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Porträt Quirin Berg (2018)
Quirin Berg (2018)

Quirin Berg (* 1. März 1978 in München) ist ein vielfach ausgezeichneter deutscher Filmproduzent und einer der beiden Geschäftsführer der Wiedemann & Berg Film und Wiedemann & Berg Television. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Max Wiedemann gewann er für den von ihnen produzierten Film Das Leben der Anderen u. a. den Deutschen Filmpreis in Gold und den Europäischen Filmpreis. Der Film gewann auch den BAFTA und den Oscar 2007 als Bester fremdsprachiger Film. Zu den weiteren Erfolgen zählen Willkommen bei den Hartmanns, Mitten in Deutschland: NSU, Who Am I – Kein System ist sicher, Die Dasslers und 4 Blocks.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nach seinem Studium der Produktions- und Medienwirtschaft an der Hochschule für Fernsehen und Film München, das er 2003 mit Diplom abschloss, gründete er gemeinsam mit seinem Schulfreund Max Wiedemann die Wiedemann & Berg Film.

Die Firma zählt mit kontinuierlichen Kinohits bei Zuschauern und Kritikern zu den erfolgreichsten Produktionsfirmen in Deutschland. Darunter Florian Henckel von Donnersmarcks Das Leben der Anderen, der mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde, Baran bo Odars Hacking-Thriller Who am I – Kein System ist sicher oder die Komödie Willkommen bei den Hartmanns von Simon Verhoeven, mit knapp 3,8 Mio. Besuchern der erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2016. Werk ohne Autor, der aktuelle Film von Florian Henckel von Donnersmarck, wurde zweifach für die Oscars 2019 nominiert – in den Kategorien Bester fremdsprachiger Film sowie Beste Kamera für Caleb Deschanel.[1]

2010 gegründete Quirin Berg gemeinsam mit Max Wiedemann die Wiedemann & Berg Television. Unter deren Dach entstehen zudem zahlreiche Fernsehfilme, Reihen, Mehrteiler und Serien für große deutsche Fernsehsender. Dazu zählen historische Stoffe wie Die Spiegel-Affäre, Tannbach – Schicksal eines Dorfes, Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen, die Spielfilmtrilogie Mitten in Deutschland: NSU, aber auch die Etablierung neuer Tatort-Teams (Weimar, Dresden). Zur Filmographie zählen zudem die erste eigenproduzierte deutsche Pay-TV-Serie Add a Friend, die preisgekrönte Serie 4 Blocks für TNT Serie, das erste deutsche Netflix Original Dark und mit der deutsch-österreichischen Koproduktion Der Pass eine der ersten Serien für Sky.

Zum Gewinnreigen für Das Leben der Anderen schrieb die SZ: "Zwei junge Münchner, die den deutschen Erfolg in Hollywood möglich machten: Max Wiedemann und Quirin Berg. Schon bei der Oscar-Verleihung saßen sie, von den Kameras weitgehend unbemerkt, weiter hinten im Saal, als Donnersmarck zu seinem kraftvollen Freudensprung ansetzte. Unscheinbar sind sie keineswegs. In der Filmbranche haben sich die beiden Produzenten viel Respekt verschafft. Es ist auch ihre Leistung, dass ein ambitionierter Erstlingsfilm mit deutlicher Überlänge überhaupt realisiert werden konnte - ein deutsches Kinowunder, das weltweit Kasse macht. Das Budget von 1,6 Millionen Euro erscheint im Rückblick abenteuerlich gering [...]. In der Entstehungsphase 2003 aber war es abenteuerlich, mit dieser Summe zu kalkulieren - selbst für ehrgeizige Jungfilmer. 'So etwas kann man nur einmal im Leben machen', erzählt Berg. 'Wir hatten da einfach einen Vertrauensvorschuss.'"[2]

Quirin Berg ist Mitglied der Deutschen, der Britischen und der Europäischen Filmakademie.

AuszeichnungenBearbeiten

Quirin Berg und seine Produktionen wurden u. a. ausgezeichnet mit dem Academy Award, BAFTA, César, Romy, Europäischer Filmpreis, Hollywood Reporter Award, LA Critics Award, Bayerischer Fernsehpreis, Bayerischer Filmpreis, Deutscher Fernsehpreis, Deutscher Filmpreis, Goldene Kamera, Goldene Nymphe, Grimme-Preis, Magnolia Award, Mira Award, Rockie Award, GQ Award und Bambi.

Auszug:

WeblinksBearbeiten

  Commons: Quirin Berg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. "Werk ohne Autor" für Oscar nominiert. In: sueddeutsche.de. 22. Januar 2019, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 23. Januar 2019]).
  2. Christian Mayer: Gewagt, gewonnen. In: sueddeutsche.de. 2010, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 23. Januar 2019]).
  3. derStandard.at - Romy-Akademiepreise: ATV und Puls 4 teilen sich die beste Programmidee. Artikel vom 15. April 2016, abgerufen am 15. April 2016.