Gmina Prostki

Gmina in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen

Die Gmina Prostki ist eine Landgemeinde Prostki im Powiat Ełcki der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch Prostken) mit etwa 3000 Einwohnern.

Gmina Prostki
Wappen der Gmina Prostki
Gmina Prostki (Polen)
Gmina Prostki
Gmina Prostki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełcki
Geographische Lage: 53° 42′ N, 22° 26′ OKoordinaten: 53° 41′ 53″ N, 22° 25′ 48″ O
Einwohner: siehe Gmina
Postleitzahl: 19-335
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK65: GołdapBiałystok
Schienenweg: Białystok–Korsze
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 41 Schulzenämter
Fläche: 230,47 km²
Einwohner: 7263
(30. Jun. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2805042
Verwaltung (Stand: 2018)
Wójt: Rafał Wilczewski
Adresse: ul. 1 Maja 44b
19-335 Prostki
Webpräsenz: prostki.pl



GeographieBearbeiten

 
Karte der Gemeinde

Die Gemeinde liegt im Südosten der Woiwodschaft und grenzt an die Woiwodschaft Podlachien. Nachbargemeinden sind in letzterer Rajgród im Osten, die Landgemeinde Grajewo im Südosten, die Stadtgemeinde Grajewo im Süden, Szczuczyn im Südwesten, in der Woiwodschaft Ermland-Masuren die Gemeinden Biała Piska im Westen, Ełk im Norden und Kalinowo im Nordosten. Die Kreisstadt Ełk (Lyck) ist etwa neun Kilometer in nördlicher Richtung entfernt.

Auf dem Gebiet gibt es eine Reihe kleinerer Seen. Der Fluss Ełk (Leck oder Lyck) durchzieht die Gemeinde von Nord nach Süd.

Diese hat eine Fläche von 230,47 km², die zu 66 Prozent land- und zu 22 Prozent forstwirtschaftlich genutzt werden.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde wurde 1973 wieder gegründet, nachdem sie von 1954 bis 1972 in Gromadas aufgeteilt wurde. In den Jahren von 1973 bis 1975 gehörte sie zum Powiat Grajewski, der 1975 in diesem Zuschnitt aufgelöst wurde. Ihr Gebiet gehörte von 1946 bis 1975 zur Woiwodschaft Białystok und anschließend bis 1998 zur selben Woiwodschaft im kleinen Zuschnitt. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde wieder zum Powiat Ełcki und zur Woiwodschaft Ermland-Masuren, die neu gebildet wurde und dem polnischen Teil der ehemaligen Provinz Ostpreußen entspricht.

GliederungBearbeiten

Die Landgemeinde Prostki besteht aus 41 Dörfern mit Schulzenamt (sołectwo):[2]

Vier kleinere Ortes sind drei Schulzenämtern zugeordnet:[2]

  • Ciernie (Czernien 1938–1945 Dornberg) zu Dybowo
  • Kibisy (Kybissen 1939–1945 Kibissen) zu Dybowo
  • Sokółki (Sokolken 1938–1945 Stahnken) zu Popowo
  • Wojtele (Woytellen 1938–1945 Woiten) zu Guty Rożyńskie

VerkehrBearbeiten

Die Landesstraße DK65 (ehemals Reichsstraße 132) führt über die Kreisstadt Ełk (Lyck) und Olecko (Marggrabowa, auch Oletzko) nach Gołdap (Goldap) – Grenzübergang zum Oblast Kaliningrad, Russland sowie in südöstlicher Richtung über Grajewo und Białystok nach Bobrowniki – Grenzübergang nach Weißrussland.

In der Gemeinde bestehen die Bahnstationen Prostki (Prostken) und Lipińskie Małe (Lipinsken, Ksp. Ostrokollen, 1938 bis 1945 Lindenfließ) an der Bahnstrecke Głomno–Białystok, die 1871 als Ostpreußische Südbahn eröffnet wurde. – Bis 2001 bediente die Ełcka Kolej Wąskotorowa (Lycker Kleinbahnen) die Stationen Wiśniowo Ełckie (Wischniewen, 1938 bis 1945 Kölmersdorf), Kopijki (Goldenau), Krzywe (Krzywen, 1907 bis 1945 Rundfließ) und Zawady-Tworki (Endstation; Sawadden, 1938 bis 1945 Grenzwacht).

Der nächste internationale Flughafen Danzig ist ähnlich weit entfernt wie die Flughäfen in Warschau.

WeblinksBearbeiten

Commons: Gmina Prostki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2019. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,99 MiB), abgerufen am 24. Dezember 2019.
  2. a b bip.prostki.pl: Sołectwa. (Liste, abgerufen am 13. Juli 2020)