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Ensdorf (Oberpfalz)

Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ensdorf
Ensdorf (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ensdorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 469 m ü. NHN
Fläche: 41,46 km2
Einwohner: 2176 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92266
Vorwahl: 09624
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 120
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 4
92266 Ensdorf
Website: www.ensdorf.de
Bürgermeister: Markus Dollacker (CSU)
Lage der Gemeinde Ensdorf im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der OberpfalzKönigstein (Oberpfalz)Hirschbach (Oberpfalz)EtzelwangWeigendorfBirglandKastl (Lauterachtal)EdelsfeldEdelsfeldVilseckNeukirchen bei Sulzbach-RosenbergSulzbach-RosenbergEichen (gemeindefreies Gebiet)FreihungHirschauGebenbachSchnaittenbachHahnbachIllschwangFreudenberg (Oberpfalz)UrsensollenEbermannsdorfEnsdorf (Oberpfalz)KümmersbruckRieden (Oberpfalz)HohenburgSchmidmühlenPoppenrichtAmmerthalAmbergLandkreis Neustadt an der WaldnaabWeiden in der OberpfalzLandkreis SchwandorfLandkreis BayreuthLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Ensdorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Ensdorf liegt in der Region Oberpfalz-Nord.

GemeindegliederungBearbeiten

Ensdorf hat 18 Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Ensdorf, Garsdorf, Taubenbacher Forst, Thanheim, Wolfsbach.

GeschichteBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Jakob (ehemalige Klosterkirche)
 
Turm der ehemaligen Pfarrkirche St. Stephan

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1028. Ausgrabungen am sogenannten Stephansturm, dem einzigen Rest der 1805 abgebrochenen Pfarrkirche St. Stephan, erbrachten den Nachweis einer Kirche des 10. Jahrhunderts.[3] Dendrochronologische Untersuchungen haben ergeben, dass der Turm im Jahr 1075 erbaut wurde.[4] Er ist somit eines der ältesten Bauwerke der Oberpfalz. Ensdorf gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum 1121 durch Pfalzgraf Otto V. von Scheyern und Bischof Otto von Bamberg gegründeten Kloster Ensdorf, einem der ältesten Klöster der heutigen Oberpfalz, gehörte. Der Ort war zwar Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark, deren Sitz das Kloster war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. JahrhundertBearbeiten

Seit 1920 haben sich die Salesianer Don Boscos im ehemaligen Benediktinerkloster niedergelassen.

EingemeindungenBearbeiten

Garsdorf (zum Teil), Thanheim und Wolfsbach wurden am 1. April 1971 in die Gemeinde eingegliedert.[5]

Am 1. September 2015 erfolgte die Auflösung des gemeindefreien Gebiets Hirschwald. Dabei wurde ein Teil in die Gemeinde Ensdorf eingegliedert und die Gemeindefläche wuchs auf 61,0372 km² an.[6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1933: 0825 Einwohner
  • 1939: 0761 Einwohner
  • 1961: 1765 Einwohner
  • 1970: 1902 Einwohner
  • 1987: 1934 Einwohner
  • 1991: 2054 Einwohner
  • 1995: 2142 Einwohner
  • 2000: 2222 Einwohner
  • 2005: 2278 Einwohner
  • 2010: 2227 Einwohner
  • 2015: 2219 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Markus Dollacker (CSU).

GemeinderatBearbeiten

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,2 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     6 Sitze  (42,9 %)
  SPD 4 Sitze (28,6 %)
  Christliche Wähler/Blockfreie Wähler 2 Sitze (14,2 %)
  Bürgernahe Demokratische Liste 2 Sitze (14,2 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

WappenBearbeiten

Das Wappen wird seit 1928 geführt.

Amtliche WappenbeschreibungBearbeiten

In Silber ein roter Zickzackbalken zwischen drei (2:1) blauen Lilien.

Bedeutung der SymboleBearbeiten

Es verweist auf das Kloster Ensdorf, welches den Wittelsbacher Zickzackbalken im Wappen führte. Die drei Lilien sind dem Wappen der Grafen von Kastl-Sulzbach entnommen und erinnern an Heilika, die Klostergründerin.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Ensdorf unterhält eine Partnerschaft mit der gleichnamigen saarländischen Gemeinde Ensdorf.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 67 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 729. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es je drei Betriebe. Zudem bestanden 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1966 Hektar, davon waren 1690 Ackerfläche und 273 Dauergrünfläche.

Des Weiteren gibt es seit 2008 in Ensdorf das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit[7], das zur Förderung von Umwelt- und Klimaschutz gegründet wurde.

VereineBearbeiten

  • DJK Ensdorf, größter Verein in der Gemeinde Ensdorf mit mehr als 800 Mitgliedern

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern/drei Lehramtsanwärter und 120 Schülern

Hauptschule Ensdorf: Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 gibt es für die Schulen Ensdorf und Rieden eine neue Regelung. Alle Schulkinder der Jahrgänge 1–4 besuchen nicht mehr die Grund- und Teilhauptschule II in Ensdorf, sondern wechselten zur Grund- und Teilhauptschule I nach Rieden, jetzt nur noch Grundschule Rieden. Die Jahrgänge 5 und 6, die bisher noch in Rieden untergebracht waren, wechselten zur Hauptschule Ensdorf. Jetzt sind die Klassen 5–9 in der Hauptschule Ensdorf untergebracht.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/180939&attr=OBJ&val=884
  3. Mathias Hensch: Der Stephansturm in Ensdorf – eines der ältesten Bauwerke der Oberpfalz. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2005. Stuttgart 2006, S. 116–119.
  4. Hensch, wie Anm. 3
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419.
  6. Amtsblatt der Oberpfalz, aufgerufen am 1. September 2015
  7. http://www.zen-ensdorf.de/

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ensdorf (Oberpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien