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Böllstein

Ortsteil von Brombachtal im Odenwaldkreis

Böllstein ist der westlichste Ortsteil von Brombachtal im Odenwaldkreis in Hessen.

Böllstein
Gemeinde Brombachtal
Koordinaten: 49° 44′ 25″ N, 8° 55′ 1″ O
Höhe: 382 m ü. NHN
Einwohner: 387 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 64753
Vorwahl: 06063
Alte Schule in der Kirchbrombacher Straße
Denkmalgeschütztes so genanntes Einhaus in der Kirchbrombacher Straße
Blick in die Affhöllerbacher Straße

Geographische LageBearbeiten

Böllstein ist mit 400 Meter der höchstgelegene Ortsteil von Brombachtal und liegt als einziger westlich der Wasserscheide von Gersprenz und Mümling, und zwar im Quellgebiet des Affhöllerbachs. Auf der Wasserscheide am östlichen Ortsrand stellt die Böllsteiner Höhe mit 416 Meter die zweithöchste Erhebung im Böllsteiner Odenwald dar. Dieser wird als geologische Formation durch Granitverwitterungsböden geprägt und bildet auf einer Fläche von 44,99 km² als naturräumliche Untereinheit 145.9 den nordöstlichen Eckpfeiler des Vorderen Odenwaldes an der Grenze zum Reinheimer Hügelland im Norden und zum Sandstein-Odenwald im Osten und Süden. Bei klarer Sicht besteht ein guter Fernblick 64 Kilometer weit in nordwestliche Richtung über das Rhein-Main-Gebiet bis zum Großen Feldberg im Taunus.

GeschichteBearbeiten

Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Bilstein seit 1347 urkundlich bezeugt. Er gehörte bis 1806 zur Herrschaft Breuberg. Entlang der Wasserscheide östlich des Ortes verlief eine als Hohe Straße und Alte Erbacher Straße bezeichnete Altstraße.

Am 1. Oktober 1971 schloss sich Böllstein anlässlich der Gebietsreform in Hessen freiwillig mit vier Nachbargemeinden zur Gemeinde Brombachtal zusammen.[1] Böllstein ist einer von drei Brombachtaler Ortsteilen, für die nach der Hauptsatzung ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet wurde.

KulturBearbeiten

Ein um 1800 erbautes eingeschossiges, traufständiges Fachwerkhaus von dem in dieser Gegend höchst seltenen Typ des Einhauses steht unter Denkmalschutz. Der Wohnteil wurde auf einem Sandsteinsockel mit Freitreppe in schlichtem konstruktivem Fachwerk errichtet. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es um ein Zwerchhaus erweitert.[2]

Am vorletzten Wochenende im September ist Kirchweih.

Verkehr und InfrastrukturBearbeiten

Den Ostrand der Ortslage Böllstein berührt die Kreisstraße K 88, die von Kirchbrombach, dem Kernort von Brombachtal kommend, nach dem nordwestlich liegenden Brensbach führt. Dort besteht Anschluss an die Bundesstraße 38. Nach Süden gibt es über die von der K 88 abzweigende K 211 an der Spreng eine Verbindung zu der nahegelegenen Bundesstraße 47, der Nibelungenstraße.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Böllstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.
  2. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kirch-Brombacher Straße 19 In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen