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Neutal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Neutal
Neutal (Österreich)
Neutal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 11,55 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 16° 27′ OKoordinaten: 47° 32′ 45″ N, 16° 26′ 45″ O
Höhe: 274 m ü. A.
Einwohner: 1.112 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 96 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7343
Vorwahl: 02618
Gemeindekennziffer: 1 08 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 47
7343 Neutal
Website: www.neutal.at/gemeinde
Politik
Bürgermeister: Erich Trummer (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
16
3
16 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Neutal im Bezirk Oberpullendorf
DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenlandLage der Gemeinde Neutal im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Neutal (ungarisch: Sopronújlak (alt: Nyujtál), kroatisch: Najtolj) ist eine Gemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Neuthal (Mitte links unten) um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Die Gemeinde liegt im Stooberbachtal im Mittelburgenland. Neutal ist der einzige Ort in der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Neutal dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung Neutals findet sich im Jahr 1270 als „Villa Geotan“.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert war Neutal ein Zentrum der Kamin- und Kesselmaurer. Aus Neutal und Umgebung bauten die Spezialmaurer vor allem zur Zeit der Industrialisierung in ganz Österreich Kamine und Kessel. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg zogen die Maurer aus dem „Ofenmaurerdorf“ in ganz Europa herum, um die Stahlöfen und Ringöfen mit Feuerfeststeinen auszukleiden.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sopronújlak verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch: Geschichte des Burgenlandes).

1931 wurde, trotz Ablehnung des Neutaler Gemeinderates, der Ort Schwabenhof eingemeindet.

In den letzten Jahrzehnten stellte die lokale Wirtschaft den wichtigsten Entwicklungsfaktor für die Gemeinde dar.

WappenBearbeiten

  Die Burgenländische Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 26. Juni 1985 der Gemeinde Neutal das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen.[1]

Blasonierung: „In silbernem Schild auf einer roten Mauer ein roter Rauchfang wachsend, begleitet von einem Schwarzen Rad (vorne) und einem grünen vierblättrigen Kleeblatt (hinten).
Beschreibung: Die Lage der Ortschaft im fruchtbaren und verkehrsmäßig günstigen Stooberbachtal hat seit je her das Leben in Neutal bestimmt. Die Symbolik des Wappens nimmt darauf Bezug. Das Rad deutet die Landwirtschaft und die Verkehrslage an, während das Kleeblatt auf die Naturlandschaft an. Dominierend sind die Mauer und der Rauchfang in der Mitte des Wappens, die darauf verweisen, dass der Ruf der Neutaler als Rauchfangbauer und Maurer weit über die Landesgrenzen hinaus ging.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

Die Gemeindechronik von Neutal weist folgende Personen als Bürgermeister aus:[6]

von bis Bürgermeister
26. September 1926 14. April 1927 Anton Eigner
15. April 1927 22. Jänner 1929 Karl Dominkovits
23. Jänner 1929 5. Juni1931 Anton Eigner
6. Juni 1931 12. Juli 1935 Josef Rahtmanner
13. Juli 1935 12. April 1938 Franz Godovitsch
13. April 1938 1945 Johann Binder
1945 4. Jänner 1946 Franz Godovitsch
5. Jänner 1946 17. Oktober1947 Josef Rathmanner
18. Oktober 1947 6. Dezember 1958 Karl Dominkovits
7. Dezember 1958 30. März 1984 Franz Resch
31. März 1984 4. Jänner 2002 Josef Thiess (SPÖ)
seit 5. Jänner 2002 Erich Trummer (SPÖ)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Panorama von Neutal von Südwesten

WirtschaftBearbeiten

 
Technologiezentrum Mittelburgenland
 
Neutal wirbt als „Gesundes Dorf“

Die Geschichte des Industriegebietes Neutal begann 1975 mit der Ansiedlung der Firma Pfnier & Co GmbH.

Im Jahr 1976 wurde das Burgenländische Schulungszentrum (BUZ), ein Zentrum zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften für die Wirtschaft, in Neutal sesshaft. 1977 folgte die Betriebsansiedlung einer Niederlassung der Firma Österreichischen Brown, Boveri Werke (BBC). Das Unternehmen wurde 1988 im Zuge der weltweiten Zusammenlegung von BBC und ASEA in die Asea Brown Boveri AG (ABB) umbenannt und 1998 verkauft. Das Werk stellt heute unter dem neuen Namen SAM Metall- und Schaltanlagen her.

Bereits 1979 erfolgte die Inbetriebnahme des Metallbauunternehmens MAT. Am Beginn des Jahres 1999 wurde das Unternehmen neu übernommen und in MA-TEC umgewandelt. Das Unternehmen ist weltweit im Metall-, Stahl- und Fassadenbau tätig.

Die direkte Anbindung der Burgenland Schnellstraße (S31) und die Infrastruktur des neuen Technologieareals schufen ab 1999 die Voraussetzungen für neue Betriebsansiedlungen. Dazu zählte das Dach- und Fassadenbauunternehmen Rathmanner, das Mitte 1999 die Produktion in Neutal aufnahm.

Ein weiterer Schritt der Entwicklung zum Industriestandort war die Entstehung des Technologie- und Entwicklungszentrums für visuelle Informationssysteme – swarco Futurit. Der Weltmarktführer in der Produktion von Signalgebern nahm im Jänner 2001 den Betrieb in Neutal auf.

Nach der Ansiedlung der Firma Divitec Elektro- und Altgeräteverwertung im Jahr 2001 wurde die Liste der ortsansässigen metallverarbeitenden Betriebe mit dem Unternehmen MCI erweitert, das sich mit der Herstellung von Designer-Metalldecken beschäftigt. Ebenfalls seit 2001 ist das Unternehmen Kitzwögerer in Neutal tätig. Der Marmor und Granit verarbeitende Betrieb übernahm die Fertigungshallen der Firma Acrylan, die Fenster und Türen herstellte.

Wirtschaftlich bedeutend für die Gemeinde Neutal war der Bau des Technologiezentrums Mittelburgenland. Das im April 2002 eröffnete Technologiezentrum beherbergt neben zahlreichen Gewerbe- und Industriebetrieben ein Hochleistungsrechenzentrum der Firma Siemens Austria.

Mit der Firma LogicLine hat ein weiterer metallverarbeitender Betrieb 2006 in Neutal seine Produktion von Ladungssicherungssystemen aufgenommen.

Im Fremdenverkehrsbereich spezialisierte sich Neutal als „Gesundes Dorf“ auf sanften Tourismus.

Freizeit und SportBearbeiten

  • Familienwanderwege
  • Baumlehrpfad
  • Jubiläumsradweg
  • Draisinentour
  • Waldbad mit Wasserrutsche und Springturm
  • Kletterhalle
  • Beach Volleyball Platz
  • Street Soccer Platz
  • 3 Tennisplätze (Sand)
  • Fußballplatz
  • JUFA Landerlebnis Resort
  • Abenteuerspielplatz

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • Patrik Fazekas (* 1990), Politiker, in Neutal aufgeachsen und lebt ebenda

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neutal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeinde Neutal: Wappen (abgerufen am 27. Jänner 2017)
  2. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Neutal 2002 (abgerufen am 29. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Neutal 2007 (abgerufen am 29. Dezember 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Neutal 2012 (abgerufen am 29. Dezember 2017)
  5. Land Burgenland: Wahlergebnis Neutal 2017 (abgerufen am 29. Dezember 2017)
  6. Gemeinde Neutal: Bürgermeister Neutal (abgerufen am 27. Jänner 2017)
  7. Museum für Baukultur Neutal
  8. Ofen- und Kaminmaurerei (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/nationalagentur.unesco.at, Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe, Österreichische UNESCO-Kommission