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Funkturm Halle

Turm in Halle (Saale)
Funkturm Halle
Funkturm Halle.jpg
Basisdaten
Ort: Halle (Saale)
Land: Sachsen-Anhalt
Staat: Deutschland
Höhenlage: 105 m ü. NHN
Verwendung: Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Deutsche Funkturm
Turmdaten
Bauzeit: 2005
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit dem 5. Dezember 2005
Gesamthöhe: 160,5 m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Sendetyp: DVB-T2 HD
Positionskarte
Funkturm Halle (Sachsen-Anhalt)
Funkturm Halle
Funkturm Halle
Koordinaten: 51° 27′ 38,6″ N, 11° 59′ 36″ O

Der Funkturm Halle ist der zweithöchste für funktechnische Zwecke errichtete freistehende Stahlfachwerkturm in Deutschland (nach den Funkturm Leipzig). Er wurde im Jahr 2005 in Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt) von der Steffens & Nölle GmbH im Auftrag der Deutschen Telekom AG für die Verbreitung von Fernsehprogrammen im DVB-T-Modus errichtet und ist 160,5 Meter hoch.

Inhaltsverzeichnis

SendebetriebBearbeiten

Der DVB-T-Betrieb startete offiziell am 5. Dezember 2005. Übertragen wurden seitdem ausschließlich öffentlich-rechtliche Programme, private Fernsehanstalten beantragten zunächst aufgrund der geringen Reichweite keine Lizenz. Jedoch am 30. April 2009 wurde durch die Sächsische Landesmedienanstalt der Sendergruppe RTL die Zulassung im Verbreitungsgebiet Leipzig-Halle erteilt, nachdem die Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt bereits die Zustimmung erteilte. Von Dezember 2009 bis 31. Dezember 2014[1] wurde VISEO+ mit sechs Programmen der RTL Gruppe im MPEG-4-Verfahren verbreitet. Für die Dekodierung des mit Conax verschlüsselten Signals war ein zusätzlicher Decoder nötig.[2]

Am 31. Mai 2016 begann die Pilotbetrieb-Ausstrahlung von DVB-T2 HD Programmen.

Am 29. März 2017 endete die Ausstrahlung von DVB-T-Programmen und der Regelbetrieb von DVB-T2 HD wurde aufgenommen. Seitdem senden im DVB-T2-Standard die Programme der ARD (MDR-Mux), des ZDF sowie das kommerzielle Angebot von freenet TV (in Irdeto verschlüsselt) im HEVC-Videokodierverfahren und in Full HD Auflösung.

Neben dem Funkturm wird in Halle auch von einem etwa drei Kilometer entfernten Bürogebäude in der Magdeburger Straße das Programm von TV Halle im alten DVB-T-Standard übertragen.

Frequenzen und ProgrammeBearbeiten

Analoges Radio (UKW)Bearbeiten

Frequenz 
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
98,3 Rockland Sachsen-Anhalt ROCKLAND D3DA - 0,5 D (330°) H

Digitales Fernsehen (DVB-T2)Bearbeiten

Die DVB-T2 HD-Ausstrahlungen aus Halle sind im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.

Alle kursiv dargestellten Sender sind verschlüsselt und nur über die DVB-T2 HD-Plattform freenet TV empfangbar.

Kanal Fre­quenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
An­tennen­dia­gramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polari­sation
hori­zontal (H) /
vertikal (V)
Modu­lations­ver­fahren FEC Guard­inter­vall Bitrate 
(MBit/s)
Gleichwellennetz (SFN)
38 610 MDR 1 (ARD) 50 ND V 64-QAM 3/5 19/256 23,6 Wittenberg, Halle-Stadt
24 498 MDR 2 (ARD) 50 ND V 64-QAM 3/5 19/256 23,6 Leipzig/Messegrund, Wittenberg, Halle-Stadt
49 698 Substream 0:

ZDF

(ZDFmobil)

Substream 1: MEDIA BROADCAST

Substream 0:

Substream 1:

50 ND V 64-QAM 3/5 19/128 22 Leipzig/Messegrund, Halle-Stadt
43 650 MEDIA BROADCAST

(RTL Group)

50 ND V 64-QAM 2/3 1/16 27,6 Leipzig/Messegrund, Halle-Stadt
28 530 MEDIA BROADCAST

(ProSiebenSat.1 Media)

50 ND V 64-QAM 2/3 1/16 27,6 Leipzig/Messegrund, Halle-Stadt
26 514 MEDIA BROADCAST Substream 0:

Substream 1:

  • freenet.TV Info
  • ssu (System Software Update service)
50 ND V 64-QAM 2/3 1/16 27,6 Leipzig/Messegrund, Halle-Stadt

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Viseo.tv Betreiberhomepage. Abgerufen am 5. Februar 2015
  2. mjl: RTL Deutschland erhält Zulassung für digitales Antennenfernsehen (DVB-T) im Raum Halle/Leipzig. Digital Production, 4. Mai 2009, abgerufen am 4. Mai 2009.

WeblinksBearbeiten