Oltingen

Gemeinde in der Schweiz
Oltingen
Wappen von Oltingen
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton Basel-LandschaftKanton Basel-Landschaft Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Sissach
BFS-Nr.: 2855i1f3f4
Postleitzahl: 4494
Koordinaten: 637491 / 253556Koordinaten: 47° 25′ 54″ N, 7° 56′ 8″ O; CH1903: 637491 / 253556
Höhe: 579 m ü. M.
Höhenbereich: 530–963 m ü. M.[1]
Fläche: 7,18 km²[2]
Einwohner: 498 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 69 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
6,8 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.oltingen.ch
Oltingen im Frühling

Oltingen im Frühling

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Oltingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Sissach des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

GeographieBearbeiten

 
Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1953

Das Bauerndorf Oltingen liegt auf 576 m ü. M. am Flüsschen Ergolz und am Fusse der Schafmatt.

GeschichteBearbeiten

Im Mittelalter verlief die Grenze zwischen dem Sisgau und dem Frickgau längs der Ergolz. Sie trennte damit Oltingen, das 1241 erstmals urkundlich erwähnt wird, in zwei Teile. Die rechtsufrige Hälfte gehörte als Lehen der Grafen von Habsburg-Laufenburg zur Herrschaft Kienberg. Die linksufrige Hälfte war schon 1372 farnsburgisch und kam 1461 an die Stadt Basel. Das kienbergische Oltingen wechselte mehrmals den Besitzer, bis es im 17. Jahrhundert endgültig an Basel fiel. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es mehrere Versuche, die Schafmattbahn zu bauen; in Oltingen wäre das Nordportal eines 5,5 km langen Tunnels gewesen, der unter der Schafmatt hindurch nach Obererlinsbach geführt hätte.

WappenBearbeiten

Die Gemeinde führt ihr Wappen erst seit 1943. Es zeigt auf goldenem Grund einen schwarzen Schrägbalken, darauf drei silberne Hufeisen mit schwarzen Nägeln. Das Wappen knüpft an die frühere Bedeutung Oltingens als Ausgangspunkt eines Passübergangs an, die Farben erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit des halben Dorfes zur Herrschaft Kienberg.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Reformierte Kirche St. Nikolaus aus dem Jahre 1296[5].
  • Danebenliegendes wuchtiges Pfarrhaus mit Treppengiebel
  • Heimatmuseum in Herrengasse 38.
 
Kirche von Oltingen

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, Band III: Der Bezirk Sissach. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1986 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 77). ISBN 3-7643-1796-5, S. 163–204.

WeblinksBearbeiten

Commons: Oltingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Brigitte Frei-Heitz: Die reformierte Kirche St. Nikolaus in Oltingen. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 934, Serie 94). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-121-5.