Hauptmenü öffnen

Robert Menasse

österreichischer Schriftsteller und Essayist
Robert Menasse, 2019

Robert Menasse (* 21. Juni 1954 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller und politischer Essayist.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Robert Menasse studierte in Wien, Salzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft und war 1976 Mitgründer der Wiener Studentenzeitschrift Zentralorgan herumstreunender Germanisten. Er wurde 1980 mit der Arbeit Der Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb. Am Beispiel Hermann Schürrer. Studie zum eigentümlichen Verhältnis von offiziösem Literaturbetrieb und literarischem „underground“ im Österreich der Zweiten Republik zum Dr. phil. bei Wendelin Schmidt-Dengler promoviert.

Von 1981 bis 1988 lehrte er zunächst als Lektor für österreichische Literatur, später als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie an der Universität São Paulo in Brasilien. Seit seiner Rückkehr nach Wien arbeitet er als freier Schriftsteller und zunächst auch als Übersetzer aus dem brasilianischen Portugiesisch.

1981 wurde er Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Zwölf Jahre später wurde er in den P.E.N. Club gewählt. Aus diesem trat er 1998 zusammen mit Robert Schindel aus Protest gegen die Mitgliedschaft des Schriftstellers Paul Kruntorad aus.[1] 1999 verbrachte er drei Monate als Writer in Residence in Amsterdam.[2] Seit 2011 kuratiert er ein Writer-in-Residence-Programm in der one world foundation in Sri Lanka.[3]

Seine Werke wurden in folgende Sprachen übersetzt: Baskisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Hindi, Italienisch, Kroatisch, Litauisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.

Menasse lebt heute hauptsächlich in Wien. Er ist der Sohn des österreichischen Fußballspielers Hans Menasse und Halbbruder der Journalistin und Schriftstellerin Eva Menasse[4]. Er ist mit Elisabeth Menasse-Wiesbauer verheiratet.[5]

RomaneBearbeiten

Robert Menasses erste Erzählung Nägelbeißen wurde 1973 in der Zeitschrift Neue Wege veröffentlicht. Von 1975 bis 1980 arbeitete er an seinem unvollendeten und unveröffentlichten Roman Kopfwehmut, einem Gesellschaftsroman, der im Wien der 1970er Jahre spielt. Sein erster veröffentlichter Roman Sinnliche Gewißheit erschien 1988 als der erste Teil der in Brasilien begonnenen Trilogie der Entgeisterung. Letztere umfasst auch den 1991 publizierten Roman Selige Zeiten, brüchige Welt, der zugleich Kriminalroman, philosophischer Roman und jüdische Familiensage ist, sowie den Roman Schubumkehr (1995) und die Nachschrift Phänomenologie der Entgeisterung (1995).

In Schubumkehr schildert Menasse vor dem Hintergrund der privaten Lebensumstände des Literaturdozenten Roman, der bereits in Selige Zeiten, brüchige Welt eingeführt wurde, den Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und das Zerbrechen der vertrauten Ordnung in einem kleinen niederösterreichischen Dorf. Dieser Roman, der nicht zuletzt auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte darstellt, wurde 1999 mit dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet und verschaffte dem Autor allgemeine Bekanntheit. Wie in dem Titel des Romans Schubumkehr und in der Trilogie der Entgeisterung bereits anklingt, kehrt Menasse Hegels Phänomenologie des Geistes um. Im Gegensatz zu Hegel, der eine Entwicklung des menschlichen Bewusstseins zum allumfassenden Geist annimmt, postuliert Menasse eine regressive Entwicklung, deren letzte Stufe die „Sinnliche Gewissheit“ ist, nach Hegel die naivste Form des Bewusstseins.[6]

In seinem Roman Die Vertreibung aus der Hölle (2001) stellt Menasse die Objektivierbarkeit der Geschichte in Frage, verknüpft mit der persönlichen Geschichte des Autors und dessen jüdischen Wurzeln, eine Thematik, die den Autor immer wieder beschäftigen wird.[7] 2007 erschien Don Juan de la Mancha, in dem er von mehr oder weniger fiktiven Begebenheiten aus dem (Liebes-)Leben des Zeitungsredakteurs Nathan – zwischen Lustlosigkeit, Trieb, Begierde und der Suche nach einer erfüllten Liebe – erzählt. Die Figur Nathan steht als Exempel für die Generation, die in den 1970er Jahren mit dem Anspruch der „sexuellen Revolution“ sozialisiert wurde.

2017 veröffentlichte Menasse die Satire Die Hauptstadt, die von der Fachkritik als weltweit erster Roman über die Europäische Union gefeiert wurde[8] und den Deutschen Buchpreis erhielt. Die Geschichte stellt Beamte der Kulturabteilung in den Mittelpunkt, die das Image der EU-Kommission zu deren Geburtstag aufpolieren sollen. Dies soll mit einem „Big Jubilee Project“-Event mit KZ-Überlebenden in Auschwitz gelingen. Neben den EU-Beamten stehen ein pensionierter jüdischer Lehrer und Auschwitz-Überlebender im Altenheim, ein österreichischer Schweine-Großzüchter, der die Landwirtschafts- und Fleischlobby repräsentiert, ein belgischer Kommissar, der einen Mordfall aufzudecken versucht und ein Auftragskiller aus Polen im Fokus. Die Lebensgeschichten der handelnden Personen führen in sechs EU-Länder. Ein immer wiederkehrendes Motiv, das das Buch auch eröffnet, ist ein mitten in Brüssel frei herumlaufendes Schwein. Mit dieser Metapher möchte Menasse alle „vom Glücksschwein bis zur Drecksau“[9] verbinden.

Der Regisseur Tom Kühnel und der Dramaturg Ralf Fiedler haben den Roman mit rund zwanzig Figuren in eine Theaterfassung überführt, die im Januar 2018 im Theater am Neumarkt in Zürich uraufgeführt worden ist.[10][11] Nach einer Inszenierung von Regisseurin Lucia Bihler am Schauspielhaus Wien mit Premiere im September kam die deutsche Uraufführung im Oktober 2018 am Schauspiel Essen heraus. Die Bühnenfassung und Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer kommt mit pausenlosen 2 Stunden 10 Minuten und sechs Schauspielern für alle Rollen aus. Die Theaterkritik monierte, die „Inszenierung schwanke zwischen Bürokratenfarce, Typenstudie, Polittheater und verliere sich zwischen all den Figuren, Handlungssträngen, Ambitionen“. Gelobt wurde zugleich „ein galliger, turbulenter Theaterabend, der nicht viel Europa-Optimismus lässt.“[12]

Essays und kulturtheoretische SchriftenBearbeiten

 
Robert Menasse bei seiner Rede im Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel anlässlich des Festaktes zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge, 21. März 2017

In seinem politisch-publizistischen Schaffen gilt Menasse als „Aufklärer alten Schlages“, dessen geistige Bezüge insbesondere Hegel und Marx, weiter Georg Lukács, Ernst Bloch und die Philosophen der Frankfurter Schule sind.[13]

Essays wie Die sozialpartnerschaftliche Ästhetik (1990) oder Das Land ohne Eigenschaften (1992) machten Menasse als Essayisten berühmt, aber ließen auch Kritik wegen „Nestbeschmutzung“ laut werden. Im Land ohne Eigenschaften beschäftigt er sich mit der österreichischen Nationalidentität in Bezug auf den nahenden Beitritt zur Europäischen Union 1995 und vor allem in Abgrenzung zu Deutschland und der deutschen Identität nach dem Zweiten Weltkrieg. Oft vertritt er das Argument, dass die Identität der Österreicher künstlich geschaffen wurde, um sich nach dem Fall des Nationalsozialistischen Regimes von den Deutschen abzugrenzen. Im Laufe der Zeit folgten die Essaybände Hysterien und andere historische Irrtümer (1996) sowie Dummheit ist machbar (1999), Erklär mir Österreich (2000) und Das war Österreich (2005). Der Autor setzt sich in diesen Texten mit der politischen Geschichte, Mentalitätsgeschichte und Literaturgeschichte der zweiten Republik Österreich auseinander, bezieht zur gegenwärtigen kulturpolitischen Situation in seinem Heimatland Stellung und behauptet eine latente Kontinuität des Austrofaschismus.[14]

 
Jakob Augstein und Robert Menasse im Gespräch, 15. Mai 2017 im Theater Neumarkt in Zürich

Seit 2005, seit seinen Frankfurter Poetikvorlesungen Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung, widmet sich Menasse in seinen Essays vermehrt EU- und globalisierungskritischen Themen. In diesem europa- bzw. weltweiten Zusammenhang kritisiert Menasse vor allem die demokratiepolitischen Defizite und die Auffassung, diese Defizite seien strukturbedingt, was die Aussicht auf mögliche Alternativen verstelle. Dabei steht er der Europäischen Union nicht grundsätzlich kritisch gegenüber, sondern begründet in seinen Kritiken die demokratiepolitischen Defizite vor allem mit dem Einfluss und der Macht der einzelnen Nationalstaaten, wogegen er rein europäische Institutionen, wie etwa die Kommission, positiv bewertet. In Der Europäische Landbote (2012) bildet er die übernationalen Organe und Bürokratien der EU in Brüssel ab und entwickelt dabei den „Habsburgischen Mythos“ des Claudio Magris weiter zum „Europäischen Mythos“. Dies führt auch zu einer positiven Rückschau auf die Habsburger Monarchie.[15] Menasse spricht sich in diesem Zusammenhang für eine „Europäische Republik“[16] auf der Basis eines Europas der Regionen[17] aus. Seine Recherchen in Brüssel für den Europäischen Landboten wurden von einer Stiftung des Glücksspielkonzerns Novomatic gesponsert.[18]

Wiederholt äußert sich Menasse auch in Interviews und Gesprächen zum politischen Zustand Österreichs und Europas. In der „Zeit“ sagte er zum Präsidentschaftswahlkampf in Österreich: „Norbert Hofer wäre eine Katastrophe nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa“[19]. Außerdem halte er den Zerfall von Europa für sehr wahrscheinlich, sehe aber „die Idee einer Europäischen Union“ als „das einzig vernünftige Zukunftsmodell“[19].

Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot forderte Menasse 2016, Flüchtlinge in Europa nicht länger zu integrieren, sondern ihnen Bauland zur Verfügung zu stellen, um dort ihre Heimatorte nachbauen und eigene Schulen, Theater, Krankenhäuser, Radiostationen und Zeitungen betreiben zu können, und wo Berufs- und Studienabschlüsse der Herkunftsländer gelten sollen.[20]

Mit dem ebenfalls gemeinsam mit Ulrike Guérot verfassten Manifest European Balcony Project propagierte Menasse für den 10. November 2018 die Ausrufung einer „Europäischen Republik“. Nach diesem Manifest sei das Europa der Nationalstaaten gescheitert und habe die Europäische Republik das Ziel „das universale Erbe der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ anzunehmen „und […] sie endlich auf diesem Kontinent zu verwirklichen“. In Abkehr vom Prinzip der Staatsbürgerschaft als Voraussetzung für die politische Teilhabe an einem freiheitlich-demokratisch verfassten Gemeinwesen westlich-europäischer Prägung, heißt es im Manifest: „Wir erklären alle, die sich in diesem Augenblick auf dem europäischen Kontinent befinden, zu Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Republik. […] Wir sind uns bewusst, dass der Reichtum Europas auf Jahrhunderten der Ausbeutung anderer Kontinente und der Unterdrückung anderer Kulturen beruht. Wir teilen deshalb unseren Boden mit jenen, die wir von ihrem vertrieben haben. Europäerin oder Europäer ist, wer es sein will. Die Europäische Republik ist der erste Schritt auf dem Weg zur globalen Demokratie.“ Weiters wird die EU darin als Werkzeug „einer neoliberalen Agenda […], die der Idee der sozialen Gerechtigkeit widerspricht“, qualifiziert.[21][22]

RezeptionBearbeiten

Diskussionen um die Essays von Menasse haben sich immer wieder in den Feuilletons deutschsprachiger Zeitungen fortgeschrieben. Andreas Dorschel stellt fest, eine „vergleichbar erhellende politische Ökonomie der österreichischen Nationalität“ sei „derzeit nirgends zu erhalten“.[23] In Menasses „Demontage politischer Phrasen“ wirke die „große österreichische Tradition der Sprachkritik weiter; ganz unösterreichisch ist’s zugleich, eine Lüge eine Lüge zu nennen. Durchweg hat Menasse den Mut, sich die Erfolgreichen, auf der sicheren Bahn zur Ikonisierung in der österreichischen Kultur Befindlichen als Gegner zu wählen.“[23]

Das Staatsschauspiel Dresden als Teil des Staatsbetriebs Sächsische Staatstheater hängt montags (am Tag der PEGIDA-Demonstrationen) ein Banner mit dem folgenden Text auf: „Es wird sich bald entscheiden müssen, welcher Typus Europäer die Zukunft bestimmt: der universale Europäer oder der eindimensionale Europäer. Das heißt aber auch: ob auf diesem Kontinent in Zukunft Menschenrecht oder wieder Faustrecht herrscht. Robert Menasse“.

Erfundene Hallstein-ZitateBearbeiten

Im Oktober 2017 wies der Historiker Heinrich August Winkler in einem Essay in dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel darauf hin, dass Menasse nicht nur in seinen literarischen Werken, sondern auch in seinen politischen Schriften den Politiker Walter Hallstein (1901–1982) mit Zitaten belegt hat, die dieser nie so gesagt oder geschrieben hatte.[24] So legte er Hallstein ein Zitat in den Mund, dass „die Abschaffung der Nation ... die europäische Idee“ sei. Auch dass Hallstein 1958 seine Antrittsrede als erster Präsident der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (heute Präsident der Europäischen Kommission) auf dem Gelände des Vernichtungslagers in Auschwitz (im damaligen COMECON-Mitglied Polen) gehalten hätte, erwies sich bei genauerer Prüfung als unzutreffend.[25][26][27] In der Folge kritisierte er in einem Interview mit dem Münchner Merkur das angebliche Vergessen der fiktiven Hallstein-Rede in Auschwitz: „Das ist heute vergessen, aber es wird sich herausstellen: Es ist vergessen zum Leidwesen der Vergesslichen.“[28]

Menasse begründete seine Behauptungen mit seiner Interpretation der philosophischen Schule von Paul Feyerabend, nach welcher das Erreichen eines gesellschaftlichen Ziels die Fälschung von Zitaten legitimiere. Die Diskussion um die erfundenen Zitate kommentierte er unter anderem damit, dass Hallstein „das nie so zugespitzt“ gesagt habe, „man müsste lange Passagen zitieren, um diese Position ableiten zu können,“ aber genau das sagen wollte. „Die Quelle ist korrekt. Der Sinn ist korrekt. Die Wahrheit ist belegbar. Was fehlt, ist das Geringste: das Wortwörtliche. Was kümmert mich das Wörtliche, wenn es mir um den Sinn geht?“[29]

Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die in den fraglichen Texten als Co-Autorin fungierte, grenzte sich im Verlauf der Diskussionen von dieser Methode ab und drückte ihr Bedauern darüber aus, nicht „die Souveränität“ gehabt zu haben, die Textbeiträge ihres Co-Autors Menasse zu überprüfen.[30]

Im Jänner 2019 erklärte er in einem Text in Die Welt: Die „Anführungszeichen waren, vom wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet, ein Fehler [...] Dafür entschuldige ich mich, das tut mir leid.“[31] Gleichzeitig kritisierte Menasse die „Skandalisierung“ seiner Arbeit; „höhnische Journalisten und Blogger“ würden bewusst oder unbewusst „das Geschäft der Nationalisten befördern“. Die fälschliche Markierung von Hallsteins Aussage als Zitat ändere nichts an der Legitimität seines europapolitischen Programms.[32] Der Deutschland-Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung, Daniel Haas, warf Menasse daraufhin vor, eine „Verschwörungstheorie“ zu vertreten: „Fakten zuspitzen und verdrehen, um anderen, wenn sie einem draufkommen, dann zu erklären, das werde man doch mal sagen dürfen“, sei genau das Argumentationsmuster jener anti-europäischen Kräfte, gegen die Menasse stets auftrete.[33]

Menasses Fälschungen wurden mit dem kurz davor bekannt gewordenen Fall Relotius verglichen und die links-alternative Tageszeitung taz kritisierte anhand des Falls das „Schwarz-Weiß-Denken“ der „liberalen Linken“.[34]

Menasse im Pressegespräch nach der Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille (2019)

Trotz der Kritik an seiner Zitierweise hat Robert Menasse am 18. Jänner 2019 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. Nach Gesprächen zwischen der Ministerpräsidentin Malu Dreyer, betreffenden Kommissionsmitgliedern und Robert Menasse veröffentlichte die Landesregierung am 7. Jänner eine gemeinsame Erklärung, in der von ihm u. a. diese wörtliche Rede zu lesen ist: „Es war ein Fehler von mir, Walter Hallstein in öffentlichen Äußerungen und nicht-fiktionalen Texten Zitate zuzuschreiben, die er wörtlich so nicht gesagt hat. Es war unüberlegt, dass ich im Vertrauen auf Hörensagen die Antrittsrede von Hallstein in Auschwitz verortet habe. Diese hat dort nicht stattgefunden. Das hätte ich überprüfen müssen. Ich habe diese Fehler nicht absichtsvoll und nicht mit dem Ziel der Täuschung begangen. Ich hielt diese Geschichte für ein starkes symbolisches Bild des europäischen Einigungsprojekts, das doch zweifellos mit dem Schwur ‚Nie wieder Auschwitz‘ verbunden ist. In meinem Roman ist das stimmig, aber die Vermischung von literarischen Fiktionen mit Äußerungen in europapolitischen Diskussionen bedauere ich sehr und entschuldige mich bei allen, die sich getäuscht fühlen.“[35]

SonstigesBearbeiten

Roland Freudenstein wirft Menasse vor, er täusche im unterhaltsam und spannend, „in der Tradition des klassischen Verschwörungs-Thrillers“ geschriebenen Roman Die Hauptstadt „Offenheit vor und bietet doch letzten Endes ein fest geschlossenes, links-westeuropäisches Weltbild.“[36]

Die Argumentation Menasses zu seiner Forderung nach Abschaffung der demokratischen Nationalstaaten und Ausrufung der „Europäischen Republik“ (von ihm und Mitstreitern am 10. November 2018 vorgenommen) wurde von Christian Ortner als unlogisch kritisiert. Die von Menasse behauptete „gleichsam moralisch-ethische Überlegenheit einer derartigen ‚Europäischen Republik‘ gegenüber der deutschen, österreichischen oder französischen Republik“ könne auch Menasse nicht schlüssig erklären. Vielmehr sei „ein europäischer Staat mit genau den gleichen Macken und Vorzügen ausgestattet [...] wie seine heutigen Vorgänger, nur halt in XXL“.[37]

Jacques Schuster (WeltN24) schrieb 2018, einzelne Zeilen aus Menasses 2012 erschienenem Essay „Der europäische Landbote“ zitierend, dieser sei kein Anhänger der parlamentarischen Demokratie und die geplante Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille deshalb ein Fehler. In dem Essay sprach sich Menasse deutlich für eine Demokratie auf europäischer Ebene aus und plädierte dafür, den Nationalstaat hinter sich zu lassen. Dazu, müsse man sich mit dem Gedanken anfreunden, „die Demokratie erst einmal zu vergessen, ihre Institutionen abzuschaffen, soweit sie nationale Institutionen sind, und dieses Modell einer Demokratie, das uns so heilig und wertvoll erscheint, weil es uns vertraut ist, dem Untergang zu weihen. Wir müssen stoßen, was ohnehin fallen wird, wenn das europäische Projekt gelingt. Wir müssen dieses letzte Tabu der aufgeklärten Gesellschaften brechen: dass unsere Demokratie ein heiliges Gut ist.“ Auf Basis dieses Zitats bezeichnete Schuster Menasse als „Narr mit zutiefst anstößigen Ideen“.[38]

Preise, Auszeichnungen und StipendienBearbeiten

 
Ernennung zum Ritter des französischen Ordens der „Arts et Lettres“, 2006
 
Robert Menasse mit der Carl-Zuckmayer-Medaille 2019

WerkeBearbeiten

  • Sinnliche Gewißheit. Roman. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988.
  • Die sozialpartnerschaftliche Ästhetik. Essays zum österreichischen Geist. Sonderzahl, Wien 1990.
  • Selige Zeiten, brüchige Welt. Roman. Residenz, Salzburg/Wien 1991.
  • Das Land ohne Eigenschaften. Essay zur österreichischen Identität. Sonderzahl, Wien 1992.
  • Phänomenologie der Entgeisterung. Geschichte vom verschwindenden Wissen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995.
  • Schubumkehr. Roman. Residenz, Salzburg/Wien 1995.
  • Hysterien und andere historische Irrtümer. Nachwort von Rüdiger Wischenbart. Sonderzahl, Wien 1996.
  • Überbau und Underground. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997.
  • Mit Elisabeth und Eva Menasse: Die letzte Märchenprinzessin. Illustriert von Gerhard Haderer. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997.
  • Mit Elisabeth und Eva Menasse: Der mächtigste Mann. Illustriert von Kenneth Klein. Deuticke, Wien/München 1998.
  • Dummheit ist machbar. Begleitende Essays zum Stillstand der Republik. Sonderzahl, Wien 1999.
  • Erklär mir Österreich. Essays zur österreichischen Geschichte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000.
  • Die Vertreibung aus der Hölle. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-41267-1.
  • Das war Österreich. Gesammelte Essays zum Land ohne Eigenschaften. Hrsg. v. Eva Schörkhuber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005.
  • Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung – Frankfurter Poetikvorlesungen. Edition Suhrkamp 2464, Frankfurt am Main 2006.
  • Das Paradies der Ungeliebten. Politisches Theaterstück. Uraufführung 7. Oktober 2006 im Staatstheater Darmstadt
  • Don Juan de la Mancha oder die Erziehung der Lust. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007.
  • Das Ende des Hungerwinters. Lesung- Hoffmann und Campe, Hamburg 2008, ISBN 978-3-455-30595-1.
  • Doktor Hoechst – Ein Faustspiel. Eine Tragödie. Theaterstück. Uraufführung 25. April 2009 im Staatstheater Darmstadt. Inszenierung: Hermann Schein.
  • Ich kann jeder sagen: Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009.
  • Permanente Revolution der Begriffe. Vorträge zum Begriff der Abklärung, Essays. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-12592-2
  • Der Europäische Landbote, Die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss. Zsolnay, Wien 2012, ISBN 978-3-552-05616-9.
    • als Taschenbuch: Der Europäische Landbote: die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss. Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2015, ISBN 978-3-451-06819-5 (= Herder-Spektrum, Band 6819).
    • übersetzt: Evropský systém: občanský hněv a evropský mír aneb proč musí darovaná demokracie ustoupit demokracii vybojované, tschechisch von Petr Dvořáček, Novela Bohemica, Praha 2014, ISBN 978-80-87683-29-3.
  • Heimat ist die schönste Utopie. Reden (wir) über Europa, Edition Suhrkamp, Berlin 2014, ISBN 978-3-518-12689-9.
  • „Weil Europa sich ändern muss.“ Im Gespräch mit Gesine Schwan, Robert Menasse, Hauke Brunkhorst. Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01391-2.
  • Eine kurze Geschichte der europäischen Zukunft. Warum wir erringen müssen, was wir geerbt: das Europa der Regionen, in: The European. Das Debatten-Magazin vom 8. Juni 2015[48]
  • Was ist Literatur. Ein Miniatur-Bildungsroman. Bernstein-Verlag, Siegburg 2015, ISBN 978-3-945426-09-8.
  • Europa. Die Zukunft der Geschichte. Katalog und Ausstellung am Kunsthaus Zürich. Cathérine Hug und Robert Menasse (Hrsg.), mit Beiträgen u. a. von Melinda Nadj Abonji, Zygmunt Bauman, Horst Bredekamp, Burcu Dogramaci, Julia Kristeva, Konrad Paul Liessmann, Thomas Maissen, NZZ libro, Zürich 2015, ISBN 978-3-03810-088-1.
  • Feiert das Leben! Katalog und Ausstellung am Kunsthistorischen Museum Wien. Cathérine Hug und Robert Menasse (Hrsg.), mit der Teilnahme u. a. von Kader Attia, Barbara Coudenhove-Kalergi, Daniel Knorr, Manuela Laubenberger, Erik van Lieshout, Teresa Margolles, Arnulf Rainer, Hans Schabus, Hubert Scheibl, Daniel Spoerri, Nives Widauer und Josef Zotter, Wien 2016, ISBN 978-3-903004-62-7.
  • Europa. Akzente, 3 /2016. Robert Menasse und Jo Lendle (Hrsg.), mit Beiträgen von Lily Brett, György Dragomán, Dana Grigorcea, Zbigniew Herbert, Elfriede Jelinek, Ingo Schulze, Adam Zagajewski u. a. Carl Hanser Verlag, München 2016, ISBN 978-3-446-25547-0.
  • Warum? Das Vermächtnis des Jean Améry. Cathérine Hug im Gespräch mit Robert Menasse über Jean Améry, seine Wirkung und Aktualität. Bernstein-Verlag, Siegburg 2016, ISBN 978-3-945426-21-0.
  • „Kritik der Europäischen Vernunft – Critique de la raison européene – A Critique of European Reason.“ Festrede vor dem Europäischen Parlament: „60 Jahre Römische Verträge“. (mit dem „Manifest für die Begründung einer Europäischen Republik“ im Anhang). Dreisprachig: Deutsch/Französisch/Englisch. Bernstein-Verlag, Siegburg 2017, ISBN 978-3-945426-28-9.[49]
  • Die Hauptstadt, Roman. Suhrkamp, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-42758-3.[50]

SekundärliteraturBearbeiten

  • Die Welt scheint unverbesserlich. Zu Robert Menasses „Trilogie der Entgeisterung“. Herausgegeben von Dieter Stolz. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-39276-X.
  • Joanna Drynda: Schöner Schein, unklares Sein. Poetik der Österreichkritik im Werk von Gerhard Roth, Robert Menasse und Josef Haslinger. Rys-Studio, Poznań 2003, ISBN 83-88856-26-X (Zugleich Dissertation an der Universität Poznań, 2002).
  • Verena Holler: Felder der Literatur: Eine literatursoziologische Studie am Beispiel von Robert Menasse. Lang, Frankfurt am Main 2003, ISBN 978-3-631-50884-8.
  • Kurt Bartsch, Verena Holler (Hrsg.): Robert Menasse. Herausgegeben von Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz, Droschl, Graz 2004, ISBN 978-3-85420-674-3 (= Dossier, Band 21).
  • Kathrin Krause: Robert Menasses „Trilogie der Entgeisterung“. Ein Beitrag zur Theorie des Romans. Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 978-3-89528-516-5 (Zugleich Dissertation an der Uni Wuppertal, 2004).
  • Jürgen Jacobs: Zwischenbilanzen des Lebens. Zu einem Grundmuster des Bildungsromans. Bielefeld (Aisthesis Verlag) 2005. ISBN 3-89528-468-8
  • Eva Schörkhuber (Hrsg.): Was einmal wirklich war. Zum Werk von Robert Menasse. Wien (Sonderzahlverlag) 2007. ISBN 978-3-85449-273-3.
  • Aneta Jachimowicz: Das schwierige Ganze. Postmoderne und die „Trilogie der Entgeisterung“ von Robert Menasse. Lang, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-56270-3.
  • Matthias Beilein: 86 und die Folgen. Robert Schindel, Robert Menasse und Doron Rabinovici im literarischen Feld Österreichs. Schmidt, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-09855-2 (= Philologische Studien und Quellen, Heft 213, zugleich Dissertation, Georg-August-Universität Göttingen 2006).
  • Hans-Dieter Schütt: Die Erde ist der fernste Stern. Gespräche mit Robert Menasse. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02152-8.
  • Antje Büssgen: Europa nach den Nationen? Das Europäische Projekt im Zeitalter von Postdemokratie und Globalisierung. Zu Robert Menasse Analyse der europäischen Integration in seinem Essay Der europäische Landbote. In: Tomislav Zelić, Zaneta Sambunjak, Anita Pavić Pintarić (Hrsg.): Europa? Zur Kulturgeschichte einer Idee. Königshausen & Neumann, Würzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5663-5, S. 297–326.
  • Martin Meyer: Utopie als Freiheit als Kritik – Laudatio auf Robert Menasse anlässlich der Übergabe des Max-Frisch-Preises im Zürcher Schauspielhaus vom 11. Mai 2014. In: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 108, 12. Mai 2014. S. 33.
  • Steven Erlanger: „Brussels, E.U. Capital, Gets a Novel, Both Tart and Empathic“. In: The New York Times, January 14, 2018.
  • Eva Menasse: Am Beispiel meines Bruders, in: Süddeutsche Zeitung, 9. Januar 2019, S. 9

FilmeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Matthias Beilein: 86 und die Folgen: Robert Schindel, Robert Menasse und Doron Rabinovici im literarischen Feld Österreichs. Erich Schmidt Verlag, 2008, S. 76, Anm. 216. Google-Books
  2. Columbus Interactive GmbH: Robert Menasse – Kritisches Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG). Abgerufen am 1. September 2018.
  3. Karin Cerny: Sri Lanka: Hintereingang ins Paradies. In: profil, 21. August 2014.
  4. Volker Weidermann: Ja, wir brauchen das Träumerische. Sie sind das erfolgreichste Geschwisterpaar der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Eva und Robert Menasse sprechen in ihrem ersten gemeinsamen Interview über Familienmythen, politisches Schreiben und erfundene Wahrheiten. In: Wen liebte Goethes Faust? Der große SPIEGEL-Wissenstest. Literatur zum Mitmachen. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05131-5, S. 165–191.
  5. Robert Menasse: Ein intellekturelles Profil. In: Matthias Beilein: 86 und die Folgen. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008, S. 127.
  6. Hegel-Rezeption. Abgerufen am 31. Juli 2017.
  7. Robert Menasse: Enlightenment as a Harmonious Strategy, 2018. ed. by Versopolis, 23. März 2018, abgerufen am 31. März 2018 (englisch).
  8. Isenschmid, Andreas: Robert Menasse : Herrliche Drittmittelgedanken bei zeit.de, 6. September 2017 (abgerufen am 9. Oktober 2017).
  9. Robert Menasse: „Die Hauptstadt“ – Das Schwein verbindet alles. In: Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 1. September 2018]).
  10. Theaterkritik unter anderem von Maximilian Pahl: Spiel mir den Europa-Blues. 18. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  11. Theaterkritik von Daniele Muscionico: Krieg der Schweine. 20. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  12. Hermann Schmidt-Rahmer bringt Robert Menasses komplexen Europa-Roman auf die Bühne des Essener Schauspiels, Nachtkritik.de vom 5. Oktober 2018, abgerufen 10. Oktober 2018
  13. Siehe dazu Hans-Dieter Schütt, Die Erde ist der fernste Stern. Gespräche mit Robert Menasse. Berlin (Karl Dietz Verlag) 2008. ISBN 978-3-320-02152-8. Ferner auch: Eva Schörkhuber (Hrsg.), Was einmal wirklich war. Zum Werk von Robert Menasse, Wien (Sonderzahlverlag) 2007. ISBN 978-3-85449-273-3.
  14. Robert Menasse: Warum dieser Februar nicht vergehen will. Der Standard, 11. Februar 2004, abgerufen am 31. Juli 2017.
  15. Robert Menasse in Das Gestern war noch nie so jung. In: Die Presse, 9. Mai 2014, Spectrum S. 1.
  16. Ulrike Guérot und Robert Menasse: Manifest für die Begründung einer Europäischen Republik. Die Presse, Wien, 23. März 2013, abgerufen am 31. Juli 2017.
  17. Zukunft der EU: Über die Feigheit der europäischen Politiker. In: Zeit Online. 30. September 2011, abgerufen am 9. Februar 2017 (Interview mit Robert Menasse).
  18. Reinhard Göweil: Das Abendland in der Nacht, Wiener Zeitung, 28. September 2012
  19. a b Robert Menasse: „Ich als Jude will nie wieder wo abgeholt werden“. In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 1. September 2018]).
  20. Neu-Damaskus in Deutschland? : Experten: Flüchtlinge sollen eigene Städte nachbauen, Focus, 1. März 2016
  21. Zitate aus European Balcony Project: Manifest (https://europeanbalconyproject.eu/en/manifesto), aufgerufen am 8. Januar 2019
  22. APA, European Balcony Project: Europäische Republik ausgerufen, veröffentlicht in Die Presse vom 10. November 2018 (https://diepresse.com/home/kultur/kunst/5527767/European-Balcony-Project_Europaeische-Republik-ausgerufen), aufgerufen am 8. Januar 2019
  23. a b Andreas Dorschel: Entweder und Oder. In: Süddeutsche Zeitung, 2. August 2005, S. 14.
  24. Heinrich August Winkler: Europas falsche Freunde in: Spiegel Online, 23. Oktober 2017, abgerufen am 3. Januar 2019 – zuerst in: Der Spiegel 43/2017, S. 88.
  25. Erstmals in: Hans-Joachim Lang: Des Noms derrière des Numéros. L'identification des 86 victimes d'un crime nazi. Une enquête. Presses Universitaires de Strasbourg, Strasbourg 2018, ISBN 979-1-03440012-6, S. 15–16.
  26. https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/robert-menasse-hat-auschwitzer-hallstein-rede-erfunden-15967837.amp.html
  27. Wie der Fall Menasse ins Rollen kam von Martin Reeh in der taz am 3. Januar 2019, abgerufen am 3. Januar 2019.
  28. Patrick Bahners: Hallstein-Rede in Auschwitz?: Der Bluff des Robert Menasse. In: FAZ.NET. 2. Januar 2019, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 7. Januar 2019]).
  29. Menasse hat Hallstein-Zitate erfunden. In: deutschlandfunk.de. 24. Dezember 2018, abgerufen am 27. Dezember 2018.
  30. Menasses Co-Autorin sagt, sie wusste nichts von falschen Zitaten. In: Welt Online. 27. Dezember 2018, abgerufen am 27. Dezember 2018.
  31. Der Standard: Robert Menasse entschuldigt sich für erfundene Zitate, 4. Jänner 2019
  32. Robert Menasse: Was heißt da „Betrug?“ Die Presse, 5. Jänner 2019
  33. Daniel Haas: Wird man doch so sagen dürfen! Neue Zürcher Zeitung, 5. Jänner 2019
  34. Martin Reeh: Kommentar Journalismus und Fakezitate: Fälschen für Europa. In: Die Tageszeitung: taz. 3. Januar 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. Januar 2019]).
  35. Dreyer und Menasse: Vorbehaltlose Anerkennung von Fakten gehört zum Wertefundament unserer liberalen Öffentlichkeit. Presseerklärung der Landesregierung Rheinland-Pfalz, Staatskanzlei, vom 7. Januar 2019, abgerufen am 8. Januar 2019.
  36. Roland Freudenstein, Wie Robert Menasse Europa kaputtschreibt (https://www.tagesspiegel.de/politik/die-zukunft-von-europa-wie-robert-menasse-europa-kaputtschreibt/20843276.html), Der Tagesspiegel vom 12.Januar 2018 (abgerufen am 8. Januar 2019)
  37. Christian Ortner, Österreich abwracken? in Wiener Zeitung vom (https://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/1000904_Oesterreich-abwracken.html), abgerufen am 7. Januar 2019
  38. Jacques Schuster: Robert Menasse und die Lust an der Zerstörung, WeltN24, 9. Januar 2018.
  39. Kulturministerin Claudia Schmied gibt PreisträgerInnen des Österreichischen Kunstpreises 2012 bekannt vom 27. Dezember 2012 abgerufen am 28. Dezember 2012.
  40. Friedrich-Ebert-Stiftung zu ihrem Literaturpreis
  41. Robert Menasse erhält Schweizer Max-Frisch-Preis. In: Der Standard, 5. März 2014.
  42. 2015 – Kulturpreisträgerinnen & Kulturpreisträger des Landes Niederösterreich. (Memento des Originals vom 7. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.noe.gv.at Abgerufen am 7. November 2015.
  43. Kulturpreise des Landes verliehen. orf.at, 7. November 2015; abgerufen am 7. November 2015.
  44. Robert Menasse erhält Prix du Livre Europeen. orf.at, 18. November 2015; abgerufen am 18. November 2015.
  45. Roman-Auszeichnung: Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis. In: Spiegel Online. 9. Oktober 2017 (spiegel.de [abgerufen am 9. Oktober 2017]).
  46. Robert Menasse bekommt Walter-Hasenclever-Preis 2018. In: derStandard.at. 17. April 2018, abgerufen am 17. April 2018.
  47. Menasse erhält Zuckmayer-Medaille, deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 7. Januar 2019.
  48. Eine kurze Geschichte der europäischen Zukunft, in: The European. Das Debatten-Magazin vom 8. Juni 2015
  49. Robert Menasse: Kritik der Europäischen Vernunft, auf den Seiten des Suhrkamp Verlags vom 21. März 2017
  50. Übersicht und Zusammenfassung der Rezensionen im deutschsprachigen Raum