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Neustadt-Neuschönefeld ist ein Ortsteil in Leipzig im Stadtbezirk Ost. Er entstand am 18. März 1992 durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, als die neue kommunale Gliederung der Stadt eingeführt und als Gliederungskriterium die möglichst gleichmäßige Verteilung der Einwohnerzahlen auf die Ortsteile berücksichtigt wurde, umfasst die Stadtteile Neustadt und Neuschönefeld vollständig, den Teil von Reudnitz nördlich der Dresdner Straße sowie einen kleinen Teil der Volkmarsdorfer Flur im Osten und einen schmalen Streifen der alten Leipziger Flur im Westen.

Wappen von Leipzig
Neustadt-Neuschönefeld
Ortsteil von Leipzig
Koordinaten 51° 20′ 45″ N, 12° 24′ 1″ OKoordinaten: 51° 20′ 45″ N, 12° 24′ 1″ O
Höhe 112 m
Fläche 0,85 km²
Einwohner 12.328 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 14.504 Einwohner/km²
Ausländeranteil 24,2 %
Eingemeindung 1890
Postleitzahlen 04315, 04317
Vorwahl 0341
Stadtbezirk Ost
Verkehrsanbindung
Straßenbahn 1, 3, 8
Bus 70, 72/73; Nachtbus: N7
Quelle: Ortsteilkatalog der Stadt Leipzig 2014
Leipzig-Informationssystem LIS

LageBearbeiten

 
Die Heilig-Kreuz-Kirche am Neustädter Markt (2014)

Neustadt-Neuschönefeld ist mit seinem Zentrum etwa zwei Kilometer von der Stadtmitte entfernt. Es grenzt im Westen und Norden an den Ortsteil Zentrum-Ost, im Osten an Volkmarsdorf sowie Anger-Crottendorf und im Süden an Reudnitz.

Die begrenzenden Straßen sind, im Osten beginnend, die Hermann-Liebmann-Straße, die Wurzner und die Dresdner Straße, die Ludwig-Erhard-Straße und die Rosa-Luxemburg-Straße.

Hauptverkehrs- und Geschäftsstraße ist die Eisenbahnstraße. Als ein gewisses Ortsteilzentrum kann der Neustädter Markt mit der Heilig-Kreuz-Kirche gelten, die 1893/1894 nach Plänen des Architekten Paul Lange (1853–1932) erbaut wurde.

OrtscharakteristikBearbeiten

 
Die Hedwigstraße in Neustadt (2014)
 
Im Stadtteilpark Rabet in Neuschönefeld (2016)

Neustadt-Neuschönefeld ist ein reines Wohngebiet. Als Arbeiterwohnviertel errichtet, besteht es nahezu ausschließlich aus zumeist sanierten Altbau-Mietshäusern. An Grünflächen besitzt es den Stadtteilpark Rabet in Neuschönefeld, der mehr als zehn Prozent der Fläche des Ortsteils ausmacht und für den großflächig baufällige Wohnbauten abgerissen wurden, sowie den Elsapark im ehemals Reudnitzer Teil.

Besonderheiten in Neustadt-Neuschönefeld sind der mit 34,4 %[1] für Leipzig sehr hohe Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund und der gegenüber der Gesamtstadt hohe Anteil von 20- bis 30-Jährigen.[2]

Zu Neustadt-Neuschönefeld gehören auch etwa 700 Meter der Eisenbahnstraße, die hinsichtlich der Sicherheit (Stand 2016) als eine der am schlechtesten beleumdeten Straßen Deutschlands gilt.[3]

GeschichteBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Vera Danzer, Andreas Dix: Leipzig – Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Leipzig. Hrsg.: Haik Thomas Porada. 1. Auflage. Böhlau, Köln Weimar Wien 2015, ISBN 978-3-412-22299-4, S. 264–269.
  • Cornelia Briel: Neuschönefeld, Neustadt, Volkmarsdorf – Eine historische und städtebauliche Studie. ProLeipzig, Leipzig 1999.
  • Harald Stein, Jürgen Ullrich: Geschichte: Leipzig-Neustadt – Leipzig-Neuschönefeld. Leipzig 1992.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neustadt-Neuschönefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Anteil der Migranten an der Bevölkerung. In: Leipzig-Informationssystem LIS. Abgerufen am 21. August 2016.
  2. Ortsteilkatalog 2014. S. 74, abgerufen am 21. August 2016.
  3. Die Eisenbahnstraße in Leipzig: Die kriminellsten 1,5 Kilometer Deutschlands. In: Focus online. Abgerufen am 4. August 2016.