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Die Abenteuer des Grafen Bobby

Film von Géza von Cziffra (1961)

Die Abenteuer des Grafen Bobby ist eine österreichische Filmkomödie des Regisseurs Géza von Cziffra. Der von Sascha-Film produzierte Film wurde am 1. April 1961 uraufgeführt.

Filmdaten
OriginaltitelDie Abenteuer des Grafen Bobby
Die Abenteuer des Grafen Bobby Logo 001.svg
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1961
Länge93[1] Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieGéza von Cziffra
DrehbuchAlbert Anthony,
Helmuth M. Backhaus
ProduktionSascha-Film,
(Herbert Gruber)
MusikHeinz Gietz
KameraSepp Ketterer
SchnittArnd Heyne
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Graf Bobbys Tante, die Gräfin Ratzeberg, soll für viel Geld die Tochter des amerikanischen Millionärs Piper als Anstandsdame auf eine Reise quer durch Europa begleiten. Leider ist die alte Dame schwer krank. Da man das Geld sehr dringend braucht, verkleidet sich ihr Neffe Bobby als die Gräfin Ratzeberg und tritt die Reise an. Graf Bobby verliebt sich in sein Mündel Mary und nimmt nun auch Kontakt als Mann zu ihr auf. Zu Bobbys Leidwesen ist aber auch sein bester Freund, Baron Mucki, in Mary verliebt. Und dieser legt ihm allerhand Steine in den Weg. Irgendwann ist Graf Bobby hoffnungslos damit überfordert, ständig die Kleidung zu wechseln und Mary kommt dahinter. Natürlich kann sie ihm nicht lange böse sein, und das junge Glück ist perfekt.

EntstehungsgeschichteBearbeiten

VorproduktionBearbeiten

Der Constantin-Filmverleih hatte Die Abenteuer des Grafen Bobby bereits für das Kinoprogramm 1958/59 angekündigt. Unter der Regie von Kurt Früh sollte Heinz Rühmann die Hauptrolle übernehmen. Als Drehbuchautor war Hans Jacoby, als Filmkomponist Heinrich Sutermeister vorgesehen. Der Ankündigungstext versprach: „Eine echte Rühmann-Story: Die legendäre Figur des vielbelachten Grafen Bobby wird in der meisterlichen Gestaltung durch unseren beliebtesten Komiker zu augenzwinkernder Wirklichkeit. All die köstlichen Anekdoten, die das Leben dieses ergötzlichen Spaßvogels erfüllen, werden hier zu einem Filmfest prallen Humors. Ein Kassenschlager ersten Ranges.“[2]

Letztlich entschied man sich für die Produktion eines typischen Peter-Alexander-Films. Der dafür bewährte Regisseur Géza von Cziffra verfasste unter seinem Pseudonym Albert Anthony auch das Drehbuch, das von Helmuth M. Backhaus überarbeitet wurde.

ProduktionBearbeiten

Die Dreharbeiten begannen am 18. Januar 1961 in Wien. Die Studioaufnahmen entstanden im Atelier Sievering. Das Szenenbild entwarfen die Filmarchitekten Alexander Sawczynski und Fritz Jüptner-Jonstorff. Für die Kostüme zeichnete Gerdago verantwortlich. Kameramann war Sepp Ketterer, dem Kurt Junek dabei assistierte. Als Tontechniker fungierten Herbert Janeczka und Rolf Schmidt-Gentner. Produktionsleiter war Karl Schwetter.

MusikBearbeiten

Die originale Filmmusik stammt aus der Feder von Heinz Gietz. Im Film fanden folgende Lieder Verwendung:

  • Peter Alexander und Gunther Philipp: Graf-Bobby-Lied (Musik und Text: Hugo Wiener)
  • Peter Alexander: Paris ist eine Reise wert (Musik: Schmitz / Haenchen; Text: Kurt Feltz)
  • Peter Alexander und Bill Ramsey: Immer zieht es mich zu ihr (Coverversion von Let's Go, Let's Go, Let's Go; Musik: Hank Ballard; Text: Kurt Feltz)
  • Peter Alexander: Geh’ nicht fort von mir (Musik: Heinz Gietz; Text: Kurt Feltz)
  • Peter Alexander: Kann denn Liebe Sünde sein? (Zarah-Leander-Parodie; Musik: Lothar Brühne; Text: Bruno Balz)
  • Bill Ramsey: Pigalle (Die große Mausefalle) (Musik: Heinz Gietz; Text: Hans Bradtke)

Die Schlager Paris ist eine Reise wert, Immer zieht es mich zu ihr, Geh’ nicht fort von mir und Pigalle (Die große Mausefalle) wurden 1961 auf verschiedenen Singles des Labels Polydor vermarktet. Die übrigen Titel erschienen 1997 in den Filmversionen auf CD.[3]

RezeptionBearbeiten

Die Abenteuer des Grafen Bobby wurde am 1. April 1961 uraufgeführt. Im deutschsprachigen Raum zählt der Film zu den großen Publikumserfolgen des Jahres 1961. Bei den damals durchgeführten Umfragen des Fachblattes Filmecho/Filmwoche, bei denen die Kinobesucher aktuelle Filme auf einer Skala von 1 (ausgezeichnet) bis 7 (sehr schlecht) bewerteten, schnitt der Film mit der Note 2,4 ab.

1962 wurde der Film mit Das süße Leben des Grafen Bobby fortgesetzt.

KritikenBearbeiten

„Unverwüstliche Witze und, an „Charleys Tante“ erinnernde, Verkleidungssituationen verstand Alexander […] an den Klippen des Klamauks vorbeizusteuern und dem, auch farbenphotographisch angenehmen Streifen […] ziemliche Heiterkeitswirkung zu sichern.“

Paimann’s Filmlisten, 19. April 1961[4]

„Ein junger Mann in Frauenkleidern betätigt sich als Reisebegleiter für eine Amerikanerin. Mit Schlagern angereicherte Komödie, die keine noch so unsinnige Pointe ausläßt.“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 93 Minuten bei Kinoprojektion (24 Bilder/Sekunde), 90 Minuten bei Fernsehwiedergabe (25 Bilder/Sekunde), Filmlänge: 2555 Meter
  2. Verleihprogramm von Constantin-Film: Ankündigungen für die Saison 1958/59
  3. Peter Alexander: Filmtreffer, 4. Bear Family Records. 1997. Best-Nr. BCD 15995 AH
  4. Die Abenteuer des Grafen Bobby. In: old.filmarchiv.at. Paimann’s Filmlisten, Nr. 2622_2, 19. April 1961, abgerufen am 12. Oktober 2016.
  5. Die Abenteuer des Grafen Bobby. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 12. Oktober 2016.