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Ebersbach (Wilhelmsdorf)

Ortsteil von Wilhelmsdorf

Ebersbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Wilhelmsdorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Ebersbach
Gemeinde Wilhelmsdorf
Koordinaten: 49° 34′ 35″ N, 10° 44′ 47″ O
Höhe: 358 m ü. NHN
Einwohner: 62 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 91489
Vorwahl: 09104

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt an zwei namenlosen Bächen, die beide linke Zuflüsse des Albachs ist, der wiederum ein linker Zufluss der Mittleren Aurach ist. Ca. 0,33 km nordwestlich des Ortes liegt das Flurgebiet Röten, dahinter liegt das Waldgebiet Hohe Birker. Im Nordosten liegt der Sauweiher, ca. 0,5 km dahinter das Waldgebiet Bastei.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wird 1361/64 im burggräflichen Salbuch als „Eberspach“ erwähnt. Zu dieser Zeit unterstand der Ort dem burggräflichen Amt Schauerberg. Nach dessen Auflösung kam der Ort zum neu geschaffenen Amt Emskirchen.[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ebersbach 6 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen inne. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: 5 Anwesen dem Fürstentum Bayreuth (Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen: 3, Klosteramt Münchaurach: 2) und 1 Anwesen dem Rittergut Wilhemsdorf.[4]

1810 kam Ebersbach an das neue Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberreichenbach zugeordnet. Es gehörte der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Eckenberg an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) löste es sich und bildete eine eigene Ruralgemeinde, zu der Oberalbach und Trabelshof gehörten.[5] Diese unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit über ein Anwesen hatte bis 1848 das Patrimonialgericht Wilhemsdorf inne.[6] Ab 1862 wurde Ebersbach vom Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1938 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 vom Rentamt Markt Erlbach (1920–1929: Finanzamt Markt Erlbach, ab 1929: Finanzamt Neustadt an der Aisch) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Erlbach, 1880–1950er Amtsgericht Markt Erlbach, ab 1950er Amtsgericht Fürth. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 5,376 km².[7]

Am 1. Juli 1971 wurde Ebersbach im Zuge der Gebietsreform nach Wilhemsdorf eingemeindet.[8]

BaudenkmalBearbeiten

  • Steinkreuze, wohl spätmittelalterlich, Sandstein. 1. Etwa 1 km nördlich des Ortes an einem Waldweg westlich von Trabelshof. Bis an die Arme versunken. – 2. Rest eines Steinkreuzes an der Straße von Ebersbach nach Oberreichenbach bei der Abzweigung Oberalbach.[9]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Ebersbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 141 172 177 175 152 153 151 146 160 154 131 131 128 125 128 123 122 113 107 170 160 151 142 128
Häuser[10] 25 25 24 29 24 20 22 24
Quelle [11] [12] [13] [13] [14] [13] [15] [13] [13] [16] [13] [13] [17] [13] [13] [13] [18] [13] [13] [13] [19] [13] [7] [20]

Ort Ebersbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 56 63 60 57 57 46 54 64 67 52 62
Häuser[10] 10 11 11 9 8 8 10 11
Quelle [11] [12] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [7] [20] [1]

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraße NEA 11/ERH 15 führt an Oberalbach vorbei nach Brunn bzw. nach Oberreichenbach. Die NEA 21 führt an der Unteralbachermühle vorbei nach Wilhelmsdorf.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 343 (Digitalisat).
  2. Ebersbach im BayernAtlas
  3. H. Sponholz (Hrsg.), S. 91.
  4. H. H. Hofmann, S. 91.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 33 (Digitalisat). H. H. Hofmann S. 226.
  6. H. H. Hofmann, S. 199.
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 804 (Digitalisat).
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
  9. R. Strobel, S. 58f.
  10. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  11. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 20 (Digitalisat). Für die Gemeinde Ebersbach zuzüglich der Einwohner von Oberalbach (S. s. 65) und Trabelshof (S. 92).
  12. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 99 (Digitalisat).
  13. a b c d e f g h i j k l m n Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. Heft 192 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1954, DNB 451478568, S. 179, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  14. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1059, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  15. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1225, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  16. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1159 (Digitalisat).
  17. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1232 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1270 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1096 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 177 (Digitalisat).