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Il castello di Kenilworth

Oper von Gaetano Donizetti
Werkdaten
Titel: Il castello di Kenilworth
Originaltitel: Elisabetta al castello di Kenilworth
Form: Opera seria
Originalsprache: Italienisch
Musik: Gaetano Donizetti
Libretto: Andrea Leone Tottola
Literarische Vorlage: Walter Scott: Amy Robsart
Uraufführung: 6. Juli 1829
Ort der Uraufführung: Teatro San Carlo, Neapel
Spieldauer: ca. 130 min
Ort und Zeit der Handlung: Kenilworth Castle
Personen

Il castello di Kenilworth ist eine Opera seria in drei Akten von Gaetano Donizetti. Das Libretto verfasste Andrea Leone Tottola. Das historische Vorbild für Albert war Robert Dudley, 1. Earl of Leicester.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Il castello di Kenilworth ist Donizettis 26. Oper. Die Uraufführung hätte am 30. Mai 1829 stattfinden sollen. Da Donizetti aber unter einem heftigen Syphilisschub litt, musste sie auf den 6. Juli verschoben werden. Sie fand im Teatro San Carlo in Neapel statt, zuerst unter dem Titel Elisabetta al castello di Kenilworth. Es sangen Adelaide Tosi (Elisabetta), Luigia Boccabadati (Amelia), Giovanni David (Alberto), Berardo Winter (Warney), Gennaro Ambrosini (Lambourne) und Virginia Eden (Fanny). Im Gegensatz zur öffentlichen Hauptprobe, bei der die Oper stark applaudiert wurde, verhielt sich das Publikum bei der Premiere kühl, zeigte sich dann aber am 12. Juli wieder begeistert. Donizetti selbst unterschätzte sein neuestes Werk: Er wäre nicht bereit, von Il paria auch nur ein einziges Stück wegzugeben, auch wenn er dafür die ganze Elisabetta bekäme. 1829 kam die Oper zu zehn Aufführungen und weiteren vier im folgenden Jahr.[1]

Eine für eine Ausstellung in Mailand überarbeitete Version der Oper wurde unter dem Titel Il castello di Kenilworth am 24. Juni 1830 aufgeführt, ebenfalls im Teatro San Carlo. Il castello di Kenilworth war Donizettis erste Oper mit einem Thema aus der englischen Geschichte. 1830 folgte Anna Bolena als erstes Werk der sogenannten Tudor-Trilogie, später Maria Stuarda und schließlich Roberto Devereux.

HandlungBearbeiten

Erster AktBearbeiten

 
Kenilworth Castle 1865, Gemälde von Georg Saal

Königin Elisabeth I. möchte Leicester auf Schloss Kenilworth besuchen, die Heirat ist geplant. Dieser hat sich aber heimlich mit Amelia Robsart verlobt, hegt aber immer noch Hoffnung, einmal selber König von England werden zu können. Aus Furcht vor Elisabeths Reaktion bittet er seinen Diener Lambourne, Amelia in ein abgeschiedenes Zimmer des Schlosses bringen zu lassen, bis die Königin wieder abgereist ist. Warney bringt Amelia weg und gibt als Grund an, der Herzog liebe sie nicht mehr. Er gibt vor, sie vor ihm zu beschützen und versucht sie zu verführen. Als ihn Amelia zurückweist, schwört er Rache. Inzwischen kommt die Königin an. Sie wird glanzvoll begrüßt und freut sich, Leicester wiederzusehen.

Zweiter AktBearbeiten

Warney überredete Leicester, Amelia in ein entferntes Schloss bringen zu lassen. Leicester besucht Amelia und spielt den besorgten Ehemann. Amelia glaubt ihm nicht, nennt ihn ihren Kerkermeister und beharrt darauf, sich frei bewegen zu können. Später kann sie aus ihrem Gemach durch einen Geheimgang entkommen. Sie begegnet im Schlosspark der Königin. Traurig erzählt sie, was sie bedrückt; sie denkt, Leicester habe sie verraten.

Wütend eilt die Königin mit Amelia zu Leicester und verlangt eine Erklärung. Warney versucht, Amelia als seine Gemahlin auszugeben, die das empört zurückweist, aber nicht von ihrer Verbindung zu Leicester erzählt. Die Königin lässt Amelia gefangen nehmen.

Dritter AktBearbeiten

Elisabeth bietet Leicester erstmals die Krone an und er ist nun gezwungen, seine Verbindung mit Amelia zu gestehen. Die Königin droht mit Vergeltung. Warney versucht, Amelia zu vergiften, was aber durch Amelias Vertraute Fanny verhindert werden kann. Die Königin vernimmt davon, lässt Warney festnehmen, verzeiht Leicester und heißt seine Verlobung mit Amelia gut.

LiteraturBearbeiten

  • Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern. Hallwag, Bern 1982. ISBN 3-444-10272-0

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. operamanager (Memento vom 25. Februar 2016 im Internet Archive)