Hauptmenü öffnen

Commissario Laurenti – Der Tod wirft lange Schatten

Commissario Laurenti – Der Tod wirft lange Schatten ist ein deutscher Kriminalfilm von Hannu Salonen aus dem Jahr 2008. Es ist der vierte Fall für den Triester Vize Questore Commissario Proteo Laurenti (Henry Hübchen).

Filmdaten
OriginaltitelCommissario Laurenti – Der Tod wirft lange Schatten
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2008
Länge87 Minuten
Stab
RegieHannu Salonen
DrehbuchLothar Kurzawa
ProduktionARD Degeto
MusikMichael Klaukien
Andreas Lonardoni
KameraCarl Finkbeiner
SchnittJulia Oehring
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Bei einer Schießerei auf dem Piazza Sant’Antonio Taumaturgo zwischen einer Motorradfahrerin und zwei Männern, wird einer der Beteiligten getötet. Zeuge des Vorfalls wurde zufällig ein Kioskbesitzer, der den ermittelnden Beamten seine Beobachtungen schildert. Für Commissario Proteo Laurenti sieht alles nach einer gescheiterten Dokumentenübergabe aus. Der Getötete war der Enkel des einflussreiche Salvio Giustina, somit dürfte sicher sein, dass der zweite Mann Michele Giustina war, der Bruder des Getöteten.

Doch auch die gehörlose junge Bettlerin Irina, die sich noch versucht hatte, um den Angeschossenen zu kümmern, könnte Commissario Laurenti weiterhelfen, doch sie ist verschwunden. Sie hat die Dokumente heimlich an sich genommen und gerät dadurch in große Gefahr, denn sowohl Michele Giustina, als auch die Mororadfahrerin Branka machen nun Jagd auf das Mädchen.

Laurenti erfährt von seinem ehemaligen Kollegen Galvano, von dem er weiß, dass dieser sich mit den Familiengeschichten hochrangiger Triester Bürger auskennt, dass Salvio Giustina sich während des Zweiten Weltkrieges als Nazikollaborateur hervorgetan hatte. Durch seine Denunzierungen sicherte er sich als Gegenleistung den Besitz von Häusern und Grundstücken der Opfer. Ein Journalist hatte diese Machenschaften zum Inhalt einer Reportage gemacht, doch ehe er sie veröffentlichen konnte, kam er auf mysteriöse Weise ums Leben und die Dokumente waren verschwunden.

Als Irina bemerkt, in welcher Gefahr sie sich befindet, wendet sie sich an Galvano, dem sie auf ihren Bettlertouren häufig begegnet war und der sie immer gut behandelt hatte. Sie übergibt ihm die Mappe mit den Dokumenten und hofft damit ihre Verfolger los zu sein. Sie übergibt ihm auch einen Gepäckaufbewahrungsschein, den sie auf dem Piazza Sant’Antonio Taumaturgo gefunden und eingesteckt hatte. Sie bittet ihn in Gebärdensprache, für Sie zum Bahnhof zu gehen und das Hinterlegte dort abzuholen. Als er mit einer Tasche zurückkommt, findet sich darin eine große Summe Bargeld.

Anhand der ballistischen Untersuchungen ist wahrscheinlich, dass Pietro Giustina von seinem eigenen Bruder erschossen wurde. Der Zeuge (Kioskbesitzer) bestätigt dies später auf Nachfrage von Laurenti. Der Versuch, Michele Giustina festzunehmen scheitert, weil sich Laurentis Vorgesetzter Questore dagegenstellt. Auch die Suche nach Irina, die von dem Kioskbesitzer als weitere Zeugin benannt wurde, gestaltet sich schwierig. Galvano versteckt sie bei sich und erhält, schon bald Besuch von Michele Giustina, der die Dokumente von ihm fordert. Aber auch Motorradfahrerin Branka findet zur gleichen Zeit den Weg zu Galvano, sodass Giustina erfolglos abziehen muss, doch nimmt Branka Irina als Geisel mit. Sie will das Mädchen gegen das Geld eintauschen. So wendet sich Galvano an Laurenti, der sich mit ihm zusammen zum vereinbarten Übergabeort begibt. Allerdings erfährt auch Michele Giustina von dem Deal und erscheint mit seinen Leuten. Im Schusswechsel, der heimlich von einem Sondereinsatzkommando begleitet wurde, stirbt Giustina und Branka verschwindet mit dem Geld. Als sie allerdings die Beute zu ihrem Auftraggeber Drakic zurückbringt, erschießt dieser sie kaltblütig.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Commissario Laurenti – Der Tod wirft lange Schatten basiert auf den gleichnamigen Roman von Veit Heinichen. Der Film hatte am 10. Januar 2008 zur Hauptsendezeit auf Das Erste seine Premiere.[1]

KritikBearbeiten

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv wertet verhalten: „Bei Laurenti funktioniert die ‚Italisierung‘ schlechter als bei Brunetti. Auch Fall 4 ‚Der Tod wirft lange Schatten‘ ist ein Krimi aus der unteren Mittelklasse. Es beginnt mit einem Schuss Action: Bei einer Schießerei auf offener Straße wird ein Enkel eines skrupellosen, rechts gerichteten Geschäftsmannes getötet. Weil offenbar die kostspieligen Krimis aus Triest allen etwas bringen sollen, verzetteln sie sich in ihren trivialen Geschichten. Spannungslos, dürftige Action, mit großen Namen überladen. Eine einzige Geldvernichtungsmaschine.“[2]

Die TV Spielfilm vergab die schlechteste Wertung (Daumen nach unten) und befand: „Lange Schatten? Wohl eher unterbelichtet“.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Starttermine für Commissario Laurenti – Der Tod wirft lange Schatten. In: IMDb.de. Abgerufen am 26. August 2016.
  2. Rainer Tittelbach: Henry Hübchen und die langen Schatten auf einem ARD-Degeto-Prestigeprojekt Filmkritik bei tittelbach.tv, abgerufen am 6. November 2016.
  3. Vgl. tvspielfilm.de