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Gerhard Weber (Architekt)

deutscher Architekt und Hochschullehrer
Die Hamburgische Staatsoper von 1957 ist eines der bekanntesten Werke Webers.
Das 1957 erbaute Nationaltheater Mannheim ist bereits seit 1996 als „Kulturdenkmal besonderer Bedeutung“, der höchsten Denkmalschutzstufe in Baden-Württemberg, eingestuft[1]

Gerhard Weber (* 11. Juni 1909 in Mylau im Vogtland; † 17. März 1986 in Berg am Starnberger See; vollständiger Name: Johannes Gerhard Weber) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.

Weber studierte unter anderem 1931 bis zu deren Schließung 1933 an der Hochschule für Gestaltung in Dessau, dem berühmten Bauhaus, und bei Ludwig Mies van der Rohe in Berlin. 1955 wurde er Ordinarius für Gebäudelehre an der Technischen Hochschule München.

Als einer der profiliertesten Architekten der Bundesrepublik erhielt er zahlreiche Aufträge für markante Bauwerke. Zu seinen herausragenden Arbeiten gehören die Neubauten der Hamburgischen Staatsoper, des Nationaltheaters in Mannheim und des Forschungsreaktors München (genannt „Atomei“) in München-Garching. Auch das Verwaltungsgebäude der Farbwerke Hoechst in Frankfurt, der Neubau des Deutschlandfunks in Köln und der August-Thyssen-Hütte in Duisburg zählen dazu. Der einzig bekannte Kirchenbau von Gerhard Weber ist die evangelisch-lutherische St.-Lukas-Kirche in Schweinfurt von 1969. Sein privates Wohnhaus errichtete er 1956 in Allmannshausen bei Berg am Starnberger See.

Für das Nationaltheater Mannheim und das Zuschauerhaus der Hamburger Staatsoper (1953–1955) erhielt Weber bei der vierten Biennale in Sao Paulo 1957 den ersten Preis für Theaterbauten der Gegenwart.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://digitalezeitung-mannheimer-morgen.morgenweb.de/ePaper/archive/showPages.php?code=mm-sued&date=2018-04-25
  2. https://digitalezeitung-mannheimer-morgen.morgenweb.de/ePaper/archive/showPages.php?code=mm-sued&date=2018-04-25