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NSU-Prozess

Gerichtsverfahren gegen ehemalige Mitglieder und Unterstützer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund
Der Ort des Prozesses: Das Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Straße 16 in München

Der NSU-Prozess ist das Gerichtsverfahren gegen fünf Personen, die angeklagt sind, an den Taten der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) beteiligt gewesen zu sein, darunter neun Morden an Migranten, einem Polizistenmord, zwei Sprengstoffanschlägen und 15 Raubüberfällen sowie insgesamt 43 Mordversuchen. Die Hauptverhandlung fand ab dem 6. Mai 2013 unter dem Vorsitz von Manfred Götzl vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München mit über hundert Beteiligten statt. Die Beweisaufnahme endete im Juli 2017, die Plädoyers im Juni 2018. Das Gericht verurteilte die Begleiterin der beiden ausführenden Täter, die Rechtsterroristin Beate Zschäpe, am 11. Juli 2018 wegen Mittäterschaft an diesen Taten und Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung NSU sowie schwerer Brandstiftung zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Ralf Wohlleben, Carsten Schultze, Holger Gerlach und André Eminger wurden wegen verschiedener Beihilfehandlungen zu Freiheitsstrafen zwischen zehn und zweieinhalb Jahren verurteilt. Alle Angeklagten legten Revision ein, die Bundesanwaltschaft nur hinsichtlich des Angeklagten Eminger.

ProzessrahmenBearbeiten

Gerichtsort und KostenBearbeiten

 
Sicherheitsvorkehrungen und Medieninteresse am Tag des Prozessbeginns vor dem Eingang für die Nebenkläger

Der Gerichtsstand befand sich in München, da der NSU fünf Morde in Bayern verübt hatte und das Oberlandesgericht München über einen Staatsschutzsenat verfügt, den hier zuständigen 6. Strafsenat.[1] Das Hauptverfahren des Strafverfahrens gegen Zschäpe und die vier Mitangeklagten fand im Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Straße 16, Nähe Stiglmaierplatz, in München-Neuhausen-Nymphenburg statt ( ). Der Gerichtssaal A 101, mit 250 Sitzen der größte der Münchner Justiz, wurde aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen umgebaut. Zusätzliche Räume und Sicherheitskontrollen wurden eingerichtet, die Plätze der Nebenkläger mit Mikrofonen versehen. Eine in deutschen Gerichten unübliche Simultandolmetscheranlage wurde eingebaut; die Aussagen der Nebenkläger wurden für Besucher und Pressevertreter auf Leinwände projiziert.[2] Auf dem Vorplatz wurde für Besucher ein gesicherter Wartebereich eingerichtet.[3] Durchschnittlich kamen an jedem Verhandlungstag 57 Besucher, schätzungsweise 24.500 bis Mai 2018.[4]

Im Mai 2018 wurden die Kosten für das Verfahren auf 28 Millionen Euro geschätzt, davon etwa 23 Millionen an Anwaltsgebühren (Bundesanwälte nicht einberechnet) und 1,25 Millionen für die Herrichtung des Gerichtssaals sowie 2,7 Millionen Verwaltungskosten, etwa für Sanitäter und Sicherheitsdienst.[5] Im Oktober 2018 nannte der Oberlandesgerichts-Präsident Peter Küspert ausschließlich des Ermittlungsverfahrens Kosten von 30 bis 37 Millionen Euro.[6]

AngeklagteBearbeiten

Angeklagt waren Beate Zschäpe und vier Unterstützer.[7] Zschäpe musste sich unter anderem wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonderes schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten.[8]

Den weiteren Angeklagten wurde vorgeworfen:[9]

  • Ralf Wohlleben (früherer NPD-Funktionär): Beihilfe zum neunfachen Mord durch Beschaffung der Tatwaffe,
  • Carsten Schultze: Beihilfe zum neunfachen Mord durch Beschaffung der Tatwaffe,
  • André Eminger (Brigade Ost): Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag, zum Raub und wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in je zwei Fällen,
  • Holger Gerlach: Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen.

Seit ihrer Festnahme befanden sich Zschäpe (8. November 2011) und Wohlleben (29. November 2011) in Untersuchungshaft. Ab dem 13. September 2017 war auch Eminger wegen des hohen Strafmaßes, das die Bundesanwaltschaft für ihn forderte, in Haft. Die beiden Letzteren wurden nach der Urteilsverkündung aus der Haft entlassen. Zu möglichen weiteren NSU-Mitgliedern und Unterstützern laufen zehn gesonderte Ermittlungsverfahren (siehe Überprüfung weiterer Straftaten).

RichterBearbeiten

Das Gericht war mit fünf Berufsrichtern und drei Ergänzungsrichtern besetzt. Vorsitzender Richter war Manfred Götzl. Er hatte zuvor Verfahren wie den Mordfall Rudolph Moshammer und das Verfahren gegen den Kriegsverbrecher Josef Scheungraber geleitet.[10]

Die weiteren Richter waren:[11]

Bundesanwaltschaft und NebenklageBearbeiten

Der anklagende Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof entsandte anfangs vier, später drei Vertreter. Bundesanwalt Herbert Diemer (* 1953) hatte die Ermittlungen von Beginn an geleitet. Für Zschäpe war Oberstaatsanwältin Anette Greger, für die weiteren Angeklagten Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten zuständig. Unterstützt wurden sie von Staatsanwalt Stefan Schmidt.[12]

60 Anwälte vertraten die 95 Nebenkläger. Zu diesen zählten Mehmet Daimagüler, Angelika Lex, und Alexander Seifert. Viele engagierten sich in Zeugenbefragungen und Recherchen, einige vertraten politisch linke oder explizit migrantische Anliegen, andere bemühten sich um eine Beschleunigung des Verfahrens.[13] Im Oktober 2015 wurde bekannt, dass ein vermeintliches Opfer des Kölner Nagelbombenanschlags, das als Nebenklägerin durch Rechtsanwalt Ralph Willms vertreten worden war, nicht existiert; er wurde zur Rückzahlung von über 211.000 Euro an die Justizkasse verurteilt und wurde wegen Betrugs angeklagt.[14] Im Januar 2018 zog sich die Schwester Süleyman Taşköprüs als Nebenklägerin aus dem Verfahren zurück, weil ihre Vertreterin im Plädoyer institutionellen Rassismus der Ermittlungsbehörden bestritten und die Beweislage gegen Ralf Wohlleben als nicht ausreichend bezeichnet hatte.[15]

VerteidigerBearbeiten

Die fünf Angeklagten wurden durch zunächst elf, später vierzehn Verteidiger vertreten. Zschäpe hatte zunächst drei Pflichtverteidiger, die Rechtsanwälte Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Heer verteidigte Zschäpe seit Beginn des Ermittlungsverfahrens, Stahl und Sturm kamen Mitte 2012 zunächst als Wahlverteidiger hinzu und setzten ihre Mitwirkung auch fort, als die Bundesanwaltschaft im November 2012 einen von Heer unter Verweis auf die Komplexität des Verfahrens angeregten Antrag auf zwei weitere Pflichtverteidiger abgelehnt hatte. Stahl und Sturm wurden im Dezember 2012 zu weiteren Pflichtverteidigern bestellt.[16] Nach dem Bruch mit ihren bisherigen Anwälten und 215 Verhandlungstagen wurde Beate Zschäpe im Juli 2015 zusätzlich der in München zugelassene Rechtsanwalt Mathias Grasel beigeordnet, der sie zuvor bereits beraten hatte.[17] Im Dezember 2015 kam Grasels Kanzleikollege Hermann Borchert als fünfter (Wahl-)Verteidiger hinzu. Die „fragile Konstruktion“ zwei nebeneinander arbeitender Verteidigerteams ließ das Verfahren immer wieder stocken (siehe Verteidigerkrise).[18]

Wohlleben wurde von Wolfram Nahrath, Olaf Klemke und Nicole Schneiders vertreten, die als Anwälte der rechten Szene bekannt sind und das im Verfahren unterstrichen, etwa mit Beweisanträgen zum angeblichen Mord an Rudolf Heß oder zur demographischen Feststellung des angeblich drohenden „Volkstods“ der Deutschen durch Überfremdung. Insbesondere Klemke profilierte sich im Lauf des Verfahrens. Die weniger prominenten Verteidiger der Angeklagten Eminger, Gerlach und Schultze nahmen zurückhaltender Einfluss.[19] Im März 2018 scheiterte Eminger mit dem Versuch, sich den rechten Szene-Anwalt Björn Clemens als dritten Pflichtverteidiger zuordnen zu lassen, im April präsentierte er mit Daniel Sprafke kurzzeitig einen weiteren Verteidiger.[20]

JournalistenakkreditierungBearbeiten

Bei der Akkreditierung von Journalisten war der Vorsitzende Richter Götzl zunächst nach dem Windhundprinzip vorgegangen, woraufhin die 50 Presseplätze bald vergeben und keine ausländischen, insbesondere türkischen Medienvertreter für den Prozess zugelassen waren. Das Bundesverfassungsgericht entschied wegen der besonderen Bedeutung des Prozesse, dass die Plätze im Losverfahren neu zu vergeben seien. Deshalb wurde der Prozessbeginn im April um drei Wochen auf den 6. Mai 2013 verschoben.[21] Insgesamt waren 927 Journalisten akkreditiert.[22]

Linke Kundgebung und Neonazi-AktionenBearbeiten

 
Vor dem Prozess fand im April 2013 in München eine Demonstration gegen Rechtsextremismus und als Zeichen der Solidarität mit den Hinterbliebenen statt (hier auf dem Stachus).

Am 13. April 2013 – vier Tage vor dem ursprünglich geplanten Prozessbeginn – demonstrierten, organisiert von zweihundert linken Gruppen, sieben- bis zehntausend Menschen in München „gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus“. Neben einem Überlebenden des Brandanschlags von Mölln sprachen die Witwe des NSU-Mordopfers Theodoros Boulgarides und ihre Nebenklagevertreterin im NSU-Prozess, Angelika Lex. Sie stellten heraus, dass Aufklärung das wichtigste Anliegen der Angehörigen ist. Es handelte sich um die größte antirassistische Demonstration in München innerhalb von zwanzig Jahren.[23]

Am Abend wurde das Gebäude des Bayerischen Flüchtlingsrats mutmaßlich von Neonazis beschädigt.[24] Am 16. April verteilten Neonazis Flugblätter vor dem Justizgebäude, in denen sie Wohllebens Freilassung („Freiheit für Wolle“) forderten und den Prozess als „Schauprozess“ bezeichneten. Für den Inhalt der Flugblätter, in denen Journalisten verunglimpft und die Richter in der Sprache des Nationalsozialismus als „Systemrichter“ bezeichnet wurden, zeichnete das Freie Netz Süd verantwortlich.[25] Nach Prozessbeginn kam es in München zu einer vermutlich rechtsextremen Serie von Sachbeschädigungen, unter anderem auf Lex’ Kanzlei und Einrichtungen der Migrantenhilfe.[26]

ProzessverlaufBearbeiten

ÜberblicksdatenBearbeiten

Die Hauptverhandlung begann am 6. Mai 2013 und war mit einem umfangreichen Akteursgeflecht und Ereignissen befasst, die sich über vierzehn Jahre hingezogen hatten. Die Anklageschrift umfasst 488 Seiten, die Ermittlungsergebnisse der Bundesanwaltschaft 650 Aktenordner.[27] Bis Juli 2014 enthielten die Verfahrensakten über 486.000 Seiten, die ein- bis zweimal monatlich durch teils mehrhundertseitige Ergänzungslieferungen erweitert wurden.[28] Zum Prozessende umfassten die Akten 1200 Ordner.[29]

Die Beweisaufnahme war angesichts der Komplexität der Materie nicht immer linear. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger machte folgende Schwerpunkte aus: Im ersten Jahr sei es vor allem um die zehn Morde und zwei angeklagten Sprengstoffanschläge des NSU gegangen, die durch die Anwesenheit und Aussagen der Angehörigen und Opfer geprägt waren. Im zweiten Jahr seien vor allem die möglichen Behördenverwicklungen in den NSU-Komplex, insbesondere des Verfassungsschutzes und der Polizei, in den Blick gekommen. Im dritten Jahr wurde die Beweisaufnahme zu den angeklagten 15 Raubüberfällen abgeschlossen.[30] Ab 2015 verlief der Prozess zunehmend schleppend. Die Beschäftigung mit Zschäpes Verteidigerwechsel, Aussage und anschließender monatelanger schriftlicher Befragung sowie die über ein halbes Jahr dauernde Beschäftigung mit ihrem psychologischen Gutachten sowie zwei Gegengutachten verzögerten das Verfahren.[31] Die anschließende Zeit war von weiteren Beweisanträgen der Verteidiger und Nebenklagevertreter geprägt, während der Senat sein Prozessprogramm abgeschlossen hatte. Nach Einschätzung Ramelsbergers gestatteten die Richter dies, um keinen Revisionsgrund zu liefern.[32]

Insgesamt wurden 541 Zeugen und 46 Sachverständige gehört und 264 Beweisanträge gestellt, davon 154 von Nebenklagevertretern, die teilweise wesentliche Erkenntnisse erbrachten, etwa zur Anwesenheit Zschäpes bei einer Synagogenobservation im Jahr 2000 oder zu ihrer Hilfe bei der Erstellung des dritten Bekennervideos. Viele Anträge wurden abgelehnt, darunter zu den Aktenvernichtungen mit NSU-Bezug. Insgesamt erfolgten 776 Ladungen, bei manchen Personen mehrfach. Von den Ladungen gehen 333 auf die Anklageschrift zurück – im Prozess beantragte die Bundesanwaltschaft keine weiteren Vernehmungen; vom Senat gingen 190 Ladungen aus, von Nebenklägern 33, von den Verteidigern Wohllebens 37, Zschäpes 3 und Emingers 1. Die Verteidiger der anderen Angeklagten stellten keine Anträge. 13 Verfassungsschutz-Mitarbeiter, vor allem aus Thüringen und Hessen, wurden gehört, ebenso 8 V-Personen – auf die Initiative der Bundesanwaltschaft ging die Befragung nur eines V-Manns zurück (Tino Brandt). Abgelehnt wurden Anträge, zwei weitere V-Männer mit engem NSU-Bezug zu laden, nämlich Michael See (Deckname „Tarif“) und Ralf Marschner (Deckname „Primus“). Zu der Jenaer Vorgeschichte des NSU-Trios wurden 43 Personen gehört, zur Chemnitzer Anfangszeit des Abtauchens 23 Personen, zur langen Zwickauer Zeit im Untergrund aber kaum, was NSU-Watch als Ermittlungsfehler bezeichnet; insgesamt 20 Nachbarn des NSU-Trios wurden vernommen, davon 19 aus Zwickau. Bei 310 geladenen Personen ging es direkt um die NSU-Verbrechen, davon 53 zum Nagelbombenanschlag in Köln und jeweils 26 zu den beiden komplexesten und mysteriösesten Morden an Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter, während insbesondere andere Morde der Ceska-Serie – auch mangels Tatzeugen – knapp behandelt wurden. Von den 43 Befangenheitsanträgen gegen das Gericht stellten die Verteidiger Zschäpes 9, diejenigen Emingers 10 und Wohllebens 24; den einzigen erfolgreichen stellten zusätzlich Nebenklagevertreter gegen Zschäpes Gutachter Joachim Bauer. Laut NSU-Watch fielen etwa vierzig Verhandlungstage allein wegen Befangenheitsanträgen aus.[33]

Aussageverweigerungen, Geständnisse und BeweisführungBearbeiten

Zschäpe, Wohlleben und Eminger machten vor der Hauptverhandlung von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.[34] Als einziger Angeklagter war Carsten Schultze zu einer umfassenden Aussage bereit. Er gestand am 4. Juni 2013, gemeinsam mit Wohlleben an der Beschaffung einer Schusswaffe des Typs Česká zbrojovka mit Schalldämpfer für Mundlos und Böhnhardt beteiligt gewesen zu sein, wodurch er Wohlleben schwer belastete. Die neun Morde der Ceska-Serie des NSU waren mit einer Waffe dieses Typs begangen worden.[35] Durch die Aussage konnte ein 1999 in Nürnberg verübter Sprengstoffanschlag mutmaßlich Mundlos und Böhnhardt zugeordnet werden, der aus „verfahrensökonomischen Gründen“ nicht im Prozess verhandelt wurde.[36] Der Mitangeklagte Holger Gerlach gestand am 6. Juni 2013, Pässe und einen Führerschein für Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos organisiert zu haben. Gerlach gab zu, an seinem Wohnort im niedersächsischen Lauenau 10.000 Euro für das Trio deponiert zu haben. Dafür entschuldigte er sich in einer verlesenen Erklärung. In früheren Vernehmungen hatte er angegeben, Zschäpe als gleichrangigen Teil des Trios wahrgenommen zu haben; sie sei „durchsetzungsstark“ und „kein Typ, der sich unterordnen würde“. Nachfragen ließ er im gesamten Prozessverlauf nicht zu.[37]

Für die weitere Beweisführung war die Anklage weitgehend auf Indizien angewiesen; die Ermittler hatten in wenigen Monaten über 7000 Beweisstücke und über 1000 Zeugenaussagen ausgewertet, was der frühere Generalbundesanwalt Harald Range als „Herkulesarbeit“ bezeichnete und laut Tanjev Schultz fehleranfällig war. Die meisten vor Gericht geladenen Zeugen aus der rechten Szene gaben an, sich an nichts erinnern zu können. Teilweise offenbarten sie, dass sie das Gericht nicht ernst nahmen oder verachteten, keiner von ihnen wurde aber durch Ordnungsmittel sanktioniert. Die Sachbeweise wie Bekennervideos und Waffen waren oft ergiebiger.[38] Im nach dem 4. November 2011 von Zschäpe versandten Paulchen-Panther-Video bekannte sich der NSU zwar zu den Mord- und Sprengstofftaten, gab dort allerdings keinen Hinweis auf die Identität der ausführenden Personen. Die Täter hatten an keinem Tatort Fingerabdrücke oder DNA-Spuren hinterlassen und wurden bei den ideologisch motivierten Taten nie beobachtet. Die Zuordnung zu Mundlos und Böhnhardt geschah durch Zeugenaussagen und Asservate. So beobachteten Zeugen im unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang verschiedener NSU-Taten zwei hellhäutige und blonde Männer mit Fahrrädern. Für einige Raubüberfälle und für den Keupstraßen-Anschlag zeigen Bilder von Überwachungskameras die Täter (ohne das Gesicht erkennen zu lassen). Im ausgebrannten Wohnmobil und im Schutt der ausgebrannten Zwickauer Wohnung des NSU fanden die Ermittler belastende Gegenstände, darunter die Tatwaffen, teilweise mit DNA-Anhaftungen von Mundlos und Böhnhardt und mit Hülsen und Projektilen, die den Umgang mit diesen Waffen belegen. Zu den Taten befanden sich in der Wohnung Medienberichte (Zeitungsausschnitte, Fernsehmitschnitte) und Ausspähunterlagen (etwa Stadtpläne mit Markierungen und Lageskizzen) sowie eine Hose mit DNA-Spuren Mundlos’ und Blutspritzern Michèle Kiesewetters. Auf Aliasnamen des Trios und seiner Unterstützer wurden Fahrzeuge für die Tatzeiträume angemietet und Mitglieder des Trios von den Vermietern identifiziert.

Da Zschäpe – außer der Brandstiftung am 4. November 2011 in Zwickau – keine eigenhändige Tatbegehung und keine Anwesenheit an den Tatorten nachgewiesen werden konnten, war die rechtliche Bewertung ihrer Rolle umstritten.[39] Die Bundesanwaltschaft stützte ihre Annahme der Mittäterschaft an den NSU-Verbrechen auf Zschäpes Zentralfunktion als „Tarnkappe“ im Hintergrund, insbesondere das Geben von Alibis und das Aufrechterhalten der bürgerlichen Fassade durch alltäglichen Kontakt mit Nachbarn und Außenstehenden sowie die Führung der Finanzen. Daher sei Zschäpe als gleichberechtigtes Mitglied der Terrorgruppe zu werten. Ähnlich war in den Prozessen gegen die RAF argumentiert worden, wenn eine Anwesenheit am Tatort nicht nachweisbar war, auch wenn der Bundesgerichtshof die Legendierung bisher nicht als Fallgruppe der Mittäterschaft anerkannt hat. Der Strafrechtler Claus Roxin äußerte Zweifel an Zschäpes Mittäterschaft; als Kategorie für ihr Verhalten bliebe unterstützende Beihilfe mit zwingender Strafmilderung.[40] Zusätzlich konnte Zschäpes Beteiligung am Führen des Medienarchivs durch Fingerabdrücke, Aufzeichnungen von Fernsehsendungen zu NSU-Taten und Bearbeitungen des Bekennervideos wahrscheinlich gemacht werden – und ihre Teilnahme an der Ausspähung der Berliner Synagoge Rykestraße im Mai 2000, mutmaßlich als potenzielles Anschlagsziel.[41]

VerteidigerkriseBearbeiten

Am 16. Juli 2014 entzog Zschäpe ihren Verteidigern das Vertrauen. Das Gericht unterbrach den Prozess. Zwei Tage später reichte sie eine schriftliche Stellungnahme nach. Darin waren keine detaillierten Vorwürfe enthalten, die auf ein nachhaltig zerrüttetes Vertrauensverhältnis schließen ließen, weshalb der Prozess fortgesetzt wurde und Zschäpes „Mauer des Schweigens“ zunächst unverändert bestehen blieb. Die Auseinandersetzungen Zschäpes mit ihren Anwälten prägten das gesamte weitere Verfahren.[42]

Am 209. Verhandlungstag im Juni 2015 stellte Zschäpe einen Entpflichtungsantrag gegen die Verteidigerin Sturm. Zschäpe war der Ansicht, dass diese vertrauliche Informationen öffentlich gemacht habe, nicht ausreichend vorbereitet sei, sie „massiv psychisch unter Druck“ gesetzt und wichtige Informationen an die anderen Verteidiger nicht weitergeleitet habe.[43] Sturm wies die Vorwürfe ebenso zurück wie Heer und Stahl.[44] Zschäpe nahm in einem vierseitigen Brief dazu Stellung und erklärte in einem Post Scriptum ihre Bereitschaft, etwas auszusagen, ihre Anwälte hätten aber angekündigt, sie dann nicht weiter zu verteidigen. Die Anwälte widersprachen der Darstellung Zschäpes.[45] Das Oberlandesgericht wies Zschäpes Antrag auf Entpflichtung ab, da eine Störung des Vertrauensverhältnisses nicht hinreichend nachgewiesen sei.[46] Anfang Juli 2015 ordnete das Gericht Zschäpe aber Mathias Grasel als vierten Pflichtverteidiger bei,[47] den der erfahrene Strafverteidiger Hermann Borchert unterstützte, ab Dezember 2015 als weiterer Wahlverteidiger. Eine Bestellung zum fünften – aus öffentlichen Mitteln bezahlten – Pflichtverteidiger lehnte der Senat im Februar 2016 ab.[48]

Am 20. Juli 2015 beantragten die Verteidiger Heer, Sturm und Stahl ihrerseits die Entpflichtung, weil ihnen „eine ordnungsgemäße Verteidigung“ nicht mehr möglich schien. Bundesanwaltschaft und Nebenklägeranwälte wandten sich gegen die Entpflichtung.[49] Das Oberlandesgericht lehnte den Antrag ab.[50] Am 21. Juli beantragte Zschäpe die Abberufung Heers.[51] Die Staatsanwaltschaft am Landgericht München I teilte am 24. Juli 2015 mit, dass Zschäpe ihre drei Altverteidiger wegen Verletzung von Privatgeheimnissen angezeigt habe.[52] Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein, da sie keinen Straftatbestand als erfüllt ansah.[53]

Im Oktober 2015 beantragte Wolfram Nahrath, einer der Verteidiger Wohllebens, die Aussetzung des Verfahrens und die Aufhebung der Untersuchungshaft für seinen Mandanten, da die ordnungsgemäße Verteidigung Zschäpes nicht mehr gewährleistet sei. Zschäpe schloss sich dem Antrag an.[54] Das Oberlandesgericht lehnte den Antrag ab. Heer, Stahl und Sturm seien eingearbeitet, hätten regelmäßig und aktiv an der Verhandlung teilgenommen, auch nach dem Streit im Sommer 2015. Die mangelnde Kommunikation sei unerheblich.[55]

Einlassungen Zschäpes und WohllebensBearbeiten

Zschäpe hielt ihr Schweigen zunächst durch und wirkte während der Beweisaufnahme, auch als die Mord- und Sprengstoffanschläge behandelt und die Opferangehörigen mit teilweise emotionalen Appellen gehört wurden, oft unbeteiligt und „unterkühlt bis gefühllos“, so Spiegel Online.[56] Das Schweigen fiel ihr laut einem Gutachten Norbert Nedopils vom April 2015 zunehmend schwerer.[57] Erst am 211. Verhandlungstag im Juni 2015 antwortete sie knapp auf die Frage des Vorsitzenden, ob sie bei der Sache sei.[58]

Am 9. Dezember 2015 äußerte sich Zschäpe durch eine 53 Seiten umfassende, von ihrem Verteidiger Mathias Grasel verlesene Erklärung erstmals im NSU-Prozess. Sie bestritt, an den Morden und Anschlägen beteiligt und NSU-Mitglied gewesen zu sein, der nur eine Idee Mundlos’ gewesen sei. Sie gestand, die Wohnung in Zwickau in Brand gesteckt zu haben, und entschuldigte sich bei den Opfern und Angehörigen.[59] Ihre Aussagen, insbesondere ihre Stilisierung als schwach und abhängig, werden allgemein als wenig glaubwürdig eingeschätzt.[60] Die Bundesanwaltschaft bezeichnete Zschäpes Aussage im Schlussvortrag als „Strategie eines adaptierten Teilschweigens“; die „offensichtlichen Divergenzen zu belastenden Beweismitteln“ indizieren demnach Zschäpes Schuld.[61]

Am 16. Dezember 2015 ließ sich Ralf Wohlleben zur Sache ein. Er selbst verlas eine knapp zweistündige Erklärung, in der er abstritt, die bei den Mordtaten benutzte Pistole beschafft zu haben. Stattdessen beschuldigte er den Mitangeklagten Carsten Schultze, dessen Aussage zu Prozessbeginn Wohlleben belastet hatte.[62] Die anschließende Befragung Wohllebens zog sich bis in den Januar 2016. Auch Wohllebens Aussagen wurden weithin als unglaubwürdig bezeichnet. Zschäpe und Wohlleben beschuldigten einander jeweils nicht und stellten sich als Opfer im laufenden Prozess dar. Wohllebens Aussage, so Annette Ramelsberger, habe eine klare Taktik, sein Auftritt sei geschickt inszeniert. Mehrere – offenbar vorab informierte – Neonazis waren anwesend, unter ihnen der Rechtsterrorist Karl-Heinz Statzberger.[63]

Im Lauf des Jahres 2016 legte das Gericht Zschäpe weitere Fragen vor, die sie schriftlich beantwortete und von ihren Anwälten vorlesen ließ. Am 29. September 2016 verlas sie erstmals selbst eine kurze Erklärung im Gerichtssaal, in der sie ihre Entschuldigung bekräftigte und angab, sich von „nationalistischem Gedankengut“ distanziert zu haben.[64] Die Beobachter waren sich einig, dass Zschäpe formelhaft-abstrakt geblieben sei und „nichts erklärt“ habe.[65]

Psychiatrisches Gutachten zu ZschäpeBearbeiten

Der vom Gericht bestellte Henning Saß, der über weite Strecken des Prozesses anwesend war, erstattete sein psychiatrisches Gutachten Zschäpes am 17. und 18. Januar 2017.[66] Darin bezeichnete er Zschäpe als „voll schuldfähig“; es gebe keine Hinweise auf eine relevante psychische Störung oder auf suchtartigen Alkoholkonsum. Eine „schwache Persönlichkeit“ der Angeklagten, die Zschäpe in ihren bisherigen Einlassungen zu schildern versucht hatte, erkenne Saß nicht. Eher zeichne sie sich durch eine Bereitschaft „zur kämpferischen Selbstbehauptung, zu einer nahezu feindselig durchgehaltenen Beharrlichkeit und zum erfolgreichen Durchstehen massiver zwischenmenschlicher Konfliktlagen“ aus. Zschäpe gebe sich Männern überlegen – was auch durch verschiedene Zeugenaussagen bestätigt worden sei – und habe eine „Tendenz zu Dominanz, Härte, Durchsetzungsfähigkeit“. Saß empfahl dem Gericht wegen weiter bestehender Gefährlichkeit eine an die Haftstrafe anschließende Sicherungsverwahrung.[67]

Die Verteidiger Zschäpes versuchten, die Schlussfolgerungen des Gutachtens zu erschüttern, unter anderem durch eine Erklärung Zschäpes zu ihrer emotionalen Betroffenheit, die sie nur wegen ihrer früheren Schweigestrategie nicht habe zeigen können.[68] Im März und April 2017 ließen die Altverteidiger eine Methodenkritik an Saß’ Gutachten von Pedro Faustmann vortragen. Die Neuverteidiger brachten ein Gegengutachten Joachim Bauers in den Prozess ein, der mit Zschäpe gesprochen hatte – während sie Saß das Gespräch verweigert hatte, ein Hauptkritikpunkt an seinem Befund – und ihr wegen bisher unbekannter Details aus Kindheit und gewalttätiger Beziehung zu Uwe Böhnhardt eine schwere dependente Persönlichkeitsstörung attestierte. Bauer schloss daraus eine verminderte Schuldfähigkeit Zschäpes gemäß § 21 StGB, die zu einer Strafminderung führen kann.[69] Bauers Gutachten wurde weithin als forensisch unzureichend angesehen, zumal er Verwunderung auslöste, als er nach Erstattung der Welt das Gutachten zur Veröffentlichung anbot und eine „Hexenverbrennung“ Zschäpes beklagte. Auf Antrag mehrerer Nebenklagevertreter und der Bundesanwaltschaft lehnte das Gericht Bauer im Juli 2017 wegen Besorgnis der Befangenheit ab.[70]

Am 18. Juli 2017 ging die Beweisaufnahme nach 373 Verhandlungstagen zu Ende.[71]

PlädoyersBearbeiten

Die Bundesanwaltschaft begann am 25. Juli 2017 mit ihrem etwa 22-stündigen Plädoyer. Sie erklärte, die Anklage gegen Zschäpe habe sich im Wesentlichen bestätigt; als Gründungsmitglied der terroristischen Vereinigung NSU habe sie sich in Mittäterschaft an deren Taten beteiligt.[72] Als Strafmaß forderte die Bundesanwaltschaft für Zschäpe lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sowie anschließende Sicherungsverwahrung; für Wohlleben beantragte sie zwölf, für Gerlach fünf und für Carsten Schultze drei Jahre Haft.[73] Für Eminger, der bisher auf freiem Fuß war, forderte sie das hohe Strafmaß von zwölf Jahren, woraufhin das Gericht wegen Fluchtgefahr Untersuchungshaft anordnete.[74]

Die Schlussvorträge der Nebenklagevertreter begannen am 15. November 2017 und endeten am 8. Februar 2018.[75] 50 der 60 Nebenklagevertreter planten ihre Plädoyers gemeinsam, die auf mindestens 55 Stunden ausgelegt waren, davon am längsten Mehmet Daimagüler mit fünf Stunden. Mehrere stimmten ihre Vorträge ab, einige Opferangehörige sprachen selbst.[76] Exemplarisch formulierte die Witwe des Dortmunder Kioskbetreibers Mehmet Kubaşık, Elif, in diesem Prozess seien „meine Fragen nicht beantwortet worden“, unter anderem nach möglichen Helfern, der Opferauswahl und der Kenntnis von Behörden. Sie schloss mit dem Satz: „Wir sind ein Teil dieses Landes, und wir werden hier weiterleben“. Die Schlussvorträge machten laut Lotta „die historische Rolle und gesellschaftliche Relevanz“ des Gerichtsverfahrens deutlich, indem sie die Einbettung des NSU in das personelle und ideologische Netzwerk der rechtsextremen Szene beleuchteten und insbesondere die Beschränkung der Bundesanwaltschaft auf das Trio kritisierten. Viele forderten, dass dieser Prozess kein Schlussstrich sein dürfe.[77]

Am 25. April 2018 begannen die Plädoyers der Verteidiger mit den Neuanwälten Zschäpes, Borchert und Grasel. Sie hielten Zschäpe nicht für schuldig, Mittäterin der Morde und Anschläge zu sein, sondern nur an den Raubüberfällen beteiligt und für die Explosion der letzten NSU-Wohnung verantwortlich zu sein, und forderten eine Haftstrafe von höchstens zehn Jahren. Die Verteidiger Schultzes plädierten auf Freispruch, da ihr Mandant keine Vorstellung davon gehabt habe, dass die beschaffte Schusswaffe zur Tötung von Menschen verwendet würde.[78] Die Anwälte Emingers forderten Freispruch, diejenigen Gerlachs eine niedrige Haftstrafe; beide gingen davon aus, dass der NSU nur bis 2007 bestanden habe.[79] Die Anwälte Wohllebens forderten für ihren Mandanten ebenfalls Freispruch und nutzten ihre Schlussvorträge, um nationalsozialistische Propaganda zu verbreiten.[80] Die Plädoyers endeten am 22. Juni 2018 mit denjenigen der Altverteidiger Zschäpes, die diese nur einer einfachen Brandstiftung für schuldig erklärten und die sofortige Entlassung aus der Untersuchungshaft forderten.[81]

Die letzten Worte der Angeklagten am 3. Juli 2018 enthielten laut dem Nebenklagevertreter Peer Stolle „nichts Neues“.[82]

UrteilBearbeiten

Am 11. Juli 2018 verkündete der Senat das Urteil.[83] Beate Zschäpe wurde als Mittäterin der Morde und Sprengstoffanschläge, wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und wegen schwerer Brandstiftung zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte die besondere Schwere ihrer Schuld fest. Die Annahme der Mittäterschaft stützte es auf Zschäpes großes Eigeninteresse an den NSU-Taten wegen ihrer „ausländer- und staatsfeindlichen“ Ideologie und auf das gemeinsam mit Böhnhardt und Mundlos entwickelte Konzept der Tatbegehung: Bei den ideologisch fundierten Taten sei, um eine größtmögliche öffentliche Wirkung zu erzielen, zunächst auf ein Bekenntnis verzichtet worden, um später durch Selbstbezichtigung zu einem selbstgewählten oder aufgezwungenen Zeitpunkt „das finale Ziel der Anschlagsserie“ zu erreichen, nämlich deren ideologische Ausrichtung zu offenbaren und zugleich durch Wohnungszerstörung weitere Beweismittel zu vernichten. Zschäpe sei während der Taten verabredungsgemäß stets bei der Wohnung geblieben, um im Fall eines Auffliegens diese zur Erreichung des Verbrechensziels notwendigen Schritte einleiten zu können – und habe diese ab dem 4. November 2011 umgesetzt. Daher sei ihr Tatbeitrag „unverzichtbar“ und „nicht untergeordneter Natur“ – laut Tanjev Schultz eine „komplizierte Konstruktion“, die Juristen in Praxis und Forschung noch lange beschäftigen könne.[84]

Die vier als NSU-Helfer Mitangeklagten wurden jeweils zu Freiheitsstrafen verurteilt, Wohlleben zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Er sei der Beihilfe zum Mord in neun Fällen schuldig, indem er gemeinsam mit Carsten Schultze die Tatwaffe der Mordserie an Migranten beschaffte. Schultze wurde zu drei Jahren Jugendstrafe wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen verurteilt. Schultze hatte die Übergabe der Ceska-Pistole an Mundlos und Böhnhardt und Wohllebens Tatbeteiligung gestanden. Das Strafmaß entsprach der Forderung der Bundesanwaltschaft, die seine Aufklärungshilfe und das Schuldeingeständnis positiv wertete. Schultze war der einzige Angeklagte, dessen Reue bei den Familien der Mordopfer glaubwürdig klang. Er hatte im Prozess sein „tiefes Mitgefühl“ für das nicht zu ermessende Leid und das Unrecht ausgesprochen, das der NSU den Opfern und ihren Familien angetan habe; „mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie ich dafür empfinde“.[85] Gerlach wurde wegen Unterstützung der terroristischen Vereinigung NSU schuldig gesprochen und zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte zugegeben, dem NSU-Trio einmal eine Waffe übergeben und den Untergetauchten mit falschen Papieren geholfen zu haben. Eminger wurde ebenfalls wegen Unterstützung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, aber nicht der Beihilfe zum versuchten Mord und zu den Raubüberfällen schuldig gesprochen, wie es die Bundesanwaltschaft – mit einem Strafmaß von 12 Jahren Freiheitsstrafe – gefordert hatte. Er wurde am selben Tag aus der Untersuchungshaft entlassen, die das Gericht als nicht mehr verhältnismäßig bezeichnete, was Jubel unter im Publikum anwesenden Neonazis hervorrief. Sein Verteidiger hatte ihn als „Nationalsozialist mit Haut und Haaren“ bezeichnet.[86]

 
Der Sohn Enver Şimşeks, Abdulkerim, mit seiner Anwältin Seda Başay-Yıldız nach der Urteilsverkündung bei einer Kein Schlussstrich-Veranstaltung in München

Viele Angehörige und Opfer der NSU-Taten zeigten sich enttäuscht, insbesondere über die unerwartet milden Haftstrafen für Wohlleben und Eminger. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger kommentierte, das Urteil hinterlasse den Eindruck, dass Reue sich nicht lohne, aber Schweigen; die Neonazi-Szene feiere das Urteil zu Eminger als ihren Sieg.[87] Dagegen sprach Tanjev Schultz trotz Kritik an Götzls technokratischem Urteil von einer „gewaltige[n] Leistung“; die Opfer seien rehabilitiert und zumindest einige Schuldige festgestellt worden.[88] Das Urteil wurde von Demonstrationen in deutschen und österreichischen Städten begleitet. Etwa 10.000 Menschen forderten unter dem Motto Kein Schlussstrich weiterreichende Aufklärung.[89] Die türkische Regierung übte Kritik am „nicht zufriedenstellenden“ Urteil, da die Behördenverbindungen nicht ausreichend ermittelt worden seien; in der türkischen Presse war das Verfahrensende kein wichtiges Thema.[90] Einige Angehörigenfamilien kündigten an, bereits eingereichte Staatshaftungsklagen weiter zu verfolgen (siehe weitere Gerichtsverfahren).[91]

Die Verteidiger aller fünf Angeklagten legten Revision gegen das Urteil ein, die Bundesanwaltschaft nur hinsichtlich Eminger. Als einzige revisionsbefugte Nebenkläger verzichtete die Opferfamilie des Anschlags von 2001 auf eine Revision bezüglich Eminger.[92] Am 17. Juli 2018 entschied das Gericht, Wohlleben aus der Untersuchungshaft zu entlassen, da bei der Höhe der Reststrafe keine Fluchtgefahr mehr bestehe.[93] Für die schriftliche Urteilsbegründung hat das Gericht – entsprechend der Verfahrenslänge von 438 Verhandlungstagen, § 275 StPO – eine Frist von 93 Wochen ab Urteilsverkündung.

Das Urteil gegen Schultze erlangte am 17. Januar 2019 als erstes des NSU-Prozesses Rechtskraft, da er seinen Revisionsantrag zurückgezogen hatte. Er trat in der Folge die Haft an.[94]

RezeptionBearbeiten

Der NSU-Prozess ist als wichtigster Strafprozess seit der Wiedervereinigung bezeichnet worden und der größte und kostspieligste, der in Deutschland gegen Neonazis geführt worden ist.[95] Die Gerichtsreporter der Süddeutschen Zeitung sahen das Verfahren in einer Reihe mit den Nürnberger Prozessen, den Auschwitzprozessen und dem RAF-Prozess.[96] Annette Ramelsberger charakterisierte den Prozess als „Tiefenbohrung in die deutsche Gesellschaft“ und „Blick in den Abgrund“; er zeige „ein Panoptikum der deutschen Nachwendezeit mit allen Verwerfungen und allen Fehlern“.[97]

In der juristischen Literatur wurde der Prozess kaum rezipiert; es überwogen kritische Stimmen, die vor einer Emotionalisierung und Politisierung des Strafverfahrens warnten und die Neutralität des Rechts sowie die Rechte der Angeklagten in Gefahr sahen, während Vertreter einer kritischen Rechtslehre das Verfahren im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen sehen und als Ausgangspunkt für die Forderung, institutionellen Rassismus zum Gegenstand der Rechtswissenschaft zu machen. Die politische Dimension des Falls, der zeitgleich in NSU-Untersuchungsausschüssen behandelt wurde, lasse sich nicht abspalten, zumal die staatlichen Akteure im Verfahren durchaus politische Entscheidungen zu Aussagegenehmigungen oder Akteneinsicht getroffen hätten. Um eine Auseinandersetzung mit dem Rechtsterrorismus zu ermöglichen, sei dieses Strafverfahren sogar besonders geeignet, weil es die Öffentlichkeit besser erreiche als die schwer verständlichen parlamentarischen Untersuchungen.[98]

Die Verhandlungsführung des Vorsitzenden Richters Götzl, der als akribisch und impulsiv charakterisiert wurde, sorgte zu Beginn für Kritik, da ihm bei der Vergabe von Medienplätzen und der Befragung von Opferangehörigen mangelnde Sensibilität vorgeworfen wurde. Im Lauf des Prozesses nahm der Respekt für seine Gründlichkeit unter anderem bei Zeugenvernehmungen und für seine Autorität im Gerichtssaal zu. Zudem öffnete er das Verfahren gemäß den Forderungen der Nebenklage für die Ausleuchtung von Behördenverhalten und Neonazi-Netzwerken.[99] Die Ermittlungen und Verhandlungsführung der Bundesanwaltschaft wurden kritisiert, da sie sich früh auf die Drei-Täter-Theorie festgelegt und lokale Netzwerke mit Rechtsextremen sowie Verwicklungen mit Behörden und ihren V-Personen weitgehend ausgeblendet habe. Weitergehende Ermittlungen und Akteneinsicht habe sie verweigert. Dagegen wendet die Bundesanwaltschaft ein, sie habe sich auf ihren Auftrag beschränkt, solche Taten zur Anklage zu bringen, die strafrechtlich relevant seien.[100] Der Nebenklagevertreter Alexander Kienzle kritisierte, mit ihrer Beschränkung schaffe die Bundesanwaltschaft eine forensische Wahrheit mit Auswirkungen auf Folgeprozesse.[101] Im Rahmen der Schlussvorträge debattierten Gerichtsreporter den Sinn der Nebenklage. Während Gisela Friedrichsen diese als „fünftes Rad am Wagen“ angriff, das die „Balance zwischen Verteidigung und Anklage“ störe und keinen Einfluss auf das Urteil habe, verteidigte Frank Jansen sie gegen den Vorwurf der Verzögerung: Sie hätten viel beigetragen; „Liberalität und langer Atem“ seien erhaltenswerte Elemente des Rechtsstaats. Vermittelnd sprach Annette Ramelsberger davon, die Nebenklagevertreter würden als „Sand im Getriebe“ wahrgenommen und brächten eine weitere, teils aggressive Front in das Verfahren ein, aber auch wichtigste Beweismittel. Die Nebenklage im NSU-Prozess sei auch nicht überdimensioniert.[102]

Die Berichterstattung der Medien war durch die lange Dauer und Komplexität des Verfahrens beeinträchtigt. Zu Beginn des Prozesses dominierten laut Nanett Bier oberflächliche bis diskriminierende Begriffe wie „NSU-Show“ oder „Zschäpe-Braut“. Durch die Fixierung auf die Person Zschäpe sah Hans Leyendecker die Gefahr, die eigentlichen Skandale zu ignorieren. Als beispielhaft für genaues Hinsehen führte die Medienwissenschaftlerin Tanja Thomas den NSU-Prozess-Blog bei Zeit Online und NSU-Watch an. Insgesamt sei aus den Sprachmustern der ersten Wochen gelernt worden, wie Reflexionen der Journalisten und eine Sensibilisierung gegenüber den Opferangehörigen zeigten.[103] Dagegen befand eine linguistische Analyse, dass sowohl Akteure des Prozesses als auch dessen Berichterstatter die Wir/Ihr-Dichotomie sprachlich weiterführten, die die Betroffenen vor der NSU-Selbstenttarnung kriminalisiert und ausgegrenzt hatte.[104] In Griechenland wurde der Prozess wegen des zeitgleichen Verfahrens gegen die Partei Goldene Morgenröte verstärkt wahrgenommen; in türkischen Medien nahm das anfänglich große Interesse ab und wurde weitgehend durch Spekulationen über einen tiefen Staat in Deutschland verdrängt.[105]

Laut Tanjev Schultz ermüdete der Prozess Außenstehende schnell und ließ sie die Frage stellen, ob er die großen materiellen wie psychischen Kosten wert sei.[106] Özlem Topçu und Frank Jansen erklärten das versiegende Interesse der Öffentlichkeit nach dem Erlöschen der anfänglichen „Strahlkraft“ einerseits mit der langen Dauer, sodass die Spannung nicht habe aufrechterhalten werden können. Andererseits wiesen sie auf das veränderte gesellschaftliche Klima durch die Flüchtlingskrise ab 2015 in Deutschland und die Verschiebung des Diskurses nach rechts hin.[107] Jana Hensel resümierte, der Prozess sei schon durch die Wahl des Gerichtsorts eine „Leerstelle in der Betrachtung des Ostens“: Die Medien hätten sich auf die Westperspektive beschränkt; für den medial und politisch marginalisierten Osten sei das Verfahren aus dem Blickfeld geraten – „und vielleicht war es dem Osten ganz recht“.[108] Frank Jansen beschrieb die Länge des Prozesses als Tortur insbesondere für die Opfer und Angehörigen der NSU-Taten,[109] Annette Ramelsberger wies darauf hin, dass mit der geringer werdenden Konzentration in der Öffentlichkeit Erkenntnisse in Vergessenheit gerieten und Verschwörungstheorien zum NSU-Komplex die Oberhand zu gewinnen drohten. Dem entgegnete Heribert Prantl, dass der Rechtsstaat mit seiner gründlichen Wahrheitsfindung Zeit brauche.[110]

LiteraturBearbeiten

Eine Literaturübersicht veröffentlichte das Börsenblatt im Juli 2018.[111]

Prozessbeobachter

Nebenklagevertreter

  • Mehmet Daimagüler: Empörung reicht nicht! Unser Staat hat versagt. Jetzt sind wir dran. Mein Plädoyer im NSU-Prozess. Bastei Lübbe, Köln 2017, ISBN 978-3-7857-2610-5.
  • Antonia von der Behrens (Hrsg.): Kein Schlusswort. Nazi-Terror – Sicherheitsbehörden – Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess. VSA, Hamburg 2018, ISBN 978-3-89965-792-0.
  • Angela Wierig: Nazis Inside. 401 Tage NSU-Prozess. Osburg, Hamburg 2018, ISBN 978-3-95510-152-7.[113]

Dokumentation

Die Gerichtsverhandlungen sind nicht offiziell dokumentiert (Audio, Video oder Protokoll). Prozessbeobachter wie die Initiative NSU-Watch fertigten eigene Wortprotokolle an. Die Gerichtsreporter der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten ihre Mitschriften zum gesamten Prozess gekürzt, aber im Wortlaut unverändert auf etwa 2000 Seiten:

Film und RadioBearbeiten

  • Das Süddeutsche Zeitung Magazin veröffentlichte zu jedem der sechs Prozessjahre gekürzte Wortprotokolle und ließ diese für die ersten vier Jahre von Schauspielern in Filmen einsprechen.[115]
  • Das Freies Sender Kombinat Hamburg strahlte bis 2017 üblicherweise wöchentlich die Radioserie Ein Prozeß – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU aus.[116]
  • Fatih Akins Spielfilm Aus dem Nichts von 2017 verarbeitet fiktionalisiert einen Mordanschlag durch Rechtsextreme und ist vom NSU-Prozess inspiriert, den Akin dreimal besuchte.[117]
  • Jan Bonny behandelt im Spielfilm Wintermärchen von 2018 eine dreiköpfige rechte Terrorzelle und verarbeitet darin seinen Eindruck aus Besuchen des NSU-Prozesses, die „Monstrosität“ des NSU sei bisher „nicht ausreichend künstlerisch gefasst“ worden.[118]
  • Zum Prozessende wurden Dokumentarfilme veröffentlicht:

WeblinksBearbeiten

  Commons: NSU-Prozess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Prozessbeobachter

Nebenklagevertreter

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gerlinde Sommer: Poppenhäger zum bevorstehenden NSU-Prozess in München. In: Thüringer Landeszeitung, 7. Februar 2013.
  2. Hannelore Crolly: NSU-Gerichtssaal ist nichts für Klaustrophobiker. In: Welt Online, 12. April 2013.
  3. NSU-Prozess: „Lagern und Campieren verboten“. In: Abendzeitung, 9. April 2013.
  4. Tom Sundermann: Das Mammutverfahren. In: Zeit Online, 6. Mai 2018.
  5. Tom Sundermann: NSU-Prozess: Das Mammutverfahren. In: Zeit Online, 6. Mai 2018; Marc Kniepkamp, Andreas Thieme: Urteil im NSU-Prozess: Zahlen, Kosten, Fakten. In: Rheinischer Merkur, 11. Juli 2018.
  6. NSU-Prozess kostete voraussichtlich 37 Millionen Euro. In: Zeit Online, 11. Oktober 2018.
  7. Felix Hansen, Sebastian Schneider: Der NSU-Prozess in Zahlen – eine Auswertung. In: NSU-Watch, 9. Juli 2018. Prozessbeteiligte finden sich bei: Die Beteiligten am NSU-Prozess. In: Bayerischer Rundfunk, 6. Oktober 2015; Übersicht über die Prozessbeteiligten. In: NSU-Watch; Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 21–49.
  8. Gericht lässt Anklage gegen Zschäpe zu. In: Süddeutsche Zeitung, 31. Januar 2013.
  9. Rainer Erb: Die Unterstützer. In: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Februar 2012; Bundesanwaltschaft erhebt Anklage im „NSU“-Verfahren. Pressemitteilung. In: Generalbundesanwalt.de.
  10. Christian Rost: Raubein mit Robe. In: Süddeutsche Zeitung, 9. November 2012; Wolfgang Dick: „Hart aber brillant“ – der Vorsitzende Richter im NSU-Prozess. In: Deutsche Welle, 12. April 2013.
  11. Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 21; NSU-Prozess verliert schon die zweite Richterin. In: Süddeutsche Zeitung, 20. Januar 2016.
  12. Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 26–28.
  13. Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 46–49.
  14. Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 47 f.
  15. Wiebke Ramm: Nebenklägerin im NSU-Prozess bricht mit Anwältin. In: Süddeutsche Zeitung, 23. Januar 2018.
  16. Jörg Diehl: Zschäpes Anwälte: Heer, Stahl, Sturm. In: Spiegel Online, 10. November 2012; Frank Jansen: Beate Zschäpe wird jetzt von drei Pflichtverteidigern vertreten. In: Der Tagesspiegel, 17. Dezember 2012.
  17. Annette Ramelsberger: Vierter Anwalt übernimmt Zschäpes Verteidigung. In: Süddeutsche Zeitung, 6. Juli 2015.
  18. Eberhard Reinecke: Rechtsanwalt JuDr Borchert: „Einer der erfahrensten Strafverteidiger in München“ – ein Portrait. In: Die Schneeflocke, 9. Mai 2018; Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 42, 44.
  19. Stefan Geiger: Der gute Anwalt punktet bei den Rechten. In: Stuttgarter Zeitung, 14. November 2013; Andreas Speit: Verteidiger der NSU-Angeklagten: Neonazis haben Vertrauen. In: Die Tageszeitung, 17. Juli 2014; Annette Ramelsberger: NSU-Prozess: Das Ende der Geduld. In: Süddeutsche Zeitung, 13. März 2018; dies. u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 42 f.
  20. Wiebke Ramm: Angeklagter scheitert mit Antrag auf dritten Verteidiger. In: Süddeutsche Zeitung, 23. März 2018; Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 43.
  21. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 409 f.
  22. Die Chronologie des NSU-Prozesses. In: München.de.
  23. Yvonne Boulgarides: Rede anlässlich der antifaschistischen Demonstration zum Auftakt des NSU-Prozesses am 13. 4. 2013 in München. In: Imke Schmincke, Jasmin Siri (Hrsg.): NSU-Terror: Ermittlungen am rechten Abgrund. Ereignis, Kontexte, Diskurse. Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2394-9, S. 53 f. Lex’ Rede ist abgedruckt als Kein Vertrauensvorschuss für diesen Rechtsstaat in Sachen Aufklärung der NSU-Verbrechen. In: Antonia von der Behrens (Hrsg.): Kein Schlusswort, Hamburg 2018, S. 21–24 (dort auch zur Demonstration).
  24. Bernd Kastner: Rechte attackieren Nazi-Gegner mit Fäkalien. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2013.
  25. Robert Andreasch: München: Neonazi-Aktion vor dem NSU-Prozessgebäude. In: Aida-Archiv.de, 21. April 2013; Thies Marsen: Die Bayerischen Neonazis und der NSU (Memento vom 26. Juli 2013 im Internet Archive). In: Bayerischer Rundfunk, 2. Mai 2013; Gisela Friedrichsen: Der Prozess, München 2019, S. 21.
  26. Attacke auf linke Einrichtung. In: Süddeutsche Zeitung, 24. Mai 2013; Florian Fuchs: Verdächtige sind bekannte Rechtsextremisten. In: Süddeutsche Zeitung, 31. Mai 2013.
  27. Barbara Hans, Birger Menke, Benjamin Schulz: Ankläger gehen volles Risiko. In: Spiegel Online, 8. November 2012.
  28. Seda Başay-Yıldız: „Nicht nur eine juristische Aufgabe“ – die Vertretung der Opfer im NSU-Prozess. In: Barbara John (Hrsg.): Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen. Was der NSU-Terror für die Opfer und Angehörigen bedeutet. Herder, Freiburg, Basel, Wien 2014, S. 154–160, hier S. 155.
  29. NSU-Prozess kostete voraussichtlich 37 Millionen Euro. In: Zeit Online, 11. Oktober 2018.
  30. Annette Ramelsberger: Drei Jahre NSU-Verfahren: über Täter, Helfer und Hinterbliebene. In: Bundeszentrale für politische Bildung, 6. April 2016.
  31. Felix Hansen, Sebastian Schneider: Der NSU-Prozess in Zahlen – eine Auswertung. In: NSU-Watch, 9. Juli 2018.
  32. Annette Ramelsberger: Die Richter im NSU-Prozess haben sich längst eine Meinung gebildet. In: Süddeutsche Zeitung, 1. Dezember 2016.
  33. Felix Hansen, Sebastian Schneider: Der NSU-Prozess in Zahlen – eine Auswertung. In: NSU-Watch, 9. Juli 2018.
  34. Zschäpe will vor Gericht schweigen. In: Zeit Online, 24. November 2012.
  35. Carsten S. gibt Waffenkauf für NSU-Trio zu. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juni 2013.
  36. Marlene Halser: Helfer und Mitwisser des NSU: Prahlende Rechtsterroristen. In: Die Tageszeitung, 15. Juni 2013; Nürnberger NSU-Bombenanschlag kommt nicht vor Gericht. In: Nordbayern.de, 20. April 2015.
  37. Holger G. gesteht Hilfe für NSU-Trio. In: Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 2013; Angelika Henkel: Holger G. aus Lauenau und seine Rolle im NSU. In: NDR.de, 12. September 2017.
  38. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 387 f. und 393–397. Siehe umfassend zur Argumentation der Bundesanwaltschaft die weitgehend wortgetreuen Aufzeichnungen des 2017 gehaltenen Plädoyers: Wortprotokolle des Plädoyers des GBA jetzt vollständig. In: NSU-Nebenklage.de, 13. November 2017; Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 375 bis Tag 382, S. 1509–1552.
  39. Frank Bräutigam: Die große Frage: „Mittäterin“ oder „Helferin“? In: Tagesschau.de, 25. Juli 2017; Tim Aßmann: Mittäterin oder Mitläuferin? In: Tagesschau.de, 6. Juli 2018.
  40. Helene Bubrowski: Zwischenbilanz NSU-Prozess: Lehren aus Stammheim. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. August 2013.
  41. Zu Zschäpes Mitwirkung am dritten Bekennervideo das Plädoyer des Nebenklageanwalts Hardy Langer: „Frau Zschäpe, sagen Sie umfassend und wahrheitsgemäss aus“. In: Die Schneeflocke, 13. Januar 2018. Zur Synagogenbeobachtung Christoph Arnowski: Neue Indizien gegen Zschäpe. In: BR.de, 3. Februar 2017.
  42. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 397.
  43. Frank Jansen: Beate Zschäpe und Anja Sturm – ein kompliziertes Verhältnis. In: Der Tagesspiegel, 15. Juni 2015.
  44. Eigene Anwälte werfen Zschäpe Lüge vor. In: Die Welt, 15. Juni 2015.
  45. So dramatisch wie möglich. In: Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2015.
  46. Tanjev Schultz: Zschäpe muss Sturm behalten. In: Süddeutsche Zeitung, 26. Juni 2015.
  47. Vier Anwälte für Frau Zschäpe. In: Die Tageszeitung, 6. Juli 2015.
  48. Tom Sundermann: Zschäpe bekommt keinen fünften Pflichtverteidiger. In: Zeit Online, 8. Februar 2016.
  49. Zschäpe-Verteidiger machen Richter für Verfahrenskrise verantwortlich. In: Süddeutsche Zeitung, 20. Juli 2015.
  50. Reinhard Müller: Im Rahmen des Rechts. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Juli 2015.
  51. Beate Zschäpe will Anwalt Heer loswerden. In: Spiegel Online, 21. Juli 2015.
  52. NSU-Prozess: Zschäpe zeigt ihre Anwälte an. In: Spiegel Online, 24. Juli 2015.
  53. Staatsanwälte lehnen Ermittlungen gegen Zschäpes Anwälte ab. In: Süddeutsche Zeitung, 29. Juli 2015.
  54. Nebenklage-Skandal: Zschäpe und Wohlleben fordern Aussetzung des NSU-Prozesses. In: Spiegel Online, 8. Oktober 2015.
  55. Annette Ramelsberger: Der Richter verteidigt die Verteidiger. In: Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2015.
  56. Björn Hengst: Beate Zschäpe im NSU-Prozess: Plötzlich mit Gefühl In: Spiegel Online, 10. Januar 2017.
  57. Zschäpe im NSU-Prozess: Das Schweigen fällt ihr immer schwerer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. April 2015.
  58. Wiebke Ramm: NSU-Prozess: „Frau Zschäpe, sind Sie bei der Sache?“ In: Spiegel Online, 17. Juni 2015.
  59. NSU-Prozess: Was Beate Zschäpe ausgesagt hat. In: Spiegel Online, 9. Dezember 2015; Dokumentation. Die Aussage der Beate Zschäpe. In: Die Welt, 9. Dezember 2015.
  60. Jörg Diehl: Erklärung im NSU-Prozess: In diesen Punkten ist Zschäpe wenig glaubhaft. In: Spiegel Online, 9. Dezember 2015. Zu Zschäpes Persönlichkeit siehe Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 402.
  61. Plädoyer der Bundesanwaltschaft 1. Tag. In: NSU-Nebenklage.de, 25. Juli 2017 (Schlussvortrag von Annette Greger).
  62. Düsseldorfer NSU-Helfer vor Gericht. In: WDR.de, 18. März 2015; Wohlleben bestreitet Beschaffung der NSU-Mordwaffe. In: Süddeutsche Zeitung, 16. Dezember 2015.
  63. Annette Ramelsberger: NSU-Prozess: Ralf Wohlleben – noch einer, der von nichts weiß. In: Süddeutsche Zeitung, 16. Dezember 2015; Wiebke Ramm: Wohllebens Aussage im NSU-Prozess: Über Zschäpe kaum ein Wort. In: Spiegel Online, 16. Dezember 2015; Tom Sundermann: Aussage nach Zschäpes Vorbild. In: Zeit Online, 16. Dezember 2015.
  64. NSU-Prozess: Zschäpe bricht ihr Schweigen. In: Zeit Online, 29. September 2016.
  65. Annette Ramelsberger: NSU-Prozess: Zschäpe spricht, aber sie erklärt nichts. In: Süddeutsche Zeitung, 29. September 2016; Ulf Poschardt: NSU-Prozess: Beate Zschäpe offenbart ihre Kaputtheit. In: Welt Online, 29. September 2016.
  66. Björn Hengst: Psychiatrischer Gutachter im NSU-Prozess – Verbergen, verschleiern, täuschen. In: Spiegel Online, 17. Januar 2017.
  67. Björn Hengst: Sachverständiger über Zschäpe – „Tendenz zu Dominanz und Härte“. In: Spiegel Online, 18. Januar 2017.
  68. Tom Sundermann: Zerrbild von Zschäpes Seele. In: Zeit Online, 11. Januar 2017.
  69. Annette Ramelsberger: NSU-Prozess: Verteidiger wollen Zschäpe für schuldunfähig erklären lassen. In: Süddeutsche Zeitung, 30. März 2017.
  70. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 401.
  71. Wiebke Ramm: Plädoyers im NSU-Prozess verzögern sich. In: Süddeutsche Zeitung, 19. Juli 2017.
  72. NSU-Prozess: Anklage sieht Zschäpe als Mittäterin. In: Tagesschau.de, 25. Juli 2017.
  73. Tom Sundermann: Die Ankläger zeigen Härte. In: Zeit Online, 13. September 2017.
  74. Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 375 bis Tag 386, S. 1509–1557.
  75. Tom Sundermann: Abrechnung im Terrorprozess. In: Zeit Online, 15. November 2017; Thies Marsen: NSU-Prozess: Plädoyers nach fast fünf Jahren. In: Tagesschau.de, 8. Februar 2018. Zum Wortlaut Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 387 bis Tag 411, S. 1557–1679.
  76. Frank Jansen: NSU-Prozess: Opferanwälte wollen 55 Stunden plädieren. In: Der Tagesspiegel, 27. Juli 2017.
  77. Felix Hansen, Sebastian Schneider: „Hier im Prozess sind meine Fragen nicht beantwortet worden“. Die Plädoyers der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess. In: Lotta Nr. 69, 6. Februar 2018.
  78. Tom Sundermann: Ein Plädoyer mit wenig Chancen. In: Zeit Online, 27. April 2018; Tom Sundermann: Kritik an Freispruchforderung für Carsten S. In: Zeit Online, 3. Mai 2018.
  79. Tom Sundermann: Verstörendes Plädoyer von André E.s Verteidiger. In: Zeit Online, 9. Mai 2018; ders.: Holger G., der naive NSU-Unterstützer. In: Zeit Online, 10. Mai 2018.
  80. Marcel Fürstenau: NSU-Prozess: Die Männer in Zschäpes Schatten. In: Deutsche Welle, 17. Mai 2018; Tom Sundermann: Wohlleben-Anwälte lassen Tarnung fallen. In: Zeit Online, 18. Mai 2018.
  81. Tom Sundermann: Die Selbstverteidigung der Anwälte. In: Zeit Online, 5. Juni 2018; Tom Sundermann: Ein Marathon namens NSU-Prozess. In: Zeit Online, 22. Juni 2018. Siehe für die Anwaltsplädoyers Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 412 bis Tag 435, S. 1679–1812.
  82. Frank Jansen: Beate Zschäpe spricht – aber keinen Klartext. In: Der Tagesspiegel, 3. Juli 2018; Tom Sundermann: Wie Beate Zschäpe ihre letzte Chance vergibt. In: Zeit Online, 3. Juli 2018; Letzte Worte der Angeklagten im NSU-Prozess. In: DKA-Kanzlei.de, 3. Juli 2018. Siehe Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 437, S. 1817–1819.
  83. Lebenslange Haft für Beate Zschäpe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Juli 2018. Siehe den Wortlaut bei Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 438, S. 1820–1860.
  84. Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 4, München 2018, Tag 438, S. 1850 f.; Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 417 f.
  85. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 406.
  86. Haftbefehl gegen André E. aufgehoben - Rechtsextreme im Gericht jubeln. In: Welt Online, 11. Juli 2018; Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 24.
  87. Tom Sundermann: Was ist das für ein Urteil? In: Zeit Online, 11. Juli 2018; Annette Ramelsberger: Das Gericht hat eine historische Chance vertan. In: Süddeutsche Zeitung, 13. Juli 2018.
  88. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 417.
  89. Forderung nach weiteren NSU-Ermittlungen. In: Frankfurter Rundschau, 12. Juli 2018; Über 10.000 Menschen fordern und versprechen: Kein Schlussstrich! – Fotostrecke. In: NSU-Watch, 16. Juli 2018.
  90. Hasan Gökkaya: So sehen türkische Medien das NSU-Urteil. In: Zeit Online, 12. Juli 2018.
  91. Markus Decker: Angehörige der NSU-Opfer geben nicht auf. In: Frankfurter Rundschau, 12. Juli 2018.
  92. Martín Steinhagen: Bundesanwaltschaft geht gegen Urteil vor. In: Frankfurter Rundschau, 18. Juli 2018; Frank Jansen: Angeklagte im NSU-Prozess legen Revision ein. In: Der Tagesspiegel, 19. Juli 2018.
  93. Ralf Wohlleben ist frei. In: Süddeutsche Zeitung, 18. Juli 2018.
  94. NSU-Prozess: Urteil rechtskräftig - Carsten S. in Haft - SPIEGEL ONLINE. In: spiegel.de. Abgerufen am 9. Juni 2019.
  95. Das Protokoll des zweiten Jahres. Der ganze Film. In: Bayerischer Rundfunk, 29. Dezember 2014; Annette Ramelsberger: Drei Jahre NSU-Verfahren: über Täter, Helfer und Hinterbliebene. In: Bundeszentrale für politische Bildung, 6. April 2016.
  96. Annette Ramelsberger, Wiebke Ramm: Blick in den deutschen Abgrund. In: Süddeutsche Zeitung, 10. Juli 2018. Mit den RAF- und Auschwitz-Prozessen vergleicht das Verfahren auch Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 393.
  97. Kaveh Kooroshy: Blick in den Abgrund: Fünf Jahre NSU-Prozess. In: NDR.de, 16. Mai 2018.
  98. Doris Liebscher: Der NSU-Komplex vor Gericht. Zur Notwendigkeit einer Perspektiverweiterung in der rechtlichen Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus. In: Juliane Karakayali, Çagri Kahveci, Doris Liebscher, Carl Melchers (Hrsg.): Den NSU-Komplex analysieren. Aktuelle Perspektiven aus der Wissenschaft. Transcript, Bielefeld 2017, S. 81–105, hier besonders S. 85–87. Zu den Erstgenannten zählt Liebscher Heiner Alwart: „Schreckliches Theater“ – wann wird im NSU-Prozess endlich der Vorhang fallen? Eine Kritik desorganisierter öffentlicher Hauptverhandlungen. In: JuristenZeitung. Band 69, 2014, Heft 22, S. 1091–1096. Zu den Letztgenannten zählt sie Mehmet Daimagüler, Alexander Pyka: „Politisierung“ im NSU-Prozess. In: Zeitschrift für Rechtspolitik. Jahrgang 2014, S. 143–145.
  99. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 410–412; Annette Ramelsberger u. a.: Der NSU-Prozess. Band 5, München 2018, S. 21–25.
  100. Andreas Förster: Schuld und Staatsversagen. In: Der Freitag, 25. Juli 2016; Konrad Litschko: NSU-Serie Teil 5: Die Rolle der Bundesanwaltschaft. In: Die Tageszeitung, 4. November 2016; Antonia von der Behrens: Das Netzwerk des NSU, staatliches Mitverschulden und verhinderte Aufklärung. In: dies. (Hrsg.): Kein Schlusswort, Hamburg 2018, S. 197–322, hier S. 301–316.
  101. Interview mit RA Alexander Kienzle zum aktuellen Stand NSU-Verfahren, speziell „Kasseler Fall“. In: Freie Radios, 8. August 2016.
  102. Gisela Friedrichsen: Essay: Unvorstellbar. In: Welt Online, 20. Dezember 2017; Frank Jansen: Die Nebenklage stellt wichtige Fragen. In: Der Tagesspiegel, 8. Januar 2018; Annette Ramelsberger: Das Verdienst der Nebenkläger im NSU-Prozess. In: Süddeutsche Zeitung, 14. Januar 2018; Tom Sundermann: Die NSU-Nebenklage: wertvoll oder überflüssig? In: Zeit Online, 22. Januar 2018.
  103. Nanett Bier: Journalisten und der NSU-Prozess. In: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 40, 21. September 2015. Siehe auch Astrid Hansen: Journalistische Charakterisierung der Akteure im ‚NSU‘-Prozess. Eine qualitative Inhaltsanalyse der Berichterstattung über die ersten 150 Prozesstage. Mit einem Vorwort von Volker Lilienthal. Masterarbeit, Universität Hamburg, 2015 (PDF).
  104. Derya Gür-Şeker, Kristina Lamers, Sarah Malzkorn, Dilek Saka, Manuela Stöneberg, Tim Wübbels: Benennungspraktiken im NSU-Prozess. Eine Sprach- und Medienanalyse auf Basis von Gerichtsmitschriften und ausgewählter Medienartikel über den NSU-Prozess. In: Juliane Karakayali, Çagri Kahveci, Doris Liebscher, Carl Melchers (Hrsg.): Den NSU-Komplex analysieren. Aktuelle Perspektiven aus der Wissenschaft. Transcript, Bielefeld 2017, S. 107–122, hier S. 119.
  105. Jannis Papadimitrou: Ein Zeichen, auch über Deutschland hinaus. In: Deutschlandfunk, 15. Juli 2018; Zia Weise: „Die Leute denken, Deutschland will diesen Fall nicht lösen“. In: Zeit Online, 6. September 2017.
  106. Tanjev Schultz: NSU, München 2018, S. 392.
  107. Frank Jansen, Özlem Topcu: NSU-Prozess: War also alles vergeblich? In: Zeit Online, 27. Juni 2018.
  108. Jana Hensel: NSU: Unsere Leerstelle. In: Die Zeit, 23. Juli 2018. Dagegen Martin Debes: Als habe man etwas verstanden. In: Zeit Online, 5. August 2018.
  109. Frank Jansen: Vier Jahre NSU-Prozess: 361 Verhandlungstage, 500 Zeugen und kein Ende. In: Der Tagesspiegel, 6. Mai 2017.
  110. Annette Ramelsberger: Der NSU-Prozess muss endlich enden. Und: Heribert Prantl: Die Wahrheit im NSU-Prozess braucht ihre Zeit. In: Süddeutsche Zeitung, 9. November 2017.
  111. Michael Roesler-Graichen: Aktuelle Bücher zum NSU-Prozess: Ein Urteil und viele offene Fragen. In: Börsenblatt, 11. Juli 2018. Siehe auch das Schlagwort NSU-Prozess beim Humanistischen Pressedienst.
  112. René Heilig: Mörderische Vorboten. Besprechung. In: Neues Deutschland, 19. Juni 2019.
  113. Tom Sundermann: „Wie vor 80 Jahren die Juden“. Buchbesprechung. In: Zeit Online, 9. Februar 2018; Andreas Speit: Anwältin schreibt Buch über NSU-Prozess: Rassismus? Nur ein Witz. In: Die Tageszeitung, 9. Februar 2018; Christian Rabhandl: „Kein Kotau vor den Rechten“. Interview mit Angela Wierig, Deutschlandfunk, 10. Februar 2018.
  114. Ein anderes Deutschlandbild auf 2000 Seiten. Rezension. In: Saarbrücker Zeitung, 2. Dezember 2018; Heike Kleffner: Tiefenbohrung in die deutsche Gesellschaft. Buchbesprechung. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Januar 2019.
  115. Die NSU-Protokolle im SZ-Magazin. In: Süddeutsche Zeitung, 30. Dezember 2016 (mit Links zu den Videos).
  116. Blog des Projekts und Beitragsliste.
  117. Wenke Husmann: Naziterror als Thriller. In: Zeit Online, 27. Mai 2017.
  118. Oliver Kaever: Vögeln, töten, saufen, streiten. In: Zeit Online, 21. März 2019.
  119. Dominik Reinle: WDR-Film porträtiert Zschäpe-Verteidiger. Gespräch mit Eva Müller. In: WDR.de, 12. Juli 2018.
  120. DokThema: Der NSU-Prozess und die Opfer - Das lange Leiden der Angehörigen. In: Bayerischer Rundfunk, 25. Juli 2018.
  121. NSU - Der Prozess. Die Schuld der Beate Zschäpe. In: ZDF.de, 12. Juli 2018.