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Brombachtal

hessische Gemeinde im Odenwaldkreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brombachtal
Brombachtal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brombachtal hervorgehoben

Koordinaten: 49° 44′ N, 8° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Höhe: 321 m ü. NHN
Fläche: 20,44 km2
Einwohner: 3503 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 171 Einwohner je km2
Postleitzahl: 64753
Vorwahl: 06063
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 59
64753 Brombachtal
Website: www.brombachtal.de
Bürgermeister: Willi Kredel (SPD)
Lage der Gemeinde Brombachtal im Odenwaldkreis
BreubergHöchst im OdenwaldLützelbachBad KönigBrensbachBrombachtalFränkisch-CrumbachReichelsheim (Odenwald)MossautalMichelstadtErbach (Odenwald)OberzentLandkreis Darmstadt-DieburgBayernBaden-WürttembergBaden-WürttembergKreis BergstraßeKreis BergstraßeKreis BergstraßeKarte
Über dieses Bild

Brombachtal ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen (Deutschland).

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Brombachtal liegt im Zentrum des Odenwalds in der Nähe von Bad König. Drei der fünf Ortsteile der Gemeinde liegen im Einzugsbereich des Brombachs, der so für Brombachtal namensgebend wurde. Höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist im Westen der 443 Meter hohe Heidelberg im Böllsteiner Odenwald. Der tiefste Punkt mit etwa 185 Meter liegt im Osten in der Mümlingniederung am Straßenrand der Bundesstraße 45, die hier die Gemeindegrenze bildet.

NachbargemeindenBearbeiten

Brombachtal grenzt im Norden und Osten an die Stadt Bad König, im Süden an die Stadt Michelstadt sowie im Westen an die Gemeinden Reichelsheim und Brensbach.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den fünf Ortsteilen Birkert, Böllstein, Hembach, Kirchbrombach (Sitz der Gemeindeverwaltung) und Langenbrombach.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde entstand am 1. Oktober 1971 anlässlich der Gebietsreform in Hessen durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Birkert, Böllstein, Hembach, Kirch-Brombach (jetzt Kirchbrombach) und Langen-Brombach (jetzt Langenbrombach).[2] Am Ortsausgang von Kirchbrombach Richtung Langenbrombach wurde ein neues Rathaus gebaut.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Insgesamt 19 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 45,7 9 41,2 8 46,6 9 52,0 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,4 6 33,0 6 36,6 7 35,3 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 14,8 3 20,9 4 9,4 2 10,2 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,1 1 4,8 1 7,4 1 2,6 1
Gesamt 100,0 19 100,0 19 100,0 19 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 65,7 53,7 51,5 60,7
 
Rathaus von Brombachtal

BürgermeisterBearbeiten

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Brombachtal neben dem Bürgermeister fünf ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit 31. Juli 2004 Willi Kredel (SPD) Er setzte sich in einer Stichwahl am 11. Juli 2004 mit 66,9 % der Stimmen gegen Sonja Kredel (CDU) durch.[6] 2010 wurde er (als einziger aufgestellter Kandidat) mit 93,2 % der Stimmen im Amt bestätigt. Am 6. März 2016 wurde Willi Kredel mit 73,1 % der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Andreas Funken (CDU) für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.[7] Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren

  • bis 2004 Bernd Kredel (SPD)

Wappen und FlaggeBearbeiten

Wappen

Blasonierung: „Durch schwarzes Balkenkreuz viergeteilt, rechts oben sechsfach rot-silber geschacht, links oben sechsstrahliger roter Stern auf Silber, rechts unten rote Rose auf Silber, links unten zwei rote Balken auf Silber.“[8]

Das Wappen wurde der Gemeinde Brombachtal am 19. März 1980 durch das Hessische Innenministerium genehmigt. Gestaltet wurde es durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt.

Das schwarze Kreuz, das das Wappen spaltet stammt aus dem Wappen des Klosters Fulda. Das obere, rechte Feld Zeigt das Wappen der Herren von Rodenstein, der Stern ist ein Verweis auf die Grafen von Erbach, die Rose ein Verweis auf die Grafen von Wertheim und die beiden Balken das Wappen der Herren von Breuberg. Alle diese Familien und Fulda hatten Besitz in den heutigen Ortsteilen von Brombachtal.

Flagge

Die Flagge wurde der Gemeinde gemeinsam mit dem Wappen am 19. März 1980 genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

„Auf rot/weißer Flaggenbahn in der oberen Hälfte aufgelegt das Gemeindewappen.“

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Seit dem 30. Mai 1987 besteht eine Partnerschaft zwischen Brombachtal und der französischen Gemeinde La Rivière-de-Corps (Champagne).

BauwerkeBearbeiten

Im Ortsteil Kirchbrombach befindet sich die Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute evangelische Kirche mit dem um 1518 errichteten St. Alban-Flügelaltar. Die Kirche gehörte bis zur Reformation zum Stift St. Alban in Mainz. Die amtliche Liste der Kulturdenkmäler in Brombachtal umfasst 29 Positionen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Großunternehmen gibt es in Brombachtal nicht. Kleinere Unternehmen sind die TKS Sicherheitsdienste GmbH und die Knusperhahn GmbH, welche für Grillhähnchen bekannt ist.

BildungseinrichtungenBearbeiten

Im Ortsteil Kirchbrombach befindet sich eine öffentliche Grundschule.

VerkehrBearbeiten

Durch die Bundesstraßen B45 (HanauEberbach) und die B47 (WalldürnWorms) ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen.

Im Schienenverkehr ist die Gemeinde durch den Haltepunkt Bad König-Zell, der früher entsprechend dem Namen eines Ortsteils Zell-Kirchbrombach hieß, sowie durch den Bahnhof Bad König an der Odenwaldbahn angebunden.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.
  3. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Protokoll über die Sitzung der Gemeindevertretung am Samstag, dem 31. Juli 2004: Amtseinführung des Bürgermeisters Willi Kredel
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Brombachtal
  8. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Brombachtal, Odenwaldkreis vom 19. März 1980. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1980 Nr. 14, S. 619, Punkt 423 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brombachtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien