Kabelitz (Wust-Fischbeck)

Ortsteil von Wust-Fischbeck im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt

Kabelitz ist ein Ortsteil von Wust-Fischbeck in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land (Landkreis Stendal) in Sachsen-Anhalt.

Kabelitz
Wappen Kabelitz
Koordinaten: 52° 32′ 32″ N, 12° 3′ 4″ O
Höhe: 32 m ü. NHN
Einwohner: 160 (31. Dez. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Fischbeck (Elbe)
Postleitzahl: 39524
Vorwahl: 039323
Kabelitz (Sachsen-Anhalt)
Kabelitz

Lage in Sachsen-Anhalt

GeographieBearbeiten

Kabelitz liegt rund zwei Kilometer östlich von Fischbeck und etwa 5 km östlich der Elbe. Der Ort ist über die Kreisstraße 1031 mit Fischbeck verbunden. Im Norden führt die Bundesstraße 188 im Abschnitt StendalRathenow vorbei, auf der hier in einem Teilbereich auch die nördliche Route der Straße der Romanik verläuft.

In unmittelbarer Ortsnähe befindet sich das Biosphärenreservat Mittelelbe. Am östlichen und westlichen Ortsrand gibt es je einen Teich.

GeschichteBearbeiten

1144 kam der Burgward Kabelitz zum Kloster Jerichow aus vorherigem Besitz des Hochstifts Havelberg.[2] 1950 wurde es nach Fischbeck eingemeindet, seit dem 1. Oktober 2010 gehört es zur Gemeinde Wust-Fischbeck. Bei dem Hochwasser in Mitteleuropa 2013 kam es nach einem Deichbruch bei Fischbeck zu einer Überflutung durch Elbewasser.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die evangelische St.-Martin-Kirche in Kabelitz, in der Mitte des Ortes gelegen, wurde als gotischer Backsteinbau anstelle einer romanischen Kirche errichtet, der Turm um 1710 angefügt. Sie besteht aus einem langgestreckten rechteckigem Kirchenschiff, einem gleich breiten Westturm und einem gerade abschließenden Altarraum. Die beiden Obergeschosse des Turms wurden im Fachwerkstil errichtet. Unterhalb der Traufe ist das Kirchenschiff mit dem Deutschen Band verziert, die Ostwand ist fensterlos. Das Kircheninnere ist flachgedeckt, an der Westwand befindet sich eine Empore. Ältester Einrichtungsgegenstand ist ein zweiflügliger geschnitzter Altaraufsatz aus dem frühen 15. Jahrhundert.[3]
  • In der Dorfmitte steht ein Gefallenendenkmal.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Wust-Fischbeck

LiteraturBearbeiten

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII) – Band 1 – A–K. In: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, S. 1093.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025
  2. Gottfried Wentz: Das Bistum Havelberg, 1963, S. 192
  3. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt I. Deutscher Kunstverlag, 2002, ISBN 3-422-03069-7.