Gmina Mrągowo

polnische Landgemeinde

Die Gmina Mrągowo [ˈɡmina mrɔŋˈɡɔvɔ] ist eine polnische Landgemeinde im Powiat Mrągowo in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Sie umschließt die Stadt Mrągowo (deutsch Sensburg), in der sich auch der Amtssitz der Landgemeinde befindet, die aber als eigene Stadtgemeinde nicht dazu gehört.

Gmina Mrągowo
?
Gmina Mrągowo (Polen)
Gmina Mrągowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Mrągowo
Geographische Lage: 53° 52′ N, 21° 18′ OKoordinaten: 53° 52′ 0″ N, 21° 18′ 0″ O
Einwohner:
(31. Dez. 2020)[1]
Postleitzahl: 11-700[2]
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NMR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 16: (Litauen–) PoćkunyEłkOlsztynGrudziądzDolna Grupa
DK 59: GiżyckoRozogi
DW 591: MichałkowoKętrzyn → Mrągowo
DW 600: SzczytnoRybno → Mrągowo
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Warschau
Danzig
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 66 Ortschaften
31 Schulzenämter
Fläche: 294,87 km²
Einwohner: 8023
(31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2810032
Verwaltung (Stand: 2016)
Wójt: Jerzy Krasiński
Adresse: ul. Królewiecka 60 A
11-700 Mrągowo
Webpräsenz: bip.gminamragowo.net



LageBearbeiten

Die Gmina Mrągowo liegt am Rande der Masurischen Seenplatte inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 70 Kilometer nordöstlich deren Hauptstadt Olsztyn (Allenstein). Sie hat 8023 Einwohner (Stand 31. Dezember 2020) und umfasst 31 Schulzenämter bei insgesamt 66 Ortschaften. Ihre Fläche von 294.87 km² entspricht 27,7 % der Fläche des Powiat Mrągowski. 61 % der Gemeindefläche werden agrarwirtschaftlich genutzt, 19 % sind Forsten. Von 1975 bis 1998 gehörte die Gmina zur Woiwodschaft Olsztyn.

Nachbargemeinden sind:

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Landgemeinde gehören 31 Schulzenämter und 35 weitere Ortschaften.

Polnischer Name Deutscher Name Umbenennungen
Bagienice Alt Bagnowen 1938 Althöfen
Bagienice Małe Klein Bagnowen 1929 Bruchwalde
Bagnowski Dwór Gut Bagnower Wald 1938 Gut Althöfen
Boża Wólka Bosembwolka 1938 Dreißighuben
Boże Bosemb 1938 Bussen
Boże Małe Waldhausen
Brodzikowo Marienhof
Budziska Budzisken 1929 Wachau
Czerniak Schwarzwald
Czerwonki Czerwanken 1930 Rotenfelde
Dobroszewo Freynowen 1938 Freihof
Gązwa Gonswen 1938 Gansen
Głazowo Neu Grabowen 1938 Neugrabenhof
Grabowo Grabowen 1938 Grabenhof
Gronowo Grunau
Gronowo Waldhaus/Forst Grunau
Gwiazdowo Sternfelde
Joachimowo Joachimowen 1938 Joachimshuben
Karwie Karwen
Kiersztanowo Kerstinowen 1938 Kersten
Kosewo Kossewen 1938 Rechenberg
Kosewo Górne Ober Kossewen 1938 Oberrechenberg
Krzesowo (Krzosowo) Krzossowen 1938 Kreuzeck
Krzywe Krummendorf
Kucze Kutzen
Lasowiec Sternwalde
Lembruk Langenbrück
Marcinkowo Mertinsdorf
Miejski Las
Mierzejewo Mnierczeiewen 1928 Mertenau
Młynowo Ober Mühlenthal
Muntowo Muntowen 1938 Muntau
Nikutowo Nikutowen 1938 Niekuten
Notyst Dolny
Notyst Mały Klein Notisten
Notyst Wielki Groß Notisten
Nowe Bagienice Neu Bagnowen 1938 Borkenau
Nowy Probark Proberg
Palestyna (Mrągowo)
Pełkowo Pelkshof
Piotrówka Petersberg
Polska Wieś Polschendorf 1928 Stangenwalde
Popowo Salęckie Pfaffendorf
Porębiska Porembischken 1938 Vierwinden
Poręby Poremben
Probark Neu Proberg
Ruska Wieś Reuschendorf
Rydwągi Rudwangen
Sądry Zondern
Sobięcin (Mrągowo) Kleinsruh
Szczerzbowo Scziersbowen 1927 Talhausen
Szestno Seehesten
Troszczykowo Troscziksberg 1936 Troszigsberg
1938 Trotzigsberg
Tymnikowo Timnikswalde 1938 Ratswalde
Użranki Uszranken 1881 Königshöhe
Wierzbowo Wiersbau 1938 Lockwinnen
Witomin Friedrichsberg
Wola Muntowska Muntowenwolla
Wólka Bagnowska Bagnowenwolka 1929 Tiefendorf
Wólka Baranowska Bieberstein
Wymysły Wymisly 1938 Katzenbuckel
Wyszembork Weißenburg
Zalec Salza
Zawada Sawadden 1938 Balz
Śniadowo (Żniadowo) Schniodowen 1938 Schniedau

KirchenBearbeiten

Die meisten evangelischen Kirchenglieder im Gemeindegebiet gehören zur St.-Trinitatis-Pfarrkirche in der Stadt Mrągowo. Diese unterhält eine Filialkirche in Użranki (Königshöhe, bis 1881 Uszranken) – der einzigen evangelischen Kirche im Gemeindegebiet. Sie ist Teil der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Auch die meisten Katholiken im Gemeindegebiet gehören zu einer der katholischen Pfarrkirchen in der Stadt Mrągowo. Aber es gibt auch Pfarrkirchen im Gemeindegebiet – insgesamt drei, und zwar in Grabowo (Grabowen, 1938 bis 1945 Grabenhof), Szestno (Seehesten) – beide im Erzbistum Ermland – und in Użranki (Königshöhe) im Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen.

VerkehrBearbeiten

Das Gebiet der Gmina Mrągowo wird von je zwei Landesstraßen und Woiwodschaftsstraßen durchzogen:

Über diese Straßen wird die Verbindung in die Nachbarregionen und -woiwodschaften hergestellt. Das Gemeindegebiet selbst ist durch Nebenstraßen und Landwege vernetzt.

Es besteht für die Gmina Mrągowo keine Bahnanbindung mehr. Am 30. Juni 1966 wurde die Bahnstrecke (Kętrzyn–) Sławkowo–Mrągowo (vor 1945 von den Rastenburger Kleinbahnen betrieben) aufgegeben. 2009/2010 folgte die Bahnstrecke Czerwonka–Ełk (Rothfließ–Lyck), während die Bahnstrecke Sensburg–Niedersee bereits in Kriegsfolge 1945 stillgelegt und abgebaut worden war.

Das Gebiet der Gmina Mrągowo ist nur unzulänglich an den Luftverkehr angeschlossen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind nur auf langwierigem Wege per Bus oder Auto zu erreichen:

WeblinksBearbeiten

Commons: Gmina Mrągowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2020. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,72 MB), abgerufen am 12. Juni 2021.
  2. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis (PDF; 7,3 MB), 2013, S. 797.