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Aderstedt (Huy)

Ortsteil von Huy (Landkreis Harz)

Aderstedt ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Huy sowie eine ehemalige Gemeinde im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Aderstedt
Einheitsgemeinde Huy
Koordinaten: 52° 1′ 52″ N, 10° 59′ 49″ O
Höhe: 94 m
Einwohner: 345 (31. Dez. 2016)
Eingemeindung: 1. April 2002
Postleitzahl: 38838
Vorwahl: 039428

GeografieBearbeiten

Zu Aderstedt gehörte der Wohnplatz Wassermühle.

 
Gut Aderstedt
 
Dorfkirche Aderstedt

GeschichteBearbeiten

Am 1. August 1004 wurde Aderstedt in einer Schenkungsurkunde des Königs Heinrich II. an das Kloster Drübeck als Atherstedi erstmals urkundlich erwähnt.[1]

Die Grafen von Regenstein hatten hier Besitz als Lehnsnehmer des Hochstifts Halberstadt, den sie an Ministerialen weiterverlehnten, die sich nach dem Ort benannten, erstmals erwähnt 1212 mit Giselbertus de Aderstide. 1343 mussten die Regensteiner ihr Lehen an die Grafen von Wernigerode abtreten. Die Herren von Aderstedt erwarben auch Eigenbesitz in der Gegend. Margarete von Aderstedt brachte Anfang des 15. Jahrhunderts Aderstedt durch Heirat an die Herren von Spiegel.

Ihnen folgten 1544 die Herren von Veltheim. Die Aderstedter Linie der Veltheims erlosch im Jahr 1726, eine andere Linie folgte noch bis 1854. Die ursprüngliche Wasserburg war durch ein Rittergut der Barockzeit ersetzt worden, das die Brüder Josias und Friedrich August von Veltheim im Jahre 1767 begannen und das nach dem Tode von Josias durch seinen Bruder im Jahre 1771 vollendet wurde. In der Kirche befinden sich Epitaphe der Familie.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Aderstedt mit der Landgemeinde Aderstedt vereinigt.[2]

Der Ort wurde früher auch als Aderstedt am Bruch oder am Moorbruch bezeichnet.

Am 1. April 2002 bildete die damalige Gemeinde Aderstedt zusammen mit den anderen zehn Gemeinden der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Huy die neue Gemeinde Huy.[3]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 12. Juli 1995 vom Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt und im Landesarchiv Sachsen-Anhalt unter der Nr. 68/1995 registriert.

Die Blasonierung lautet: In Grün eine silberne Glocke an einem silbernen Balken begleitet von zehn silbernen Sternen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. UB Drübeck Nr. 6
  2. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 203.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002