Mark Wildman

englischer Snookerspieler

Mark Wildman (* 25. Januar 1936) ist ein englischer ehemaliger Snookerspieler, der von 1979 bis 1993 Profispieler war.

Mark Wildman
Geburtstag 25. Januar 1936 (85 Jahre)
Nationalität EnglandEngland England
Profi 19791993[1]
Preisgeld 49.101 £[1]
Höchstes Break 1[1]
Century Breaks 115 (UK Championship 1982)[1]
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 21 (1984/85)[1]

KarriereBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Wildman nahm 1954 an der English Amateur Championship teil, verlor jedoch sein Auftaktspiel gegen Ron Gross.[2] Sechs Jahre später konnte Wildman immerhin vier Spiele gewinnen – unter anderem besiegte er Pat Houlihan, ehe er in der fünften Qualifikationsrunde gegen George Gibson verlor.[3] Ein Jahr später erreichte er schließlich die Runde der letzten 32 und schied dort aus,[4] 1962 zog er dann ins Viertelfinale ein, wo er jedoch ebenso verlor.[5]

Nach elf Jahren Abstinenz erfolgte 1973 eine erneute Teilnahme an der englischen Meisterschaft, der jedoch zur Bewältigung der erhöhten Teilnehmerzahl einen südlichen und einen nördlichen Ausscheidungswettbewerb bekommen hatte. Wildman erreichte das Achtelfinale des südlichen Wettbewerbes und unterlag Tony Graham.[6] Zwei weitere Teilnahmen erfolgten schließlich 1978 und 1979, jedoch verlor er beim südlichen Ausscheidungswettbewerb seine Auftaktspiele gegen Mike Darrington und Jimmy White.[7][8] Anschließend wurde er zur Saison 1979/80 Profispieler.[1]

Erste ProfijahreBearbeiten

In seiner ersten Profisaison jedoch bestritt Wildman nur ein einziges Spiel, welches er mit 7:9 gegen Frank Jonik in der Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft 1980 verlor.[9] Damit wiederum verpasste Wildman eine Platzierung auf der Snookerweltrangliste, was bis zum Ende der Saison 1982/83 so blieb.[10]

In der Saison 1980/81 gelangen Wildman bei der UK Championship Siege über Cliff Wilson und John Spencer, bevor er im Achtelfinale gegen Fred Davis verlor. Nach einer erfolglosen Teilnahme an der Yamaha Organs Trophy und einer 2:9-Niederlage gegen Tony Meo im Achtelfinale nach einem Sieg über Bernard Bennett bei der English Professional Championship beendete er die Saison mit einer 3:9-Niederlage gegen Ray Edmonds in der finalen Qualifikationsrunde für die Hauptrunde der Snookerweltmeisterschaft.[11]

Die Saison 1981/82 begann mit einem Sieg über Mario Morra und einer anschließenden Niederlage gegen Eddie McLaughlin bei den International Open, bevor er bei der UK Championship mit 8:9 sein Auftaktspiel gegen Eddie Sinclair verlor. Kurz darauf besiegte er in der Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft Geoff Foulds, bevor er erneut in der finalen Qualifikationsrunden durch eine Niederlage gegen Jimmy White ausschied. Zum Saisonende besiegte er beim Bass and Golden Leisure Classic sowohl McLaughlin als auch Sinclair, bevor er im Viertelfinale gegen Mike Hallett verlor.[12]

Etablierung auf der SnookerweltranglisteBearbeiten

Die Saison 1982/83 begann mit Siegen über Matt Gibson und Mike Hallett bei den International Open und einer Niederlage in der Runde der letzten 32 gegen Dennis Taylor. Anschließend erreichte er beim Professional Players Tournament mithilfe von Siegen über John Dunning und Perrie Mans das Achtelfinale und schied dort gegen Joe Johnson aus. Kurz darauf erreichte er durch einen Sieg über Colin Roscoe die Runde der letzten 32 der UK Championship erreichte und verlor dort gegen Ray Reardon. Anschließend verlor er sein Auftaktspiel beim Masters und nahm erfolglos am International Masters teil, ehe er in der Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft erst Bob Harris besiegte und durch die kampflose Aufgabe von Jim Wych zum ersten Mal die Hauptrunde der WM erreichte. Dort schied er sofort gegen Terry Griffiths aus.[13] Zum Saisonende wurde Wildman auf dem 24. Weltranglistenplatz geführt.[10]

Die nächste Saison begann mit einer Teilnahme an der Runde der letzten 32 der International Open, wo er nach einem Sieg über Bob Harris an Doug Mountjoy scheiterte. Anschließend erreichte er beim Professional Players Tournament das Achtelfinale, bevor er bei der UK Championship in der Runde der letzten 32 verlor. Nach einer Auftaktniederlage beim Pot Black gegen Steve Davis besiegte er beim Classic die Engländer John Hargreaves und John Virgo, den Südafrikaner Silvino Francisco und den Australier Eddie Charlton, bevor er im Halbfinale gegen Tony Meo verlor. Kurz darauf nahm er erfolglos am International Masters teil, bevor er die Saison mit einer 9:10-Niederlage gegen Roy Andrewartha in der finalen Qualifikationsrunde für die Snookerweltmeisterschaft beendete.[14] Auf der Weltrangliste wurde er in der folgenden Saison auf dem 21. Platz gelistet, welcher bis zu seinem Karriereende seine beste Weltranglistenplatzierung blieb.[10]

Die Saison 1984/85 begann mit einer Halbfinalteilnahme beim Costa Del Sol Classic, ehe er nach einer Auftaktniederlage bei den International Open beim Grand Prix mit einem Sieg über Jack McLaughlin die Runde der letzten 32 erreichte und dort gegen Doug Mountjoy verlor. Anschließend verlor er jedoch bei den drei folgenden Turnieren – UK Championship, Classic und English Professional Championship seine Auftaktspiele, bevor er bei den British Open mit einem Sieg über Matt Gibson die Runde der letzten 32 erreichte und dort Kirk Stevens unterlag. Im Folgenden beendete Wildman die Saison mit einer 7:10-Niederlage gegen Ray Edmonds in der finalen Qualifikationsrunde für die Snookerweltmeisterschaft.[15] Auf der Weltrangliste verlor Wildman vier Plätze, sodass er in der darauffolgenden Saison den 25. Platz belegte.[10]

Jahren in den 40ern der WeltranglisteBearbeiten

Die Saison 1985/86 begann für Wildman mit einer Auftaktniederlage bei der Matchroom Trophy, bevor er die Runde der letzten 32 des Grand Prix erreichte und dort gegen Cliff Thorburn verlor. Jedoch folgten zwei weitere Auftaktniederlagen, bevor er bei der English Professional Championship mit einem Sieg über Graham Cripsey das Achtelfinale erreichte und dort Tony Meo unterlag. Anschließend schied er auch bei den British Open in der Runde der letzten 32 gegen Cliff Thorburn aus, bevor er die Saison mit einer 9:10-Niederlage gegen Ray Edmonds in der finalen Qualifikationsrunde für die Snookerweltmeisterschaft beendete.[16] Auf der Weltrangliste rutschte er auf den 43. Platz ab.[10]

Die nächste Saison begann mit einem Einzug in die Runde der letzten 64 der International Open, wo er nach einem Sieg über Brian Rowswell eine Runde zuvor an Peter Francisco scheiterte. Anschließend erreichte er mit Siegen über François Ellis und Steve Longworth die Runde der letzten 32 des Grand Prix und verlor dort gegen Rex Williams, ehe er die folgenden zwei Auftaktspiele verlor. Durch die kampflose Aufgabe Mike Wattersons bei der English Professional Championship gewann Wildman wieder ein Spiel, verlor jedoch in der folgenden Runde gegen John Parrott. Kurz darauf unterlag er wie schon im Vorjahr bei den British Open in der Runde der letzten 32 Cliff Thorburn, bevor er die Saison mit einem 10:5-Sieg über Robby Foldvari und einer anschließenden 0:10-Niederlage gegen Jon Wright in der vorletzten Qualifikationsrunde für die Snookerweltmeisterschaft beendete.[17] Auf der Weltrangliste war er in der folgenden Saison auf dem 47. Platz geführt.[10]

Auch die Saison 1987/88 begann mit einer Teilnahme an der Runde der letzten 64 der International Open, wo er auch wieder ausschied – diesmal gegen Terry Griffiths. Anschließend verlor er zwei Auftaktspiele, bevor er beim Classic gegen Frank Jonik gewann und in der Runde der letzten 64 gegen John Parrott verlor. Jedoch folgten wider zwei Auftaktniederlagen, ehe er die Saison mit einem Sieg über Bernie Mikkelsen und einer anschließenden Niederlage gegen Robby Foldvari in der Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft beendete.[18] Auf der Weltrangliste rutschte er auf den 76. Platz ab.[10]

Letzte ProfijahreBearbeiten

Nach einer Auftaktniederlagen zu Beginn der Saison 1988/89 zog Wildman sowohl beim Grand Prix als auch beim Canadian Masters sowie bei der UK Championship in die Runde der letzten 96 ein und verlor dort jeweils. Anschließend verlor er bis zum Saisonende alle Auftaktspiele,[19] sodass er auf der Weltrangliste auf Rang 97 abstürzte.[10]

Dieser Trend setzte sich in der folgenden Saison fort. Zwar startete er mit zwei Teilnahmen an der Runde der letzten 96, jedoch verlor er anschließend drei Auftaktspiele. Im Folgenden profitierte er beim Dubai Classic von der kampflosen Aufgabe Mike Wattersons, um dann an Tony Chappel zu scheitern, bevor er erneut drei Auftaktspiele verlor. Bei den British Open profitierte er erneut von einer kampflosen Aufgabe, diesmal von Jim Meadowcroft, jedoch verlor er direkt danach gegen Colin Roscoe. Zum Saisonende verlor er auch in der WM-Qualifikation mit 5:10 gegen Eddie Sinclair sein Auftaktspiel.[20] Auf der Weltrangliste war er in der folgenden Saison auf dem 125. Platz gelistet.[10]

Die Saison 1990/91 schließlich war ein deutliches Vorzeichen für das baldige Ende von Wildmans Profikarriere. Während der gesamten Saison nahm er an lediglich drei Turnieren teil, wobei er beim International One Frame Shoot-out und beim Classic seine Auftaktspiele gegen Craig Edwards und Derek Heaton verlor. Zum Saisonende gelang ihm in der Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft ein Sieg über Clive Everton, bevor Wildman in der Runde der letzten 128 an Bob Harris scheiterte.[21] Diese Partie stellte für Wildman dessen letzte Profipartie dar. Auch wenn er in den folgenden beiden Saisons auf den Plätzen 129 und 240 der Weltrangliste geführt war, bestritt er keine Spiele mehr, bis er mit dem Ende der Saison 1992/93 seine Profikarriere beendete.[10][1]

Weiteres LebenBearbeiten

Nach seiner aktiven Profikarriere leitete Wildman als Vorsitzender ein aus ihm, André Gagnaux und Jorgen Sandmann bestehendes Komitee, welches damit beauftragt wurde, eine grundlegende Satzung der damals neu gegründeten World Confederation of Billiard Sports zu erarbeiten.[22] Mitte der 1990er-Jahre war er neben Geoff Foulds und Bill Oliver Mitglied eines Untersuchungsteams für Untersuchungen zu einem möglich Wettverschulden des südafrikanischen Profis Peter Francisco, der infolgedessen für fünf Jahre gesperrt wurde.[23] 1997 wurde Wildman des Weiteren zusammen mit Jim Chambers Mitglied des Vorstandes der World Professional Billiards & Snooker Association.[24] Im September 1999 wurde er zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt und behielt diesen Posten bis in den Dezember 2001, als er ihn freiwillig abgab. Sein Nachfolger wurde Jason Ferguson.[25]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g Ron Florax: Career Total Statistics For Mark Wildman - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch).
  2. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1953-1954 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch).
  3. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1959-1960 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch).
  4. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1960-1961 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch).
  5. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1961-1962 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 3. Juni 2019 (englisch).
  6. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1972-1973 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).
  7. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1977-1978 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).
  8. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1978-1979 - Non-professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).
  9. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1979-1980 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  10. a b c d e f g h i j Ron Florax: Ranking History For Mark Wildman. Cuetracker.net, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).
  11. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1980-1981 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).
  12. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1981-1982 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).
  13. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1982-1983 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 5. Juni 2019 (englisch).
  14. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1983-1984 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 6. Juni 2019 (englisch).
  15. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1984-1985 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 6. Juni 2019 (englisch).
  16. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1985-1986 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  17. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1986-1987 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  18. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1987-1988 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  19. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1988-1989 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  20. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1989-1990 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  21. Ron Florax: Mark Wildman - Season 1990-1991 - Professional Results. CueTracker.net, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  22. History. World Confederation of Billiard Sports, 2018, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  23. Clive Everton: Maguire vs Burnett: the key moments under scrutiny. The Guardian, 21. Dezember 2008, abgerufen am 9. Januar 2021 (englisch).
  24. Snooker: Jim Chambers & Mark Wildman join board of World Professional Billiards & Snooker Association. The Independent, 13. März 1997, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  25. John Dee: Snooker: Parrott in search of air time. The Telegraph, 4. Dezember 2001, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).