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Königstein (Oberpfalz)

Marktgemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Königstein
Königstein (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Königstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 36′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Königstein
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 35,13 km2
Einwohner: 1719 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92281
Vorwahl: 09665
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 135
Marktgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Oberer Markt 20
92281 Königstein
Website: www.markt-koenigstein.de
Bürgermeister: Hans Koch (CSU / EL)
Lage des Marktes Königstein im Landkreis Amberg-Sulzbach
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Über dieses Bild
Königstein

Königstein ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Königstein.

Inhaltsverzeichnis

GemeindegliederungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals um das Jahr 1130 als „Chungestein“ erwähnt, was so viel wie Königsburg bedeutet. Es war Sitz der Reichsministeralien von Königstein, die urkundlich im Jahre 1125 genannt wurden und nach 1250 ausstarben. 1393 übernahm Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt den Ort. Im Jahre 1357 wurde das Dorf Königstein zum Markt erhoben. Bis zum Jahre 1623 stand Königstein unter der Herrschaft der Herren von Breitenstein, deren Turnierschild dem Markt von König Maximilian I. Joseph 1817 als Marktwappen verliehen wurde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gaißach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Kürmreuth, Namsreuth und Sigras hinzu.[3] Zum 1. Januar 2003 kam ein Teil des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Ober- und Unterwald zum Gemeindegebiet hinzu.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Königstein besteht aus zwölf Gemeinderäten und dem Bürgermeister. Diese Bürgermeistermehrheit sichert der CSU die Mehrheit im Gremium, nachdem diese bei den Kommunalwahlen 2014 zwei Sitze an die FWG abgeben musste.

  CSU/Einheitsliste     6 Sitze  (12.476 Stimmen)
  Freie Wählergemeinschaft 6 Sitze (10.660 Stimmen)

Die Wahlbeteiligung sank von 76,3 Prozent (2008) auf 73,8 Prozent (2014).

PartnerstädteBearbeiten

 
Stadtschild der Partnerstadt – Königstein – Kreis Sächschische Schweiz

Königstein hat zwei gleichnamige Partnerstädte: Königstein im Taunus bei Frankfurt am Main und Königstein (Sächsische Schweiz) bei Dresden.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

 
St. Georg
 
St. Michael

In Königstein befinden sich die evangelische St.-Georgs-Kirche und die katholische St.-Michaels-Kirche.

Die gut erhaltene Burgkapelle der Burgruine Breitenstein aus dem 12. Jahrhundert oberhalb des Ortsteils Breitenstein ist die einzige romanische zweigeschossige Doppelkapelle der gesamten Oberpfalz.

NaturBearbeiten

Königstein bietet ein umfangreiches Wanderwegenetz, das zu sehenswerten Felsen, Höhlen und Bergen führt. In der Nähe der Ortschaft liegen der Berg Ossinger, die Maximiliansgrotte, die Bismarckgrotte, die Sonnenuhr, die Anton-Völkel-Grotte und die Breitensteiner Bäuerin.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

HotelsBearbeiten

Eine Besonderheit von Königstein im näheren Umland ist die außergewöhnlich Hohe Dichte an Hotels. So befinden sich allein im Ortskern rund um den Marktplatz 5 solche Gebäude.

Wohn- und PflegeheimeBearbeiten

Im Gemeindegebiet finden sich mehrere Einrichtungen für betreutes Wohnen, bzw. zur Versorgung von behinderten Menschen.

GewerbeBearbeiten

In Königstein finden sich mit den Firmen Reisedienst_Meidenbauer und Kugler-Reisen zwei überregional tätige Busunternehmen. Diese decken neben Fernreisen teilweise auch den öffentlichen Nahverkehr in der Region ab.

Ein weiterer Arbeitgeber im Gemeindegebiet ist das Bauunternehmen Taubmann. Dieses besteht aus 3 Unternehmensgruppen für Massivbau. Holzbau und einem Abbundzentrum. Die Firma baut Wohn-, Gewerbe-, Büro- und Spezialimmobilien.[8]

FeuerwehrBearbeiten

Die Freiwillige Feuerwehr Königstein wurde im Jahr 1872 gegründet. Auf dem heutigen Stand der Technik deckt die Wehr ein breites Spektrum an Einsatzszenarien ab. Neben der ursprünglichen Aufgabe der Brandbekämpfung umfasst dies technische Einsätze wie zum Beispiel Türöffnungen oder Verkehrsunfällen, bis hin zu Katastrophenschutzeinsätzen. Die Wehr unterhält (Stand 2019) 5 Fahrzeuge, verteilt auf 2 Feuerwachen.[9]

SonstigesBearbeiten

Einen Kilometer nördlich von Königstein befindet sich die älteste bisher entdeckte menschliche Wohnstätte in der Oberpfalz, das sogenannte Kühloch (Höhlenkataster Fränkische Alb, Katasternummer A 40). Dort hausten vor mehr als 12.000 Jahren Höhlenbären. Auch Reste von Eisfüchsen und vom Mammut wollen Forscher dort gefunden haben. Von den Steinzeitmenschen, die die Höhle als Behausung nutzten, sind Steinbohrer aus blaugrauem Feuerstein, Klingenkratzer aus Hornstein und Skelettreste überliefert. Auch Jahrtausende später diente das Kühloch noch als Unterschlupf. Dort versteckten die Bauern in den Kriegen ihr Vieh. Aus dieser Zeit stammt der Name Kühloch. Außerdem nutzte Raub- und Mordgesindel die Höhle als Zufluchtstätte.

Söhne und Töchter von KönigsteinBearbeiten

  • Johann Georg Beringer (1829–1919), Fernmeldeinspektor und Bienenfachmann
  • Friedrich Wiesend (1909–1972), Ballettmeister an den Opern in Darmstadt und Berlin, inszenierte in Königstein ein Festspiel über das Schicksal derer von Breitenstein.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Königstein (Oberpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien