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Eberhard Schunck 2006

Eberhard Schunck (* 21. April 1937 in Augsburg) ist ein Architekt aus München.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

WerdegangBearbeiten

Auf den Schulbesuch in Augsburg folgte das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule München von 1956 bis 1961. Nach Mitarbeit im Büro Prof. Gerhard Weber eröffnete Eberhard Schunck 1967 sein eigenes Architekturbüro. Nach Lehraufträgen u. a. an der Universität Stuttgart erfolgte 1982 die Berufung zum Professor an die Fachhochschule Augsburg und 1984 an die Universität Stuttgart. Von 1992 bis zur Pensionierung 2002 war Eberhard Schunck Ordinarius am Lehrstuhl für Baukonstruktion an der Fakultät für Bauingenieurwesen der TU München. Sein Anliegen war die Verbindung der Ausbildung von Bauingenieuren und Architekten. Durch die Einbindung in die Architekturfakultät als Entwurfslehrer betreute er Entwürfe, die von Architekten und Ingenieuren gemeinsam bearbeitet wurden. Durch die Organisation regelmäßiger Vorträge über die Geschichte des Bauingenieurwesens in Stuttgart und München und deren Dokumentation in der Reihe Materialien zur Geschichte des Bauingenieurwesens trug er dazu bei, das Geschichtsbewusstsein der jungen Bauingenieure zu stärken. Seine Architektur ist sachlich, konstruktiv ausgerichtet und geht immer auf die gegebene Situation ein. Sie lebt von der bestimmenden Kraft der tragwerkrelevanten Bauteile und von der sorgfältigen Durcharbeitung im Detail. Seine Bauwerke lassen sich durch die Aufnahme zeitgemäßer Elemente gut in ihre Planungszeit einordnen, vermeiden aber modische Zutaten. Neben seinen architektonischen Werken wurde Eberhard Schunck durch sein Standardwerk Dachatlas geneigte Dächer international bekannt. Es wurde in sieben Sprachen (u. a. ins Chinesische) übersetzt.

FamilieBearbeiten

Prof. Schunck heiratete 1963, hat zwei Kinder und lebt in München.

Ausgewählte WerkeBearbeiten

 
Werner-von-Siemens-Gymnasium
 
Klinikum Schwabing, Südlicher Funktionsbau mit Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach
 
Kirchenzentrum Langwasser
  • 1968–1972: Gemeindezentrum Schwaig Evangelische Thomasgemeinde
  • 1972–1975: Schulzentrum Perlach Nord, Quiddestrasse, darunter Städtisches Werner-von-Siemens-Gymnasium
  • 1973–1975: Verbandschule Zusmarshausen
  • 1975–1977: Schulzentrum Eichstätt, darunter Willibald-Gymnasium (Eichstätt)
  • 1979–1982: Kreiskrankenhaus Eichstätt (heute: Klinik Eichstätt) mit Schuster-Pechtold
  • 1987–1988: Gemeindestützpunkt Unterhaching
  • 1985–1986: Ökumenisches Kirchenzentrum Nürnberg Langwasser, darunter Martin-Niemöller-Kirche und St. Maximilian Kolbe
  • 1986–1988: Rathaus Garching
  • 1994–1999: Klinikum Schwabing Südlicher Funktionsbau mit Schuster Pechtold
  • 1992–1993: Sprachheilschule Eichstätt
  • 1993–2005: Schulzentrum Poing
  • 2004–2005: Autobahnlärmschutz Bayreuth-Laineck (Einhausung)
  • 2000–2008: Grundschule Alte Allee (heute: An der Schäferwiese)
  • 1998–2004: Tiefgarage und Konferenzzentrum Bamberg an der Konzerthalle
  • 2001–2002: Förderzentrum Pulling/Freising
  • 2006–2009: Fußgängerbrücke Schramberg

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

Wichtige PublikationenBearbeiten

  • 1989: Heinz Isler Schalen, mit Eckehard Ramm, Karl Krämerverlag Stuttgart
  • 1991: Dachatlas geneigte Dächer, Herausgeber und Hauptautor mit T.Finke, R.Jenisch und H.J. Oster, Institut für internationale Architekturdokumentation München. Übersetzung Italienisch
  • 2002: Dachatlas geneigte Dächer, Neubearbeitung, Herausgeber und Hauptautor mit H.J.Oster, R. Barthel und K. Kießl, Institut für internationale Architekturdokumentation, München. Übersetzungen in Englisch, Chinesisch, Polnisch, Slowakisch, Tschechisch, Serbisch
  • 2010: Flachdachatlas, mit K. Sedlbauer, R. Barthel und Künzel, Institut für Internationale Architekturdokumentation, München . Übersetzung Englisch