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Mittelsteinach (Münchsteinach)

Ortsteil von Münchsteinach

Mittelsteinach (fränkisch: Mittlstanna) ist ein Ortsteil der Gemeinde Münchsteinach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.

Mittelsteinach
Koordinaten: 49° 39′ 35″ N, 10° 34′ 15″ O
Höhe: 307 (306–344) m ü. NHN
Einwohner: 70
Postleitzahl: 91481
Vorwahl: 09166

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt an der Steinach, die ein linker Zufluss der Aisch ist, und am Fichtelgraben, der dort als linker Zufluss in die Steinach mündet. Im Südosten erhebt sich der Steinberg.[1]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1494 als „Mittelstainbach“ erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mittelsteinach 9 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Klosteramt Münchsteinach inne. Alle Anwesen hatten das Klosteramt Münchsteinach als Grundherrn.[3]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Mittelsteinach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Münchsteinach zugeordnet, ab 1813 gehörte es der Ruralgemeinde Münchsteinach an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Abtsgreuth umgemeindet.[4] Am 1. Januar 1972 wurde Mittelsteinach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Münchsteinach eingegliedert.

BaudenkmälerBearbeiten

  • Münchsteinacher Str. 1: ehemaliges Gasthaus Thier
  • Haus Nr. 15: Schäferei mit Schmiede. Zweite Hälfte des 18. Jh. Eingeschossiges Satteldachhaus, rückwärts erweitert. Ostgiebel mit Fachwerk (Andreaskreuz) freiliegend, sonst verputzt. Glockentürmchen auf zwei Pfosten, kleine Zwiebel.[5]

Baubeschreibung: Liste der Baudenkmäler in Münchsteinach#Altershausen

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 82* 97 95 105 93 90 86 121 71 57 70
Häuser[6] 17* 14 19 19 16 15 16 20
Quelle [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17]
* inklusive der Undungsmühle

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Rochus (Obersteinbach) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Die Staatsstraße 2259 führt nach Obersteinbach bzw. an der Weihermühle vorbei nach Münchsteinach. Die Staatsstraße 2256 führt nach Roßbach bzw. an der Undungsmühle vorbei nach Abtsgreuth.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mittelsteinach im BayernAtlas
  2. H. Sponholz (Hrsg.), S. 74.
  3. H. H. Hofmann, S. 113.
  4. H. H. Hofmann, S. 182.
  5. R. Strobel, S. 110 f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 60 (Digitalisat).
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 195 (Digitalisat).
  9. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1055, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  10. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1219, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1153 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1225 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1263 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1093 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 803 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 176 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 341 (Digitalisat).