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MTV Eintracht Celle

Sportverein aus Niedersachsen

Der MTV Eintracht Celle ist mit ca. 2300 Mitgliedern der älteste Verein in Celle. Der Verein entstand im Jahr 2005 aus dem Zusammenschluss des MTV Celle von 1847 und des SV Eintracht Celle von 1910.

MTV Eintracht Celle
MTV LOGO.jpg
Name Männerturnverein Eintracht
Celle von 1847 e. V.
Vereinsfarben Blau/Weiß
Gegründet 1847
Gründungsort Celle, Niedersachsen
Vereinssitz Nordwall 10, 29221 Celle
Mitglieder ca. 2300
Vorsitzender Klaus Rohr
Homepage www.mtveintrachtcelle.de
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

MTV CelleBearbeiten

Der MTV Celle ist einer von drei Vereinen in Niedersachsen, die vor dem Revolutionsjahr 1848 gegründet wurden. Im Zuge der Turnerbewegung des 19. Jahrhunderts verfolgte der Verein in seinen Gründungsjahren neben der körperlichen Ertüchtigung auch politische Ziele wie die Einigung des Deutschen Vaterlandes. Die ersten Turnstunden fanden am 24. September 1847 statt. Übungsort war das Schützenzelt neben dem Schützenhaus auf der Mühlenmasch. 1860 nahm der Verein den Namen Männer-Turn-Verein-Celle an. Im Juli 1879 zog der Verein in einen Neubau der Stadt Celle an der Wallstraße um. Da die städtische Halle auch von Schulen mitgenutzt wurde, war der Vereinssportbetrieb nur eingeschränkt möglich. Langjährige Bemuhungen um eine vereinseigene Halle waren letztendlich mit deren Einweihung im März 1913 von Erfolg gekrönt.

Seit 1900 hat der Verein auch Frauen-, Mädchen- und Knabenabteilungen. Die größten Erfolge im Mannschaftssport erreichten die Volleyballer des MTV, die nach diversen deutschen Junioren-Meistertiteln in den Saisons 1982/83 und 1985/86 in der Bundesliga spielten. Namhafte Individualsportler sind die in den 1950er Jahren erfolgreiche Fechterin Astrid Berndt sowie Anja von Rekowski, Vize-Weltmeisterin im Judo von 1997,[1] und die Leichtathletin Silke Knoll, die ihre Laufbahn beim MTV begannen.[2] Mit vier deutschen Meistertiteln zwischen 1987 und 1990 ist der MTV außerdem einer der erfolgreichsten Vereine im Damen-Rollhockey.

SV Eintracht CelleBearbeiten

Die Spielvereinigung Eintracht von 1910 entstand aus verschiedenen Fußballclubs und -vereinen nach einer Reihe verwirrender Zusammenschlüsse und Auflösungen. Zu nennen wären hier zunächst der FC Phönix von 1904 (aufgelöst 1910), der FC Eintracht 1910 und der 1905 gegründete FC Germania (aufgelöst 1908). Aus dem FC Eintracht 1910 wird zwischenzeitlich die Spielvereinigung Eintracht von 1919, der im gleichen Jahr noch die Spieler des im Ersten Weltkrieg vornehmlich aus Soldaten gegründeten FC Eiche beitreten. Am 6. Dezember 1919 entstand so die SV Eintracht von 1910. Dem neu gegründeten Verein schloss sich auch noch die 1919 entstandene Sportvereinigung von 1910 an, welche aus der Schülersportvereinigung von 1910 und dem SSV Hohenzollern von 1908 entstanden war.

Seit 1920 wurde im Verein auch Leichtathletik betrieben. Im Jahr 1926 gründete sich eine Hockey-Abteilung. Am 6. Juni 1926 konnte das in mehrjähriger Eigenleistung erstellte Fußballfeld mit einer 400-Meter-Aschenbahn eingeweiht werden. Eine (Feld-)Handballabteilung entstand 1946. Besonders erfolgreich waren die Damen zu Beginn der 50er Jahre mit dem Gewinn des niedersächsischen Meistertitels[3]. Zu nennen wäre weiterhin die Tennisabteilung Eintracht, die 1927 gegründet wurde. Ein Jahr später konnten zwei Tennisplätze eingeweiht werden. In den 50er Jahren spielte man in Niedersachsens höchster Spielklasse. 1972 wurde ein eigenes Clubhaus errichtet. 1981 und 1988 wurde die Anlage um weitere Plätze auf nunmehr sechs erweitert. In den Jahren 1985 und 1992 waren die Herren Niedersachsenmeister. 1997 konnte die 2-Feld-Tennishalle errichtet und eingeweiht werden.

Neben der Tennis- zählt die Hockeyabteilung zu den erfolgreichsten im Verein. 1983 gelang den Herren der Aufstieg in die Hallenbundesliga.[2] Die wohl erfolgreichste Individualsportlerin des Vereins ist Leslie-Ellen Lanz, mehrfache Deutsche Meisterin und Militär-Weltmeisterin 2004 im Taekwondo.[4] Die Hockeyspielerin Nadine Ernsting-Krienke, Gold- und Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele in Athen und Barcelona, begann ihre Laufbahn bei Eintracht Celle.[5][2]

AngebotBearbeiten

Das Angebot des MTV Eintracht Celle ist neben den üblichen Sportangeboten wie Fußball, Handball, Judo, Budokan, Schwimmen, Taekwondo, Leichtathletik, Ultimate Frisbee, Turnen, Indiaca, Rollkunstlauf, Hockey, Aerobic, Fechten, Karate, Tennis, Tae Bo, Inline Skating, Tricking, Square Dance, Kinderturnen, Kickboxen auch im Gesundheitssport, das unter anderem Wirbelsäulengymnastik, Osteoporose, Funktionsgymnastik, Nordic Walking, Herzsport, Yoga und Fördersport umfasst, vertreten. Dafür wurde der MTV Eintracht Celle vom Deutschen Olympischen Sportbund sowie vom Deutschen Turnerbund mit dem Gütesiegel Sport pro Gesundheit und Pluspunkt Gesundheit ausgezeichnet. Außerdem besitzt der Verein ein vereinseigenes Gesundheits- und Bewegungzentrum.

FußballBearbeiten

MTV Eintracht Fußball
Name MTV Eintracht Fußball
Spielstätte Immobilien-Wilharm-Arena
Plätze 1.500
Cheftrainer Hilger von Elmendorff
Liga Oberliga Niedersachsen
2018/19 1. Platz
(Landesliga Lüneburg)

Nachdem die Fußballer des SV Eintracht Celle in der letzten Saison vor der Fusion aus der Landesliga Lüneburg abgestiegen war, startete der MTV Eintracht in der Saison 2005/06 in der Bezirksliga. Dort startete der neue Verein mit zwei dritten Plätzen in Folge, ehe die Mannschaft im Jahre 2012 in die Kreisliga Celle absteigen musste. Dort gelang der sofortige Wiederaufstieg, bevor der MTV Eintracht 2014 auf Anhieb Vizemeister hinter dem TV Jahn Schneverdingen wurde. Ein Jahr später gelang dann als Meister der Aufstieg in die Landesliga. Im Jahre 2017 gelang der Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen, dem der direkte Wiederabstieg als Vorletzter der Saison 2017/18 folgte. In der Saison 2018/19 gelang der erneute Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen.

Die Heimspiele werden in der Immobilien-Wilharm-Arena ausgetragen. Das Stadion hat eine Kapazität von 1.500 Zuschauerplätzen und war zuvor als Eintracht-Sportpark bekannt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Judo: "Das war ganz klarer Betrug". In: Spiegel Online. 19. September 2000, abgerufen am 9. Juni 2018.
  2. a b c http://www.mtveintrachtcelle.de/index.php?page=296
  3. http://www.mtveintrachtcelle.de/index.php?page=295
  4. http://www.taekwondodata.com/leslie-ellen-lanz.a317.html?lang=de
  5. http://www.nek5.de/2002_04.html