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Dedeleben

Ortsteil von Huy (Landkreis Harz)

Dedeleben ist ein Ortsteil der Gemeinde Huy im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Dedeleben
Gemeinde Huy
Wappen von Dedeleben
Koordinaten: 52° 1′ 58″ N, 10° 53′ 25″ O
Höhe: 98 m
Fläche: 21,83 km²
Einwohner: 951 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 2002
Postleitzahl: 38836
Vorwahl: 039422

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt direkt am Landschaftsschutzgebiet Großes Bruch. Das ehemalige Feuchtgebiet begrenzt das nördliche Harzvorland nach Norden hin.

Zur Gemeinde Dedeleben gehörte der Ortsteil Westerburg und der Wohnplatz Kummühle.

 
Altes Haus und Kirchenruine
 
Dorfkirche Dedeleben

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde Dedeleben im Jahr 1057. Der Marienbach trennte in alten Zeiten das Dorf in Groß- und Klein-Dedeleben bzw. Nord- und Süd-Dedeleben. Durch den Zusammenschluss dieser Orte entstand 1909 Dedeleben in seiner heutigen Form.

Am 17. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Dedeleben mit der Landgemeinde Dedeleben vereinigt.[1]

Der Ort feierte am 8. Juli 2007 mit einem großen Festumzug sein 950-jähriges Bestehen.

Am 1. April 2002 bildete die Gemeinde Dedeleben zusammen mit den anderen zehn Gemeinden der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Huy die neue Gemeinde Huy.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1785 1841 1910 1939 1964 2005
940 1.324 1.875 1.650 1.620 1.174

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Marienkirche mit barocker Altarwand von 1746
  • Pfarrwitwenhaus
  • Grabstätte auf dem Ortsfriedhof für einen während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppten namentlich bekannten Polen, der hier 1942 ein Opfer der Zwangsarbeit wurde

VerkehrBearbeiten

Dedeleben hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Jerxheim–Nienhagen.

PersönlichkeitenBearbeiten

Der Orgelbaumeister Andreas Schweimb (1654–1701) und der Verleger Otto Paulmann (1899–1986) wurden in Dedeleben geboren.

Robert Meyer (1864–1947), Gynäkologe und Pathologe, betrieb von 1890 bis 1894 im Ort eine Landarztpraxis. Der Bildhauer Walter Howard (1910–2005) lebte ab 1992 einige Zeit in Dedeleben.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 231.
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002

WeblinksBearbeiten