen
Schwenningen (Heuberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwenningen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 6′ N, 9° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 870 m ü. NHN
Fläche: 19,33 km2
Einwohner: 1658 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72477
Vorwahl: 07579
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 102
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alte Pfarrstraße 9
72477 Schwenningen
Website: www.schwenningen.de
Bürgermeisterin: Roswitha Beck
Lage der Gemeinde Schwenningen im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-KreisBodenseekreisLandkreis BiberachLandkreis KonstanzLandkreis RavensburgLandkreis ReutlingenLandkreis TuttlingenZollernalbkreisBad SaulgauBeuronBingen (Landkreis Sigmaringen)GammertingenHerbertingenHerdwangen-SchönachHettingenHohentengen (Oberschwaben)IllmenseeInzigkofenKrauchenwiesLeibertingenMengenMengenMeßkirchNeufraOstrachPfullendorfSauldorfScheerSchwenningen (Heuberg)SigmaringenSigmaringendorfSigmaringendorfStetten am kalten MarktVeringenstadtWald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Schwenningen liegt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Schwenningen liegt auf 870 m Höhe im Naturpark Obere Donau auf dem Heuberg, der südwestlichen Hochfläche der Schwäbischen Alb.

Die höchste Erhebung des Landkreises Sigmaringen ist der Schnaitkapf mit 921 Metern über Normalnull und liegt im Westen von Schwenningen.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Schwenningen behielt 1973 bei der Gemeinde- und Kreisreform ihre Selbständigkeit.

Wappen Ortsteil Einwohner Fläche (ha)
  Schwenningen (Kernort) 1.616 1.930

GeschichteBearbeiten

OrtsgeschichteBearbeiten

Schwenningen gehörte zur Herrschaft Werenwag, kam nach deren Auflösung 1805 zunächst an Württemberg und ging 1810 an Baden über. 2005 konnte der Ort sein 1000-jähriges Jubiläum feiern.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von Schwenningen (Heuberg)

Die statistischen Einwohnerzahlen von Schwenningen waren mehrere Jahren rückläufig, wurden aber im Zuge des Zensus 2011 um 147 Einwohner (10 %) nach oben korrigiert[2] und bewegen sich seitdem auf relativ gleichbleibendem Niveau:

Jahr Einwohner[3]
1961 1132
1970 1502
1991 1672
1995 1668
2000 1681
2005 1564
2010 1489
2015 1579
2017 1637

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[4]. Die Wahlbeteiligung betrug 63,0 % (2009: 71,7 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
CDU 90,9 % 9 70,8 %, 7 Sitze
Einzelkandidat 9,1 % 1 0 %, 0 Sitze
Freie Wähler 0 % 0 29,2 %, 3 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Am 31. Januar 2016 wurde Roswitha Beck mit 62,2 Prozent der Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 77,1 Prozent, im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterin gewählt.

  • 1972–1988: Peter Allgaier[5]
  • 1992–2016: Herbert Bucher[6] (FWV)
  • seit 2016: Roswitha Beck[7]

WappenBearbeiten

Das Wappen von Schwenningen zeigt auf Gold einen schwarzen Zickzackbalken mit drei nach unten weisenden Zacken.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Schwenningen liegt an der Hohenzollernstraße. Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

BauwerkeBearbeiten

 
Kirche St. Kolumban, Altarraum
 
Kirche St. Kolumban, Innenraum
  • Die 1819 erbaute katholische Pfarrkirche St. Kolumban hat ein modernes Stuckschnittrelief des einheimischen Bildhauers Oskar Steidle an der Chorrückwand. Die Pfarrgemeinde gab im Mai 2010 bekannt, dass eine komplette Dachsanierung nötig ist, sich aber auf die Sanierung von Kirchturm, Glockenstuhl, Turmuhr und Aufgang zum Glockenstuhl konzentrieren zu wollen.[8][9]
  • Antoniuskapelle
  • Wendelinuskapelle
  • Lourdeskapelle
  • Kunsthandwerk im Alten Schulhaus

SportBearbeiten

Schwenningen verfügt über präparierte Loipen, die sich zwischen 810 und 950 Meter über Normalnull bewegen.[10] Die „Heubergloipe“ ist eine insgesamt 16 Kilometer lange Rundwander- und Doppelspurloipe. Die Gemeinden Bärenthal, Irndorf, Nusplingen und Schwenningen schufen im Jahr 2011 ein gemeinsames Loipennetz für Wintersportler. Nachdem der Anschluss der neu geschaffenen Loipe auf Gnadenweiler an das Indorfer Loipennetz geschaffen werden konnte, entstand nunmehr durch den Zusammenschluss mit dem bestehenden Nusplinger und Schwenninger Loipen durch das Irndorfer Hardt ein großflächiges Loipengebiet für den Skilanglauf.[11]

StrohparkBearbeiten

 
Strohhaus im Strohpark
 
Burg im Strohpark

Seit 1996 bauen jedes Jahr im Spätsommer Schwenninger Vereine, Gruppen, Kinder und Unternehmen den Strohpark auf. Von September bis Mitte Oktober werden etwa 30, teilweise überlebensgroße Figuren, Bauwerke und Ensembles auf der Wiese an der Heuberghalle gezeigt. Alle Arbeiten sind von Hand gefertigt. Die Ausstellung wird von verschiedenen Aktionen, wie Benefizkonzerte, Konzert der Rentnerkombo, traditionelles Hähnchenessen und mehr abgerundet. Auch überregional findet die Freiluftveranstaltung große Beachtung, wovon Tausende Besucher zeugen. An allen Ortseingängen stehen zu dieser Zeit interessante Stroh-Kunstwerke des letztjährigen Spektakels.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 440.

EisenbahnverkehrBearbeiten

Im Naturpark Obere Donau wird an Wochenenden ein verdichtetes, vertaktetes Angebot im Schienenverkehr auf allen Strecken gefahren. Triebwagen wie der Naturpark-Express, welche von der Hohenzollerischen Landesbahn betrieben werden, verkehren hier sonn- und feiertags auf der Bahnstrecke Tuttlingen–Inzigkofen, um über den sechs Kilometer entfernten Bahnhof Hausen im Tal das Naherholungsgebiet für den Tourismus attraktiver zu machen. Radfahrer wählen meist die geschotterte Werenwager Steige (48° 4′ 40″ N, 9° 1′ 11,95″ O) über Schloss Werenwag. Die Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen wird in Storzingen mit Zubringerbussen erreicht.

BildungBearbeiten

  • Grundschule
  • Katholisches Bildungswerk
  • Workshops und Kurse im Alten Schulhaus
  • Unterricht der Jugendmusikschule Zollernalb e. V.

LiteraturBearbeiten

  • Herbert Bucher: Schwenningen auf dem Heuberg (hrsg. von der Gemeinde Schwenningen). Sigmaringen: M. Liehners Hofbuchdruckerei – Verlagsanstalt, 1991.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwenningen (Heuberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Statistische Berichte Baden-Württemberg: Bevölkerung in Baden-Württemberg am 9. Mai 2011; Endgültige Ergebnisse des Zensus 2011 (PDF); abgerufen am 4. Oktober 2017
  3. Wilfried Koch (wk): Flächennutzungsplan: Streit um fehlerhafte Einwohnerzahl. In: Südkurier vom 20. Juni 2011 und Zahlen des Statistischen Landesamtes
  4. Südkurier, Wahlportal 2014, abgerufen am 8. Juli 2015 (Memento des Originals vom 8. Juli 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.suedkurier.de
  5. Manfred Dieterle-Jöchle (dim): Start als Zimmermann. In: Südkurier vom 26. März 2004
  6. Ursula Mallkowsky (sky): Herbert Bucher. In: Südkurier vom 30. September 2005
  7. Schwenningen.de: Bürgermeisterwahl vom 31. Januar 2016
  8. Wilfried Koch (wk): Kirchturmsanierung in Schwenningen. Gemeinde wartet mit dem Zuschuss. In: Schwäbische Zeitung vom 26. Mai 2010
  9. Hermann-Peter Steinmüller (hps): Gemeinde beim Zahlen dabei. In: Südkurier vom 26. Mai 2010
  10. Karlheinz Fahlbusch (kf): Winterspaß im Landkreis. Loipen sind gespurt. In: Südkurier vom 9. Januar 2009
  11. Gemeinsame Loipe geschaffen. In: Südkurier vom 5. Januar 2011