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Huy (Gemeinde)

Gemeinde in Sachsen-Anhalt, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Huy
Huy (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Huy hervorgehoben
Koordinaten: 52° 0′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Höhe: 122 m ü. NHN
Fläche: 167,27 km2
Einwohner: 7165 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 38836 (Anderbeck, Badersleben, Dedeleben, Huy-Neinstedt, Pabstorf, Vogelsdorf),
38838 (Aderstedt, Dingelstedt, Eilenstedt, Eilsdorf, Schlanstedt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 039401, 039422, 039425, 039428
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 185
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 243
38838 Huy
Website: www.gemeindehuy.de
Bürgermeister: Thomas Krüger (CDU)
Lage der Gemeinde Huy im Landkreis Harz
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Über dieses Bild

Huy ([hyː] „Hüh“) ist eine Gemeinde im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Huy liegt im Bereich des gleichnamigen Höhenzugs. Nachbargemeinden sind Osterwieck, die Kreisstadt Halberstadt, Schwanebeck, die Verbandsgemeinde Westliche Börde im Landkreis Börde, die Samtgemeinde Heeseberg im niedersächsischen Landkreis Helmstedt, die Samtgemeinde Schöppenstedt im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel und die ebenfalls zum Landkreis Wolfenbüttel gehörende Samtgemeinde Elm-Asse.

PolitikBearbeiten

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Huy als Einheitsgemeinde entstand am 1. April 2002 aus der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Huy durch den freiwilligen Zusammenschluss der elf bis dahin selbständigen Mitgliedsgemeinden.[2] Diese bilden die Ortsteile:

Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Dingelstedt.[3]

Bürgermeister und GemeinderatBearbeiten

Am 15. März 2009 wurde Thomas Krüger (CDU) mit 68,8 % zum Bürgermeister gewählt.[4] Er wurde am 13. März 2016 mit 100 % wiedergewählt. Er war der einzige Kandidat.[5]

Sitzverteilung im Gemeinderat nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 :[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Grün; vorn 5 (2:2:1) steigende grüne Buchenblätter, hinten 6 (2:2:2) silberne Schilfstengel mit Blatt.“

Die neugebildete Einheitsgemeinde übernahm das genehmigte Wappen der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Huy. Die Gestaltung des Wappens basiert auf den natürlichen Gegebenheiten der Landschaft, in der die 11 Ortsteile angesiedelt sind. 5 Dörfer liegen an den Hängen des Huy, sie werden durch 5 grüne Buchenblätter symbolisiert (auf dem Rücken des Huy befinden sich vorwiegend Buchenbestände). 6 Orte liegen am Rand des Großen Bruchs, sie werden durch 6 silberne Schilffrüchte mit Schilfblatt (im Volksmund “Bumskolben” genannt) symbolisiert.

Das Wappen wurde von der Magdeburger Heraldikerin Erika Fiedler gestaltet.

FlaggeBearbeiten

Die Gemeinde Huy führt eine Flagge. Sie zeigt die Farben Grün-Silber (Weiß) mit dem aufgelegten Wappen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Ferienstraße Straße der Romanik, die zu historischen Bauwerken in ganz Sachsen-Anhalt führt. Die Wirtschaft wird hauptsächlich von verschiedenen Kleinunternehmen und der Landwirtschaft geprägt. In Pabstorf befindet sich ein Unternehmen für Reisemobil- und Servicefahrzeugbau, in Dedeleben ist eine Kerzenmanufaktur ansässig.

VerkehrBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 244 von Wernigerode über Helmstedt nach Wittingen. Der ÖPNV wird durch Linienbusse durchgeführt. Die ehemals durch das Gemeindegebiet verlaufende Bahnstrecke Jerxheim–Nienhagen wird nicht mehr betrieben. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Halberstadt und Heudeber-Danstedt an der Bahnstrecke Halle–Vienenburg / Bahnstrecke Heudeber-Danstedt–Bad Harzburg/Vienenburg.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Baudenkmäler der Gemeinde sind im örtlichen Denkmalverzeichnis eingetragen.

GebäudeBearbeiten

 
Roederhof, auf der Bergkuppe im Hintergrund die Huysburg
 
Die Burg Westerburg im Ortsteil Dedeleben
  • Das 1080 gegründete und 1972 wiederbegründete Benediktinerkloster Huysburg bei Dingelstedt, eine Station der Straße der Romanik
  • Die Pfarrkirche St. Trinitatis in Aderstedt vom Ende des 17. Jahrhunderts mit einer sehenswerten, reichen Ausstattung.
  • Der Röderhof mit Schloss von 1830 unterhalb der Huysburg
  • Burg Westerburg, die älteste erhaltene Wasserburg Deutschlands

GedenkstättenBearbeiten

  • Grabstätten auf dem Ortsfriedhof des Ortsteiles Pabstorf für zwei Polen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof in Dingelstedt am Huy zur Erinnerung an die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppten Frauen, die bei der Explosion in der Munitionsfabrik Huy 1944 Opfer von Zwangsarbeit wurden

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen mit Bezug zu HuyBearbeiten

  • Ludolf Hermann Müller (1882–1959), Bischof der Evangelischen Kirchen der Kirchenprovinz Sachsen, war 1922–1927 Pfarrer in Dingelstedt
  • Olaf Wegewitz (* 1949), Maler und Grafiker, lebt in Huy-Neinstedt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Huy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2017 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Gemeinde Huy, abgerufen am 22. Februar 2019
  4. Tabelle des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt
  5. Tabelle des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt
  6. Mitteldeutsche Zeitung, abgerufen am 4. Dezember 2014