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Rümlingen
Wappen von Rümlingen
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Sissach
BFS-Nr.: 2859i1f3f4
Postleitzahl: 4444
Koordinaten: 630933 / 252716Koordinaten: 47° 25′ 28″ N, 7° 50′ 55″ O; CH1903: 630933 / 252716
Höhe: 456 m ü. M.
Fläche: 2,28 km²
Einwohner: 390 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 171 Einw. pro km²
Website: www.ruemlingen.ch
Kirche und Eisenbahn-Viadukt

Kirche und Eisenbahn-Viadukt

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Rümlingen [ˈrymlɪŋən] (Schweizerdeutsch: Rümlige, [ˈrymlikə])[2] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Sissach des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz. Nicht zu verwechseln mit der bernischen Gemeinde Rümligen.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Rümlingen liegt im Homburgertal, im Südosten des Kantons Basel-Landschaft. Die Gemeinde grenzt im Norden an Gelterkinden, im Osten an Rünenberg, im Südosten an Häfelfingen, im Südwesten an Buckten und im Westen an Wittinsburg.

GeschichteBearbeiten

Im frühen Mittelalter wurde in Rümlingen eine St. Georgs-Kapelle gebaut, die der Pfarrei Sissach unterstellt war. Als Bestandteil der Herrschaft Homburg wurde das Dorf 1305 bischöflich und 1400 baslerisch. 1501 gelangte Rümlingen zu grösserer Bedeutung, als es unter Anschluss der Dörfer Buckten, Häfelfingen, Känerkinden und Wittinsburg eine selbständige Kirchgemeinde wurde; aus dieser Zeit stammt auch die heutige spätgotische Pfarrkirche St. Georg. Das Pfarrhaus wurde im Jahr 1667 erbaut. 1803 kam Rümlingen zum Bezirk Sissach.

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt auf goldenem Grund Ritter St. Georg mit einem roten Glorienschein und in blauer Rüstung. Mit dem roten Speer ersticht er einen schwarzen Drachen.

St. Georg ist der Kirchenpatron und erinnert mit den Farben Gold und Schwarz an die ehemalige Zugehörigkeit zur gräflichen Herrschaft Homburg.

NameBearbeiten

Der Name Rümlingen, der zuerst als Rúmlikon (1358) und Rimlikon (1359) sicher belegt ist, setzt sich aus einem Namen wie Romolus, Rumali oder *Rumilo, dem Ortsnamensuffix -ing- (etwa ‚bei den Leuten des Genannten‘) und dem althochdeutschen Substantiv hof ‚Hof, Besitz‘ zusammen. Der lokativisch gebrauchte Dativus singularis *-ikovun (<*-ing-hovun) wurde unter dem Nebentone zur im benachbarten Aargau wie auch in den Kantonen Zürich und Luzern häufigen Form auf -(i)kôn, die zur jetzigen mundartlichen Aussprache führt; die heutige Schreibung Rümlingen ist wohl erst in jüngerer Zeit aufgekommen.[2]

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde besitzt einen Bahnhof an der alten Hauensteinlinie von Sissach über Läufelfingen nach Olten. Rümlingen wird auch durch die Hauptstrasse mit Sissach und über den Unteren Hauenstein mit Olten verbunden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Reformierte Pfarrkirche mit Glasgemalereien in der Apsis
  • Zweistöckiges Beinhaus (1609)
  • Taufstein mit Inschrift von 1514
  • 25 m hoher Viadukt der alten Hauensteinlinie

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, Band III: Der Bezirk Sissach. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1986 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 77). ISBN 3-7643-1796-5. S. 260–272.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rümlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. a b Philipp Obrist, Rümlingen BL (Sissach) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG), Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 769.