Möggers

Gemeinde in Österreich

Möggers ist eine Gemeinde im Bezirk Bregenz in Vorarlberg mit 524 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021).

Möggers
Wappen Österreichkarte
Wappen von Möggers
Möggers (Österreich)
Möggers
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 11,45 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 9° 49′ OKoordinaten: 47° 34′ 22″ N, 9° 48′ 59″ O
Höhe: 948 m ü. A.
Einwohner: 524 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6900
Vorwahl: 05573
Gemeindekennziffer: 8 02 29
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Weienried 80
6900 Möggers
Website: www.moeggers.at
Politik
Bürgermeister: Georg Bantel
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2015)
(12 Mitglieder)
12
12 
Insgesamt 12 Sitze
  • Gemeindevertretungsliste Möggers: 12
Lage von Möggers im Bezirk Bregenz
AlberschwendeAndelsbuchAuBezauBildsteinBizauBregenzBuchDamülsDorenEggEichenbergFußachGaißauHardHittisauHöchstHörbranzHohenweilerKennelbachKrumbachLangen bei BregenzLangeneggLauterachLingenauLochauMellauMittelbergMöggersReutheRiefensbergSchnepfauSchoppernauSchröckenSchwarzachSchwarzenbergSibratsgfällSulzbergWarthWolfurtVorarlbergLage der Gemeinde Möggers im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Luftbild von Möggers
Luftbild von Möggers
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde befindet sich in der Region Leiblachtal und grenzt im Osten und Nordosten an das deutsche Westallgäu (Landkreis Lindau). Der Nachbarort Scheidegg ist nur wenige Kilometer entfernt. Beim Blick in den Westen kann man, von der richtigen Stelle aus, die deutsche Stadt Lindau und den Bodensee überblicken.

NachbargemeindenBearbeiten

Hohenweiler Sigmarszell (Bayern, D)
Hörbranz   Scheidegg (Bayern, D)
Eichenberg Langen bei Bregenz

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1249. In der Bulle von Innozenz IV. wird erwähnt, dass die Pfarre Mehrerau „an dem Ogiez“ eine Mühle besitzt. In einer Urkunde von 1353 wird von „zem Oggers“ berichtet.

Das Gebiet war lange in Besitz der Montforter, wird aber 1523 von den Habsburgern gekauft. In einer kurzen Unterbrechung von 1805 bis 1814 gehörte es zu Bayern, dann blieb es bis zum Ende der Monarchie bei Habsburg.

Einer der Wege, auf denen im Mittelalter Salz von Solbad Hall an den Bodensee gebracht wurde, führte über den Rucksteig. Dieser steile Weg war eine besondere Herausforderung für die Fuhrwerke und wurde 1544 auf Kaiserlichen Erlass ausgebaut.

Der Haupterwerbszweig war jedoch die Land- und Forstwirtschaft. Der Wasserreichtum in Verbindung mit dem Wald führte zum Bau von Mühlen und Sägen, die schon um 1600 nachgewiesen sind. Später kam die Erzeugung von Holzkohle dazu, die ebenso wie Bretter nach Lochau gebracht und von dort über den Bodensee verschifft wurden. Die Standorte von einigen Mühlen und Kohlplätzen sind noch heute bekannt.

Auf die Landwirtschaft wirkte sich die Vereinödung von 1774 besonders positiv aus. Die damals zusammengeführten Grundstücke bilden noch heute die bäuerliche Grundstruktur.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts begannen Bauern mit der Erzeugung von Butter und Käse. Daraus entwickelten sich Sennerei-Genossenschaften.

Die endgültigen Gemeindegrenzen erhielt Möggers 1922, als Eichenberg eine eigenständige Gemeinde wurde.[1]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

In den zehn Jahren von 1981 bis 1991 waren sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz stark positiv. Dies führte zu dem sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahl. In den darauffolgenden Jahren wanderten viele Einwohner ab, die Geburtenbilanz blieb jedoch positiv.[2]

 
Ulrichskapelle

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei fünfzig Prozent.[3]

Arbeitsstätten, PendlerBearbeiten

Am Ort gab es im Jahr 2011 vier Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 19 Beschäftigten, im Dienstleistungssektor arbeiteten 39 Menschen.[4][5] Von den 288 Erwerbstätigen, die in der Gemeinde lebten, pendelten beinahe 200 zur Arbeit aus.[6]

BildungBearbeiten

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 49 Schüler. In Möggers gibt es zudem einen Kindergarten.

 
Gemeindehaus Möggers.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Gemeindevertretung besteht aus 12 Mitgliedern, die alle der Gemeindevertretungsliste Möggers (einzige Liste, die bei der Gemeindewahlen 2020 kandidierte) angehören.[7]

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 1980 Georg Bantel und ist der dienstälteste Bürgermeister Vorarlbergs (Stand: Februar 2020). Zum Zeitpunkt der Angelobung war er der jüngste Bürgermeister Österreichs.[8]

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen zeigt „Auf blauem Schild das Bildnis des hl. Ulrich mit goldenem Mantel, roter Mitra und goldenem Bischofsstab in der rechten und einer roten Bibel mit goldenem Fisch auf der linken Hand“.[9] Es entstand im Jahre 1969 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Möggers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Möggers. Gemeinde Möggers, abgerufen am 1. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Möggers, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 25. März 2019.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Möggers, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Februar 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Möggers, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Februar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Möggers, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Februar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Möggers, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Februar 2021.
  7. Gemeindewahlen 2020. (PDF) Land Vorarlberg, abgerufen am 1. Februar 2021.
  8. „Dienstältester Bürgermeister kandidiert erneut“ in Radio Liechtenstein vom 12. Februar 2020 (abgerufen am 22. Februar 2020)
  9. Cornelia Albertani, Ulrich Nachbaur: Vorarlberger Gemeindewappenregistratur. Hrsg.: Vorarlberger Landesarchiv. 3. Auflage. Bregenz 2011, ISBN 978-3-902622-17-4, S. 37 (vorarlberg.at [PDF]).