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Larry McDonald

US-amerikanischer Politiker
Larry McDonald

Lawrence Patton „Larry“ McDonald (* 1. April 1935 in Atlanta, Georgia; † 1. September 1983 im Japanischen Meer) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1975 und 1983 vertrat er den Bundesstaat Georgia im US-Repräsentantenhaus.

WerdegangBearbeiten

Larry McDonald war ein Cousin von General George S. Patton. Er besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat und danach bis 1951 die Darlington High School in Rome. Zwischen 1951 und 1953 studierte er am Davidson College in North Carolina. Daran schloss sich ein Medizinstudium an der Emory University in Atlanta an, das er im Jahr 1957 beendete. Zwischen 1963 und 1966 erweiterte er seine medizinischen Kenntnisse vor allem auf dem Gebiet der Urologie an der University of Michigan in Ann Arbor. Danach arbeitete er als Mediziner in Atlanta. Zwischen 1959 und 1961 war er im medizinischen Dienst der US-Marine. Dabei war er in Island stationiert, wo er seine erste Frau Anna Tryggvadottir kennenlernte, mit der er drei Kinder haben sollte.

Politisch schloss sich McDonald der Demokratischen Partei an. Zwischen 1969 und 1974 war er zeitweise Vorsitzender des medizinischen Bildungsausschusses des Staates Georgia. McDonald galt innerhalb seiner Partei als sehr konservativ. Er war ein entschiedener Antikommunist und ein Bewunderer von US-Senator Joseph McCarthy aus Wisconsin. McDonald trat der für ihre Verschwörungstheorien bekannten rechtsradikale John Birch Society bei, 1979 wurde er ihr Vorsitzender. Seine politischen Einstellungen führten zu familiären Spannungen und schließlich zur Scheidung von seiner ersten Frau, die seine politischen Ansichten nicht teilte. Im Jahr 1975 heiratete er in zweiter Ehe Kathryn Jackson.

Bei den Kongresswahlen des Jahres 1974 wurde McDonald im siebten Wahlbezirk von Georgia in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 1975 die Nachfolge von John William Davis antrat. Er wurde 1976, 1978, 1980 und 1982 wiedergewählt und vertrat dort die gleichen konservativen Positionen wie zuvor. Am 1. September 1983 war McDonald an Bord des Korean-Airlines-Fluges 007; er wollte an den Feiern zum 30. Jahrestag des amerikanisch-südkoreanischen Verteidigungspaktes[1] teilnehmen. Auf dem Flug geriet die Maschine versehentlich über sowjetisches Hoheitsgebiet und wurde von einem Abfangjäger abgeschossen. Dabei starben alle 269 Menschen an Bord. McDonalds sterbliche Überreste wurden nie gefunden. Er war das erste und einzige Kongressmitglied, das während seiner aktiven Abgeordnetenzeit im Kalten Krieg ums Leben kam.

WeblinksBearbeiten

  • Larry McDonald im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)
 
Ehrenmal für Larry McDonald auf dem Crestlawn-Friedhof, wo sich das Familiengrab befindet.

QuellenBearbeiten

  1. Larry McDonald: Der Krieg im Frieden: Die Strategie des sowjetischen Friedenskampfes gegen die USA, Seewald, 1983, ISBN 3-512-00678-7
  2. Larry McDonald: We Hold These Truths: A Reverent Review Of The US Constitution, Larry McDonald Memorial Foundation, 1976, ISBN 0-9632809-1-0

FußnotenBearbeiten

  1. 'Mutual Defense Treaty Between the United States and the Republic of Korea', siehe auch Nach 50 Jahren. Die Allianz zwischen den USA und Südkorea vor neuen Herausforderungen, S. 6 (pdf)