Göxe

Ortsteil von Barsinghausen

Das Dorf Göxe [ˈgøːksə] ist ein nordöstlicher Ortsteil der Stadt Barsinghausen in der Region Hannover, Niedersachsen (Deutschland). Im Ort kreuzen sich die L390 mit der Bundesstraße 65.

Göxe
Wappen von Göxe
Koordinaten: 52° 20′ 30″ N, 9° 32′ 52″ O
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 1,44 km²
Einwohner: 535[1]
Bevölkerungsdichte: 372 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Eingemeindet nach: Goltern
Postleitzahl: 30890
Vorwahl: 05108
Göxe (Niedersachsen)
Göxe

Lage von Göxe in Niedersachsen

Ehrenmal – Am Kucksberg
Ehrenmal – Am Kucksberg

GeschichteBearbeiten

Göxe wird erstmals im Jahre 1266 in einer Urkunde als „Gokesse“ erwähnt. Diese Bezeichnung bedeutet soviel wie „zu den Häusern des Gogo“.[2]

Der Ort lag dicht an der mittelalterlichen Handelsstraße, die Hildesheim und Braunschweig mit den Städten Westfalens verband und dessen Verlauf weitgehend dem der heutigen B 65 entspricht.

Göxe vereinte sich am 1. Juli 1968 mit den Gemeinden Eckerde, Großgoltern, Nordgoltern und Stemmen zur Gemeinde Goltern.[2] Am 1. März 1974 erfolgte im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen die Eingliederung der Gemeinde Goltern in die Stadt Barsinghausen,[3] die heute über 18 Ortsteile verfügt.

PolitikBearbeiten

Stadtrat und BürgermeisterBearbeiten

Göxe wird auf kommunaler Ebene von dem Rat der Stadt Barsinghausen vertreten.

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Wappens von Göxe stammt von dem in Gadenstedt geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der schon die Wappen von Aligse, Bantorf, Barrigsen und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 10. November 1959 durch den Regierungspräsidenten in Hannover erteilt.[2]

Blasonierung: „In Blau aus grünem Schildfuß eine goldene Eiche mit sieben Blättern und vier Eicheln, davor in Silber der „Lügenstein“, eine runde Steinplatte auf drei Stützen.“[2]
Wappenbegründung: Die in ungebrochener Lebenskraft wachsende mehrhundertjährige Rieseneiche ist eine Zierde des Dorfes und ein stummer Zeuge aus der Vergangenheit in die Zukunft, der Stein zu ihren Füßen aber weist in die Frühgeschichte des Ortes, so dass beide als Symbole für ein zu gestaltendendes Wappen dem Rat der Gemeinde gefallen haben. Bei dem Deckstein handelt es sich jedoch nicht um den ursprünglichen Sandstein, welcher als germanische Opferstätte genutzt wurde, sondern um den Mühlstein des benachbarten Ortes Stemmen. Der Ort lieferte, wegen eines Frevels, um das Jahr 1885 diesen Ersatzstein, weil Jugendliche aus Stemmen im Übermut den Urstein wie ein Wagenrad durch den Ort rollten, bis er dabei umkippte und zerbrach.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Lügensteine liegen an der Einmündung der Lügensteinstraße zur Bundesstraße vor der Hundertjährigen Eiche. Eiche und Steine finden beide Verwendung im Ortswappen.

BaudenkmälerBearbeiten

Siehe Liste der Baudenkmale in Göxe

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

  • AGRAVIS Technik Weser-Aller – Traktorenwerkstatt und Verkaufsraum der Raiffeisen für das gesamte Wesergebiet
  • VISION Lasertechnik – Produktion und Entwicklung von industriellen und medizinischen Lasern im Bunker einer ehemaligen Reservevermittlungsstelle aus der Zeit des Kalten Krieges

WeblinksBearbeiten

 Commons: Göxe – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zahlen und Fakten. Auf: Internetseite der Stadt Barsinghausen, abgerufen am 21. Juli 2017.
  2. a b c d Landkreis Hannover: Wappenbuch Landkreis Hannover. Im Selbstverlag des Autors veröffentlicht, Hannover 1985, S. 42–43.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.