Agelmühle

Siedlung in Deutschland

Agelmühle ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet von Münchsteinach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.

Agelmühle
Koordinaten: 49° 38′ 20″ N, 10° 35′ 23″ O
Höhe: 300 m ü. NHN

GeographieBearbeiten

Die Einöde lag am Achelbach, einem rechten Zufluss der Steinach, ca. 200 Meter westlich von Münchsteinach. Heute befindet sich an ihrer Stelle Haus Nr. 18 der Bachstraße.[1]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde im Gemeindeverzeichnis erstmals 1587 erwähnt.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Agelmühle zu Münchsteinach. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Das Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Klosteramt Münchsteinach zum Grundherrn.[3] Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Agelmühle die Hausnummer 20 des Ortes Münchsteinach.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Agelmühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Münchsteinach zugeordnet, ab 1813 gehörte es der Ruralgemeinde Münchsteinach an.[4] Bis 1897 war die Mühle in Betrieb, dann wurde der Gesamtbesitz zerschlagen und das Anwesen abgerissen.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885
Einwohner 4 7 * 8 19
Häuser[5] 1 1 2
Quelle [6] [7] [8] [9] [10]
* Ort wird zu Münchsteinach gerechnet.

ReligionBearbeiten

Der Ort war seit der Reformation evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Münchsteinach) gepfarrt.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Agelmühle im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)
  2. a b Zeitreise ...auf den Spuren unserer Vorfahren: Münchsteinachs Geschichte heute erleben, S. 2@1@2Vorlage:Toter Link/www.muenchsteinach.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF) auf der Website muenchsteinach.de
  3. H. H. Hofmann, S. 114.
  4. H. H. Hofmann, S. 187.
  5. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1885 als Wohngebäude.
  6. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 5 (Digitalisat).
  7. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 200 (Digitalisat).
  8. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1057, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  9. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1222, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  10. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1156 (Digitalisat).