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Robert Bergmann (General)

deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr

Robert Bergmann (* 30. Juli 1949 in Braunschweig) ist ein Generalmajor a. D. des Heeres der Bundeswehr und war zuletzt Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.

Militärische LaufbahnBearbeiten

Bergmann trat nach dem Abitur im Oktober 1969 beim Panzerartilleriebataillon 25 in Braunschweig in den Dienst der Bundeswehr. Nach der Ausbildung zum Offizier diente er in diesem Bataillon in verschiedenen Verwendungen als Gruppenführer, Zugführer und vorgeschobener Beobachter/Batterieoffizier und schließlich als Nachrichtenoffizier (S2). 1977 wurde er zum Batteriechef ernannt und übernahm erst die 4. und später die 5. Batterie des Braunschweiger Bataillons.

Von 1981 bis 1983 absolvierte Bergmann den 24. Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und diente anschließend bis 1985 als Nachrichtenstabsoffizier (G2) im Stab der 10. Panzerdivision in Sigmaringen. Es folgte von 1985 bis 1986 eine Auslandsverwendung in Spanien, er absolvierte in Madrid die Generalstabsausbildung des Spanischen Heeres. Zurück in Deutschland übernahm er bis 1989 den Posten des Planungsoffiziers (G4) im Hauptquartier der Central Army Group der NATO in Heidelberg.

Nach dieser Stabsverwendung übernahm er 1989 mit dem Feldartilleriebataillon 71 in Dülmen wieder ein Truppenkommando. 1990 folgte jedoch bereits wieder eine Versetzung, diesmal nach Buxtehude in den Stab der 3. Panzerdivision, wo Bergmann bis 1992 als Personalstabsoffizier (G1) fungierte. Im Anschluss daran wurde er 1992 ins Bonner Bundesministerium der Verteidigung versetzt und diente dort bis 1994 als Sprecher des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Klaus Naumann, im Pressestab des Ministeriums. Von 1994 bis 1996 war Bergmann Kommandeur des Artillerieregiments 7 in Dülmen. Von 1996 bis 1997 folgte eine weitere Auslandsverwendung als militärischer Berater des Hohen Repräsentanten der Vereinten Nationen in Bosnien und Herzegowina, Carl Bildt, in Sarajevo.

Wieder in Deutschland übernahm Bergmann 1997 im ostbrandenburgischen Strausberg die Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation und führte diese ein Jahr lang. Von 1998 bis 2000 diente er als Gruppenleiter 22 in der Abteilung 2 (Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik) des Bundeskanzleramtes in Bonn und Berlin. Im Jahre 2000 übernahm Bergmann als Oberst und letzter Kommandeur vor der Auflösung der Brigade im August 2002 das Kommando über die Panzergrenadierbrigade 19 in Ahlen. Während dieser Zeit war er vom Dezember 2000 bis zum Juni 2001 im Rahmen der SFOR im Auslandseinsatz und fungierte in Mostar als Chef des Stabes der Multinationale Division-SE unter dem Kommando des französischen Generalmajors Robert Meille.

Von 2002 bis 2004 kommandierte Bergmann die Panzerbrigade 21 in Augustdorf und absolvierte in dieser Verwendung abermals vom Juni bis November 2003 einen Auslandseinsatz als Kommandeur der Multinationalen Brigade (SW) der KFOR in Prizren im Kosovo. Im Anschluss an diese Verwendung übernahm er von 2004 bis 2006 das Kommando über das Zentrum Innere Führung in Koblenz. Im Juni 2006 wurde er ins Bonner Verteidigungsministerium versetzt und war dort bis 2008 als Stabsabteilungsleiter I (Innere Führung, Personal, Ausbildung) im Führungsstab der Streitkräfte (FüS I) unter dem Chef des Stabes Manfred Engelhardt eingesetzt.

Vom 7. Februar 2008 bis zum 14. Juli 2011 war Bergmann Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.[1] Anschließend wurde er in den Ruhestand versetzt.

2008/09 war er Vizepräsident der Clausewitz-Gesellschaft.

Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Personalveränderungen in militärischen Spitzenstellen. BMVg Presse- und Informationsstab, 8. Februar 2008, archiviert vom Original am 15. Juni 2008; abgerufen am 4. April 2016.