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LebenBearbeiten

Hüller wuchs in Oberhof und Friedrichroda auf. Während ihrer Schulzeit besuchte sie den Theaterkurs der Schule und nahm später an Theaterworkshops (z. B. Theatertreffen der Jugend 1996) teil. Nach dem Abitur in Friedrichroda studierte sie von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.

Nach Abschluss ihres Schauspielstudiums war sie von 1999 bis 2001 Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena und dann 2001–2002 am Schauspiel Leipzig. Der Jenaer Dramaturg Oliver Held empfahl sie dem Theater Basel, wo sie ab der Spielzeit 2002/03 bis zum Sommer 2006 Ensemblemitglied war. 2012–2015 war sie Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen, 2018 wurde sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum. Gastengagements führten sie an die Volksbühne Berlin, das Staatsschauspiel Hannover, das Theater am Neumarkt Zürich, das Theater Freiburg und das Neue Theater Halle. Sie spielte außerdem 2008, 2015, 2016 und 2017 bei der Ruhrtriennale und 2018 bei den Salzburger Festspielen.

Auf der Theaterbühne verkörperte Hüller unter anderem 2009 in dem Tanzschauspiel For Love (Regie: Tom Schneider) die Rocksängerin und Witwe von Kurt Cobain, Courtney Love. Im Prater der Volksbühne Berlin spielte sie in Virgin Queen die Königin Elisabeth I. Das Stück unter der Regie von Claudia Bauer ist ein Solo mit Sandra Hüller sowie drei Musikern und zahlreichen Puppen, die von den Musikern gespielt werden.

Ihre erste bedeutende Filmrolle hatte Hüller 2006 als Michaela Klingler in Hans-Christian Schmids Film Requiem. Für ihre Darstellung der an Epilepsie erkrankten jungen Frau wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2008 stand sie für Max Färberböcks Verfilmung von Anonyma – Eine Frau in Berlin vor der Kamera. Weitere bedeutende Projekte waren unter anderem die Spielfilme Brownian Movement (2010) und Toni Erdmann, der im Wettbewerb der Internationale Filmfestspiele von Cannes 2016 vertreten war. Im selben Jahr wurde Hüller für den Part der Ines Conradi mit dem Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

Hüller wurde bereits dreimal (2010, 2013 und 2019) bei der Kritikerumfrage von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt.[1]

Nachdem sie 2017 neu in die Akademie der Künste (Berlin) gewählt worden war und 2018 im mehrfach preisgekrönten Eröffnungsfilm der Berlinale, In den Gängen, die Hauptrolle Marion spielte, wurde sie 2019 in die Wettbewerbsjury der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen.[2]

Sandra Hüller lebt in Bochum und Leipzig-Plagwitz und hat eine Tochter.

FilmografieBearbeiten

Musikvideo

TheaterengagementsBearbeiten

HörspieleBearbeiten

HörbücherBearbeiten

  • 2013: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Mein kaputtes Königreich. (Hörcompany)
  • 2014: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Warten auf Wunder. (Hörcompany)
  • 2015: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Ende des Universums (Hörcompany)
  • 2015: Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt (tacheles!/Roof Music)
  • 2017: Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann (tacheles!/Roof Music)
  • 2018: Wolfgang Herrndorf: Bilder deiner großen Liebe: Ein großer Monolog mit Musik (tacheles!/Roof Music)
  • 2019: Mariana Leky: Die Herrenausstatterin (tacheles!/Roof Music)

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sandra Hüller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kritikerumfrage: Münchner Kammerspiele sind „Theater des Jahres“. In: Spiegel Online. 5. September 2013, abgerufen am 15. Februar 2019.
  2. Schauspielerin Sandra Hüller in Internationaler Jury. (Nicht mehr online verfügbar.) 29. Januar 2019, archiviert vom Original am 29. Januar 2019;.
  3. Sandra Hüller spielt jetzt eine Lo-Fi-Superheldin – in Daniel Freitags neuem Video. In: musikexpress.de. 29. September 2017, abgerufen am 15. Februar 2019.
  4. "Weltkino" in Ludwigshafen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.morgenweb.de. Mannheimer Morgen Großdruckerei und Verlag GmbH, ehemals im Original; abgerufen am 27. Juni 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.morgenweb.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Michael Kötz: Laudatio. (Nicht mehr online verfügbar.) 17. Juni 2012, archiviert vom Original am 5. März 2014;.
  6. Neue Mitglieder der Akademie der Künste. In: adk.de. Akademie der Künste, 7. Juli 2017, abgerufen am 15. Februar 2019.