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Lemiers ist ein Dorf, das an der Ländergrenze zwischen den Niederlanden und Deutschland liegt. Der größere Teil des Dorfes gehört zur Gemeinde Vaals in der niederländischen Provinz Limburg, der kleinere Teil wiederum zum Bezirk Laurensberg innerhalb der deutschen Stadt Aachen im Südwesten von Nordrhein-Westfalen. Insgesamt hat Lemiers etwa 1200 Einwohner.

Lemiers
Stadt Aachen
Koordinaten: 50° 47′ 12″ N, 5° 59′ 30″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Eingemeindet nach: Aachen
Postleitzahl: 52074
Vorwahl: 0241
N278 in Lemiers.
Kapelle aus dem 11. Jahrhundert
Die Kirche von Lemiers

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der niederländische Teil von Lemiers, im limburgischen Dialekt auch Lemieësj sowie von Einheimischen des Öfteren Oud-Lemiers (für Alt-Lemiers) genannt, grenzt im Norden an den Aachener Stadtteil Orsbach, der jedoch mit dem Auto nur auf deutscher Seite entlang des Schneeberges zu erreichen ist. Ein weiterer und nur über die niederländische Seite erreichbarer Nachbarort ist das Dorf Vijlen. Große Teile der Ländergrenze bestehen aus einem Bachlauf, dem Senserbach, einem Zufluss der Göhl. Die Bewohner gelangen daher nur über eine Fußgängerbrücke ins jeweilige Nachbarland. Durch den niederländischen Teil von Lemiers führt die N278 von Aachen über Vaals nach Maastricht.

GeschichteBearbeiten

Ein Heerweg aus der Römerzeit führte mitten durch den Ortskern und lässt auf eine frühe Besiedelung schließen. An diesem Weg liegt auch eine alte Saalkirche, eine Kapelle aus der Zeit um 1100, die als ältestes bestehendes Gotteshaus in den Niederlanden gilt. Der auf deutscher Seite liegende Teil des Ortes Lemiers gehörte im späten Mittelalter auch zum westlichsten Teil des Aachener Reiches, was heute noch anhand der Grenzsteine, den wegen des eingravierten Aachener Wappentiers so genannten Adlersteinen, noch nachvollzogen werden kann. Hier entlang verlief deshalb auch der Aachener Landgraben vom Senserbach kommend und ab Mamelis abknickend hinauf nach Orsbach.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Lemiers
  • Die kleine Kapelle am Heerweg aus dem 11. Jahrhundert, innen und außen restauriert sowie seit 1978 mit modernen Gemälden geschmückt.
  • Das Schloss Lemiers ist in Privatbesitz und nur von außen zu besichtigen.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • J. F. van Agt: Lemiers in Zuid-Limburg. Vaals, Wittem en Slenaken, Staatsuitgeverij, Den Haag (1983, ndl.), online
  • A. van Berkum: Het zaalkerkje van Oud-Lemiers in Publications de la Societe Historique et Archeologique dans le Limbourg (1975, ndl.)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lemiers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Adlersteine Lemiers und Mamelis, Foto-Nr. 18 und 19