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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Harsleben
Harsleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Harsleben hervorgehoben
Koordinaten: 51° 52′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Verbandsgemeinde: Vorharz
Höhe: 123 m ü. NHN
Fläche: 27,85 km2
Einwohner: 2135 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38829
Vorwahl: 03941
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 140
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 7
38828 Wegeleben
Website: vorharz.net
Bürgermeister: Christel Bischoff (Parteilos)
Lage der Gemeinde Harsleben im Landkreis Harz
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Über dieses Bild
Kirche Harsleben
Luftaufnahme von Harsleben mit Halberstadt

Harsleben ist eine Gemeinde, die zur Verbandsgemeinde Vorharz im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt) gehört.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt im nördlichen Harzvorland am Goldbach südöstlich der Kreisstadt Halberstadt. Durch den Ort führt die Bundesstraße 79 nach Quedlinburg, von der östlich eine Verbindungsstraße nach Wegeleben abzweigt.

 
Harsleben aus 1000 m Höhe

GeschichteBearbeiten

Harsleben wurde 1136 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1648 zum Bistum Halberstadt, das dann säkularisiert und als Fürstentum Halberstadt mit dem Kurfürstentum Brandenburg vereinigt wurde. Harsleben war Sitz eines eigenen Amtes und gelangte 1815 an den Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Gemeinderat Harsleben am 7. Juni 2009; Wahlbeteiligung: 46,3 %)

  • CDU – 54,3 %, 8 Sitze
  • Wählergruppen – 40,2 %, 5 Sitze
  • Einzelwahlvorschlag – 6,5 %, 1 Sitz

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 17. Februar 1936 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „Schräggeteilt von Rot über Silber; oben drei im rechten Winkel abwärts kehrend gestellte sechsstrahlige silberne Sterne, unten ein abnehmender roter Mond.“[2]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • siehe Liste der Kulturdenkmale in Harsleben
  • Evangelische Kirche St. Simon und Judas, die das Ortsbild prägt. Der erste Bau wurde um 1200 errichtet, ein Umbau zur evangelischen Kirche im Renaissancestil erfolgte 1601. Das Kirchenschiff besitzt nach dem Umbau eine Holzkassettendecke und wird von einer starken Eichensäule getragen. Der kreuzrippengewölbte Chor im gotischen Stil entstand im 14. Jahrhundert. Die Altarplatte mit einer noch nicht entschlüsselten Inschrift aus der Zeit vor der Reformation trägt Weihekreuze und eine Vertiefung für die Reliquie. Der barocke Altaraufsatz und die dazugehörige Kreuzigungsgruppe sind aus der Zeit um 1690. Die im Renaissancestil erbaute Kanzel mit Intarsiamuster stammt von 1601 und wurde in den Altar eingefügt. Der Taufstein mit einer in der Höhe beweglichen Holzdecke ist ein vermutlich von Georg Kreibel um 1602 gefertigtes Bildhauerwerk.
  • Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für einen sowjetischen und drei polnische Zwangsarbeiter (darunter ein 13-jähriges Mädchen), die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden

WirtschaftBearbeiten

Bis August 2007 war in Harsleben die traditionsreiche Käserei Rusack ansässig, die nur wenige Jahre nach der Übernahme durch die Müller-Gruppe geschlossen wurde. Es existieren die üblichen Handwerksbetriebe im Ort, des Weiteren gibt es in dem Gewerbegebiet einige Autohäuser sowie Lebensmittelproduktionsbetriebe und Medizinartikel Hersteller. Eine Tankstelle existiert ebenfalls in Harsleben.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Harsleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2017 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde § 2 Absatz 1