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Rainer Emil Gut[1] (* 24. September 1932 in Baar; heimatberechtigt in Reiden) ist ein Schweizer Bankmanager und Ehrenpräsident der Credit Suisse.

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LebenBearbeiten

Rainer E. Gut wurde 1932 als Sohn von Bankdirektor Emil[2] und Rosa Gut geb. Müller geboren. Er besuchte Schulen in Zug, London, Paris und Zürich.

1968 wurde er General Partner bei Lazard Frères & Co., New York und 1971 Präsident und CEO der Swiss American Corporation in New York, einer damaligen US-Beteiligungsgesellschaft der damaligen SKA (Schweizerische Kreditanstalt, heutige Credit Suisse) im Investment-Banking-Bereich. 1973 war er Mitglied der Geschäftsleitung und ab 1977 wirkte er als Sprecher der SKA, deren Präsident er 1982 wurde.

Von 1983 bis 2000 war er Präsident des Verwaltungsrats der SKA bzw. der Credit Suisse und zwischen 1986 und 2000 auch Präsident des Verwaltungsrats der Credit Suisse Group (vormals CS Holding – umbenannt per 1. Januar 1997). Von 2000 bis 2005 wirkte er als Präsident des Verwaltungsrats der Nestlé AG. Er hatte mehrere Verwaltungsratsmandate bei internationalen Konzernen inne, unter anderem bei Alusuisse, Bayer, Swiss Re, Swissair, Daimler Chrysler Schweiz, Ciba Geigy/Novartis, Elektrowatt, Sulzer AG[3]. Seit 2000 ist Gut Ehrenpräsident der Credit Suisse Group.

Die SKA entwickelte sich unter Guts Leistung einem international führenden Finanzdienstleistungskonzern (CSG) mit Schwerpunkt Investmentbanking, Vermögensverwaltung und Versicherungen. In der Holocaust-Debatte der 1990er Jahre um nachrichtenlose Vermögen engagierte er sich für die Schaffung eines humanitären Fonds durch die Schweizer Wirtschaft. Wesentlich dank Gut kam es 1998 zum Vergleich zwischen den Schweizer Banken und der jüdischen Klägerschaft in New York.

Gut ist seit 1957 mit Josephine Lorenz verheiratet, hat vier Kinder (eines davon Alexander Gut) und wohnt seit 1973 in Bassersdorf. Sein Vermögen wurde 2014 vom Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz auf 125 Millionen Franken geschätzt.[4]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Leo Müller: Ackermanns Welt. Ein Tatsachenbericht. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2006, Seite 108, ISBN 978-3-498-04505-0.
  2. Renato Morosoli: Gut, Emil. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  3. R. Whiteside, G. Bricault, S. Carr, The International Corporate 1000: A Directory of Who Runs The World's 1000 Leading Corporations 1987 Edition, Springer Science & Business Media, 2012, p. 113.
  4. Die 300 Reichsten 2014: Rainer E. Gut. In: Bilanz, abgerufen am 7. Oktober 2015.