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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Muzzanof zu vermeiden.
Muzzano
Wappen von Muzzano
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5205i1f3f4
Postleitzahl: 6933
Koordinaten: 714992 / 95191Koordinaten: 45° 59′ 55″ N, 8° 55′ 23″ O; CH1903: 714992 / 95191
Höhe: 365 m ü. M.
Fläche: 1,6 km²
Einwohner: 812 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 508 Einw. pro km²
Website: www.muzzano.ch
Lago di Muzzano

Lago di Muzzano

Karte
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Muzzano ist eine politische Gemeinde im Kreis Agno, Bezirk Lugano, im Schweizer Kanton Tessin.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt zwischen dem östlichen Teil des Luganersees mit der Stadt Lugano und dem Westarm des Sees, an den das Gemeindegebiet grenzt, im Malcantone. Sie besteht aus den Ortsteilen Muzzano, Agnuzzo[2], Piodella und Molini.

Nachbarschaft

Im Nordosten grenzt Muzzano an das Gebiet von Lugano, im Osten liegt Sorengo am See von Muzzano, im Südosten, ebenfalls an den See angrenzend, liegt die Gemeinde Collina d’Oro, im Südwesten grenzt Muzzano an den westlichen Arm des Luganersees und im Westen liegt Agno, getrennt durch den kanalisierten Fluss Vedeggio.

Lago di Muzzano

Der kleine Lago di Muzzano liegt zum Teil auf Gemeindegebiet. Er ist insgesamt 780 m lang und 337 m breit. Bei einer maximalen Tiefe von 3,35 m enthält er etwa 600'000 Kubikmeter Wasser. Der Lago di Muzzano wurde in der Eiszeit von den sich treffenden Gletschern der Adda und des Ticino gebildet. Er steht mitsamt seinen Schilfgürteln unter Naturschutz und gehört der Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura.

GeschichteBearbeiten

Muzzano wurde 1189 als Muciano erstmal erwähnt. Der Ort Agnuzzo, seit 1925 zur Gemeinde gehörig, ist schon 818 als Standort eines Fronhofs bekannt, der dem Klerus von Como von Kaiser Ludwig der Fromme geschenkt wurde[3]. Kirchlich gehörte der Ort bis 1735 zu Agno und wurde dann selbständige Pfarrei.

Muzzano war die Heimat zahlreicher Stuckateure und lebte von Landwirtschaft und der Zucht von Seidenspinnern. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entstand am Ostufer des Vedeggio eine Industriezone, die Arbeitsplätze bereitstellte. Drei Viertel der erwerbstätigen Bevölkerung sind allerdings Pendler, die in Lugano und den umliegenden Gemeinden Arbeit finden.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1769[4] 1850[4] 1900[4] 1950[4] 1970[4] 1980[4] 1990[4] 2000[4] 2005 2010 2017
Einwohner 122 287 345 416 509 565 753 779 802 751 812

VerkehrBearbeiten

Südlich von Muzzano liegt die Bahnstation Cappella Agnuzzo an der S-Bahn-Strecke Lugano – Ponte Tresa. Westlich des Ortes verläuft die Autobahn A 2 BaselChiasso. Die nächsten Anschlussstellen sind Lugano-Nord und Lugano-Süd. Auf dem Gemeindegebiet von Agno, westlich des Vedeggio, befindet sich der Flughafen Lugano-Agno.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[5]

  • Pfarrkirche Santa Maria dell’Annunciazione (Mariä Verkündigung), ursprünglich wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert, und Kirchhof[6]
  • Oratorium Sant’Andrea im Ortsteil Agnuzzo, 1208 zum ersten Mal erwähnt[6]
  • Grundschule und Gemeindesaal, in via Selva, Architekten: Mauro Buletti, Paolo Fumagalli[6]
  • ehemalige Casa Lamoni an der Piazza delle Scuole 3[6]
  • Casa Lamoni an der Piazza delle Scuole 4[6], Platz und Garten
  • Casa Fè an der Contrada Antica 3[6]
  • Villa Castelletto an der Via Verzino 1[6]
  • Casa Felice Filippini, nach Plänen von Mario Campi und Franco Pessina[6]
  • weitere Wohnhäuser der Architekten Mario Campi, Franco Pessina, Emilio Bernegger, Bruno Keller und Edy Quaglia.[6]

PersönlichkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Jürg Ganz: Agnuzzo (Schweizerische Kunstführer, Nr. 876, Serie 88). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2010, ISBN 978-3-85782-876-8.
  3. Agnuzzo auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 8. Mai 2017).
  4. a b c d e f g h Bernardino Croci Maspoli: Muzzano. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. Mai 2011.
  5. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  6. a b c d e f g h i Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 333.