Jon Bon Jovi

US-amerikanischer Sänger

Jon Bon Jovi (* 2. März 1962 als John Francis Bongiovi Jr. in Perth Amboy, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Komponist der Rockband Bon Jovi. Darüber hinaus ist er als Schauspieler tätig.

Jon Bon Jovi (2017)

BiografieBearbeiten

Sein Vater ist John Bongiovi (geb. als Giovanni Bongiovì), ein aus Sciacca in Sizilien stammender Friseur slowakischer Abstammung.[1] Seine Mutter, Carol Sharkey Bongiovi, war früher Playboy-Modell[2] und hatte einen Blumenladen. Die beiden lernten sich bei der Marineinfanterie der Vereinigten Staaten[2] kennen. Bis 2006 war die Mutter Leiterin des offiziellen Bon-Jovi-Fanclubs Backstage with Jon Bon Jovi (BWJBJ).

Jon hat zwei jüngere Brüder, Anthony Bongiovi (* 1964), der in Los Angeles lebt und unter anderem Musikvideos produziert, und Matthew Bongiovi (* 1974), der zeitweise Tourmanager der Gruppe Bon Jovi war und heute in New Jersey eine Bar betreibt.

Am 29. April 1989 heiratete Jon seine Highschool-Liebe Dorothea Rose Hurley (* 29. September 1962) während der New Jersey-Tour in der Graceland Wedding Chapel in Las Vegas. Mit ihr hat er vier Kinder: Stephanie Rose (* 31. Mai 1993), Jesse James Louis (* 19. Februar 1995), Jacob Hurley (* 7. Mai 2002) und Romeo Jon (* 29. März 2004). Seiner Tochter widmete er den Song I Got the Girl, welcher auf dem Album Crush veröffentlicht wurde.

 
Bon Jovi (rechts) mit Jonathan King, 1987

Der Rockstar engagierte sich im Wahlkampf zu den US-Präsidentschaftswahlen 2004 für den demokratischen Herausforderer John Kerry. Außerdem unterstützte er beim US-Wahlkampf 2008 den demokratischen Bewerber Barack Obama.[3] Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2000 hatte er, zusammen mit Richie Sambora, bereits Al Gore unterstützt. Bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 unterstützte er Hillary Clinton.

Er war Eigentümer des Arena-Football-Teams der Philadelphia Soul.

Seine größten musikalischen Einflüsse sind Southside Johnny & the Asbury Jukes, Bruce Springsteen, Bob Dylan, Thin Lizzy, Alice Cooper und Aerosmith.[4]

 
Jon Bon Jovi während eines Bon-Jovi-Konzerts (2007)

Im Jahr 2015 wurde er mit einem Ehrendoktor an der Rutgers University für seine musikalischen Erfolge und sein soziales Engagement ausgezeichnet. Am 20. Mai 2019 erhielt er einen Ehrendoktor für Musik an der University of Pennsylvania.

WohltätigkeitBearbeiten

Jon Bon Jovi arbeitete bereits im Namen vieler Organisationen und Einrichtungen. Er war unter anderem tätig in der Zusammenarbeit mit den Special Olympics, dem Amerikanischen Roten Kreuz, der Elizabeth Glaser Pediatric AIDS Foundation, dem Habitat for Humanity, dem Covenant House, dem Project H.O.M.E. und der Jon Bon Jovi Soul Foundation.

Er wurde zum ersten Gründungsbotschafter des Habitat-for-Humanity-Ambassador-Programms ernannt, welches im Rahmen der Interessensvertretungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Non-Profit-Organisation stattfand. Innerhalb dieser gemeinnützigen Einrichtung engagiert sich der Sänger seit 2005; anfangs durch die Bereitstellung von Geldmitteln, die bei der Erbauung von sechs Häusern in Philadelphia ihren Nutzen fanden. In gemeinsamer Arbeit mit den Hauseigentümern und zahlreichen Mitgliedern der Philadelphia-Soul-Football-Mannschaft konnte der Bau fertiggestellt werden. Die Baustelle diente nebenbei als Schauplatz für das Musikvideo von Who Says You Can’t Go Home. Im Jahr 2006 spendete er der Organisation eine Million US-Dollar, um an der Finanzierung der Errichtung von 28 Häusern an der von einem Hurrikane heimgesuchten Küste Louisianas mitzuwirken. 2007 kündigte er ein Projekt an, welches sich mit der Sanierung von 15 Häusern in Nord-Philadelphia befassen soll.[5] Während eines Auftritts bei der The Oprah Winfrey Show im Jahr 2005 erbrachte die Band eine Spende in Höhe von einer Million US-Dollar für die sogenannte Angel-Network-Stiftung.

Mit Gründung der Jon Bon Jovi Soul Foundation im Jahre 2006 brachte der Sänger hauptsächlich die Intention zum Ausdruck, Ursachen zu bekämpfen, die Familien in den finanziellen Abgrund zwingen.[6] Durch das vielseitige Arrangieren von diversen Programmen und Partnerschaften unterstützt die Einrichtung mittellose Familien und Individuen, die größtenteils der Obdachlosigkeit zum Opfer gefallen sind.[7] Am 19. Oktober 2011 eröffnete Jon Bon Jovi schließlich die JBJ Soul Kitchen, die den Gästen die freie Auswahl darin gibt, ob und wie viel sie für ihre Speisen bezahlen wollen.[8]

AuszeichnungenBearbeiten

Im Juli 1991 wurde Jon Bon Jovi für seinen Song Blaze of Glory aus dem Film Young Guns II mit dem Golden Globe Award ausgezeichnet. Außerdem wurde das Stück für den Oscar und den Grammy Award nominiert. 1998 erhielt er einen Echo als bester Solo-Künstler.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1990 Blaze of Glory DE4
(33 Wo.)DE
AT1
 
Platin

(22 Wo.)AT
CH4
 
Platin

(31 Wo.)CH
UK2
 
Gold

(23 Wo.)UK
US3
 
×2
Doppelplatin

(41 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. August 1990
1997 Destination Anywhere DE1
 
Platin

(47 Wo.)DE
AT1
 
Gold

(26 Wo.)AT
CH1
 
Platin

(17 Wo.)CH
UK2
 
Gold

(27 Wo.)UK
US31
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 16. Juni 1997

Weitere Alben

  • 1995: Jon Bon Jovi (AT:  Gold)

Singles als LeadmusikerBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1990 Blaze of Glory
Blaze of Glory
DE16
(19 Wo.)DE
AT2
(18 Wo.)AT
CH5
(23 Wo.)CH
UK13
(8 Wo.)UK
US1
 
Platin

(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juli 1990
Miracle
Blaze of Glory
DE47
(14 Wo.)DE
CH20
(7 Wo.)CH
UK29
(5 Wo.)UK
US12
(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1990
1994 Please Come Home for Christmas
A Very Special Christmas 2
UK7
 
Silber

(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 5. Dezember 1994[10]
1997 Midnight in Chelsea
Destination Anywhere
DE9
(9 Wo.)DE
AT8
(10 Wo.)AT
CH5
(16 Wo.)CH
UK4
(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 26. Mai 1997
Queen of New Orleans
Destination Anywhere
DE60
(5 Wo.)DE
CH50
(1 Wo.)CH
UK10
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 18. August 1997
Janie, Don’t Take Your Love to Town
Destination Anywhere
DE38
(9 Wo.)DE
AT40
(1 Wo.)AT
UK13
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 14. November 1997
1998 Ugly
Destination Anywhere
DE75
(9 Wo.)DE
AT39
(1 Wo.)AT
CH41
(4 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. April 1998

Weitere Singles

  • 1991: Never Say Die
  • 2012: Not Running Anymore
  • 2015: Beautiful Day

Singles als GastmusikerBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
2010 Everybody Hurts
DE16
(7 Wo.)DE
AT23
(7 Wo.)AT
CH16
(2 Wo.)CH
UK1
 
Platin

(6 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 7. Februar 2010
mit Helping Haiti

Weitere Gastbeiträge

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Goldene Schallplatte

  • Argentinien  Argentinien
    • 1997: für das Album Destination Anywhere
  • Australien  Australien
    • 1991: für die Single Miracle
    • 1997: für das Album Destination Anywhere
  • Brasilien  Brasilien
    • 1997: für das Album Destination Anywhere
  • Japan  Japan
    • 1990: für das Album Blaze of Glory
  • Neuseeland  Neuseeland
    • 1990: für die Single Blaze of Glory
  • Spanien  Spanien
    • 1990: für das Album Blaze of Glory

Platin-SchallplatteBearbeiten

  • Australien  Australien
    • 1990: für das Album Blaze of Glory
    • 1990: für die Single Blaze of Glory
  • Europa  Europa
    • 1997: für das Album Destination Anywhere
  • Japan  Japan
    • 1997: für das Album Destination Anywhere
  • Kanada  Kanada
    • 1997: für das Album Destination Anywhere
  • Neuseeland  Neuseeland
    • 1990: für das Album Blaze of Glory
  • Spanien  Spanien
    • 1997: für das Album Destination Anywhere

2× Platin-SchallplatteBearbeiten

  • Kanada  Kanada
    • 1990: für das Album Blaze of Glory

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
  Silber   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
  Argentinien (CAPIF) 0! S   Gold1 0! P 20.000 capif.org.ar (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive)
  Australien (ARIA) 0! S   2× Gold2   2× Platin2 210.000 aria.com.au
  Brasilien (PMB) 0! S   Gold1 0! P 50.000 pro-musicabr.org.br
  Deutschland (BVMI) 0! S 0! G   Platin1 500.000 musikindustrie.de
  Europa (IFPI) 0! S 0! G   Platin1 (1.000.000) ifpi.org (Memento vom 1. Januar 2014 im Internet Archive)
  Japan (RIAJ) 0! S   Gold1   Platin1 350.000 riaj.or.jp
  Kanada (MC) 0! S 0! G   3× Platin3 300.000 musiccanada.com
  Neuseeland (RMNZ) 0! S   Gold1   Platin1 20.000 nztop40.co.nz
  Österreich (IFPI) 0! S   2× Gold2   Platin1 100.000 ifpi.at
  Schweiz (IFPI) 0! S 0! G   2× Platin2 100.000 hitparade.ch
  Spanien (Promusicae) 0! S   Gold1   Platin1 150.000 mediafire.com
  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 0! G   3× Platin3 3.000.000 riaa.com
  Vereinigtes Königreich (BPI)   Silber1   2× Gold2   Platin1 1.000.000 bpi.co.uk
Insgesamt   Silber1   11× Gold11   17× Platin17

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

FilmeBearbeiten

FernsehserienBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Jon Bon Jovi: Bon Jovi – When We Were Beautiful (Das offizielle Buch von Jon Bon Jovi). Hannibal Verlag, Höfen 2010, ISBN 978-3-85445-323-9 (Originalausgabe: Bon Jovi: When We Were Beautiful).

QuellenBearbeiten

  1. Jon Bon Jovi: How I became a poster boy for marriage. In: independent.ie. 15. November 2006, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  2. a b Interview (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive) bei Larry King, 16. August 2006
  3. Bon Jovi sammelt Spenden für Obama
  4. Steckbrief (Memento vom 21. Januar 2010 im Internet Archive) auf bonjovi.com, Zugriff am 22. Mai 2010
  5. Bon Jovi to Restore Rundown Philly Homes. In: PEOPLE.com. (people.com [abgerufen am 28. September 2018]).
  6. Jürgen Seibold: It’s My Life: Jon Bon Jovi. Biografie. Neues Leben, Berlin 2022, ISBN 978-3-355-01910-1, S. 137.
  7. Home – JBJ Soul Foundation. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. September 2018; abgerufen am 28. September 2018 (amerikanisches Englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jonbonjovisoulfoundation.org
  8. JBJ Soul Kitchen. Abgerufen am 28. September 2018 (englisch).
  9. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  10. VÖ und Charts zu „Please Come Home for Christmas“
  11. Gary Trust: Paul McCartney, Jon Bon Jovi, Sheryl Crow & More Chart With Charity ‘Earth’ Single. In: billboard.com. 18. September 2015, abgerufen am 29. November 2021 (englisch).

WeblinksBearbeiten

Commons: Jon Bon Jovi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien