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Leni Breymaier

deutsche Gewerkschafterin und Politikerin (SPD), MdB
Leni Breymaier (2017 auf dem SPD-Bundesparteitag)

Magdalena „Leni“ Breymaier (* 26. April 1960 in Ulm)[1] ist eine deutsche Gewerkschafterin und Politikerin (SPD). Vom 22. Oktober 2016 bis zum 24. November 2018 war sie Vorsitzende der SPD Baden-Württemberg. Seit dem 24. September 2017 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages für den Bundestagswahlkreis Aalen – Heidenheim (gewählt auf Listenplatz eins der SPD Baden-Württemberg). Im Bundestag ist sie Teil der Parlamentarischen Linken, die den linken Parteiflügel der SPD bildet.[2]

Leben und BerufBearbeiten

Breymaier absolvierte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und qualifizierte sich zur Substitutin. Sie gehörte zunächst der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft an und war für diese ab 1982 als Gewerkschaftssekretärin hauptamtlich tätig. Von 2002 bis 2007 war sie stellvertretende Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes und von 2007 bis November 2016 Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft in Baden-Württemberg. Dem Staatsgerichtshof (seit dem 5. Dezember 2015: Verfassungsgerichtshof) für das Land Baden-Württemberg gehörte sie von 2008 bis 2016 als Richterin an. Sie lebt mit ihrem Ehemann seit 1986 in Eislingen/Fils.

PolitikBearbeiten

Breymaier ist seit 1982 Mitglied der SPD und engagiert sich insbesondere in der Gesundheitspolitik und Gleichstellungspolitik. Im November 2009 wurde sie zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg gewählt. Nachdem die SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 mit 12,7 Prozent der Stimmen ihr bisher schlechtestes Landesergebnis erzielt hatte und infolgedessen aus der Landesregierung ausgeschieden war, kündigte der Landesvorsitzende Nils Schmid seinen Rückzug vom Parteivorsitz an.[3] Die Parteilinke[4] Breymaier wurde am 22. Oktober 2016 auf dem Landesparteitag in Heilbronn mit 85 Prozent der Stimmen zur neuen Landesvorsitzenden gewählt.[5] Beim nicht bindenden Mitgliedervotum über den Parteivorsitz in Baden-Württemberg erhielt Breymaier 9.176 Stimmen und ihr Herausforderer Lars Castellucci 9.137 Stimmen. Breymaier kündigte daraufhin an, beim Parteitag am 24. November 2018 nicht zur Wiederwahl anzutreten.[6] Stattdessen trat der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Andreas Stoch, an und setzte sich mit einem Vorsprung von acht Stimmen vor Castellucci durch.[7]

Die SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg wählte Leni Breymaier zum Mitglied der 13., 14. und 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

SonstigesBearbeiten

Breymaier wurde 2004 für die Initiative Qualitätsoffensive Brustkrebs mit dem Barbara-Künkelin-Preis der Stadt Schorndorf ausgezeichnet.[8] Sie war Vorsitzende des Kuratoriums der Carlo-Schmid-Stiftung.[9] Leni Breymaier ist Vorstandsmitglied bei Sisters e.V.[10]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DPA: SPD-Vorsitzende Breymaier heißt eigentlich Magdalena. (Nicht mehr online verfügbar.) In: swp.de. Südwest Presse Online-Dienste GmbH, 7. Dezember 2016, archiviert vom Original am 20. Dezember 2016; abgerufen am 23. Dezember 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swp.de
  2. https://www.parlamentarische-linke.de/unsere-mitglieder/
  3. Reiner Ruf: Bloß kein neuer Anzugträger. In: Stuttgarter-Zeitung.de. Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, 4. Juni 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  4. Parteilinke Breymaier will Südwest-SPD aus der Krise führen. In: Badische-Zeitung.de. Badischer Verlag GmbH & Co. KG, 23. Oktober 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  5. Leni Breymaier neue SPD-Landesvorsitzende. In: Pressemitteilung. SPD-Landesverband Baden-Württemberg, 22. Oktober 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  6. spiegel.de 21. November 2018: Chaos in der Südwest-SPD
  7. Matthias Schiermeyer: Stoch will die SPD aus der Misere führen. Stuttgarter Nachrichten, 24. November 2018, abgerufen am selben Tage.
  8. Rita Rosa Martin: 2004 – Leni Breymaier & die Qualitätsoffensive Brustkrebs. In: Internetpräsenz der Stiftung Barbara-Künkelin-Preis. Bürgermeisteramt Schorndorf, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  9. Website der Carlo-Schmid-Stiftung, abgerufen am 7. Mai 2019
  10. Leni Breymaier: Persönlich - Leni Breymaier. Abgerufen am 26. April 2019.