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Blerim Rrustemi

albanisch-kanadischer Fußballspieler

Blerim Rrustemi (* 4. Februar 1983 in Vučitrn, SFR Jugoslawien, heute Kosovo) ist ein albanischer Fußballspieler, der in Kanada aufwuchs und auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt.

Blerim Rrustemi
Personalia
Geburtstag 4. Februar 1983
Geburtsort VučitrnSFR Jugoslawien
Größe 184 cm
Position Abwehrspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2000–2001 Supra Toronto
2001–2001 Portuguesa São Paulo
2002 Toronto Azzurri
2002–2004 Defensor Sporting Club
2004–2007 Borussia M'gladbach II 63 0(2)
2007 AC Horsens 2 0(0)
2008 FC Rot-Weiß Erfurt 7 0(1)
2008–2009 Alki Larnaka
2010 KS Vllaznia Shkodra 10 0(0)
2010–2011 FC Wegberg-Beeck 27 0(4)
2011–2013 Goslarer SC 08 56 0(4)
2013–2014 SSVg Velbert 13 0(2)
2014 Ratingen 04/19 18 0(2)
2014–2015 Rheydter SV 22 0(9)
2015– SC Union Nettetal 101 (16)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2007 Albanien 3 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 12. Juli 2018

Inhaltsverzeichnis

VereinskarriereBearbeiten

Der beidfüßige Innenverteidiger schloss sich erst im Alter von 17 Jahren, also im Jahr 2000, einem Fußballverein an; seine erste Station war Supra Toronto, wo er auch schon einige Spiele in der Kampfmannschaft bestritt. Die Hinrunde der folgenden Saison verbrachte Rrustemi in der Jugend des brasilianischen Klubs Portuguesa São Paulo. Zur Rückrunde kehrte er nach Kanada zurück und unterschrieb einen Vertrag bei Toronto Azzurri, wo er zum festen Bestandteil der Kampfmannschaft wurde. Nachdem er in der Anfangsphase seiner Karriere die Familie des uruguayischen Fußballspielers Diego Forlán kennen lernte, die ihn fortan auch im Laufe seiner weiteren Karriere unterstützte, wechselte er 2002 zu Defensor Sporting in die uruguayische Primera División. Dort kam er zu einigen Erstligaeinsätzen.[1]

Im Frühjahr 2004 wurde Blerim von Borussia Mönchengladbach zum Probetraining eingeladen und wenig später für die zweite Mannschaft verpflichtet. Den Kontakt zu den "Fohlen" hatte sein am Niederrhein wohnender Bruder hergestellt, der zu Beginn auch als sein Dolmetscher fungierte.[1]

Nach der Saison 2006/07, die mit dem Abstieg in die Oberliga endete, entschloss sich Rrustemi, den Verein zu verlassen. Er wechselte ablösefrei zum dänischen Erstligisten AC Horsens, wo sein Vertrag jedoch Ende des Jahres 2007 wieder aufgelöst wurde. In der Winterpause der Saison 2007/08 wechselte Rrustemi zum Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt, den er am Saisonende in Richtung Zypern zu Alki Larnaka verließ.

Blerim Rrustemi, der auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, ist für seine aggressive Spielweise bekannt, die man eher in der englischen Premier League als in deutschen Amateurligen vermuten würde. Selbst sagt er: "Wenn ich mich in Deutschland nicht durchsetzen kann, wäre England ganz sicher eine Alternative."

Im Sommer 2010 wechselte Rrustemi zum NRW-Liga-Aufsteiger FC Wegberg-Beeck. Zur Saison 2011/12 schloss er sich dem Goslarer SC 08 aus der Oberliga Niedersachsen an, mit dem er gleich in seiner ersten Saison Meister wurde und in die Regionalliga Nord aufstieg. Nach zwei Jahren in Goslar kehrte der Verteidiger 2013 nach NRW zurück und schloss sich dem Regionalligisten SSVg Velbert an. In der Winterpause der Saison 2013/14 löste er seinen Vertrag auf und ging für den Rest der Saison in die Oberliga Niederrhein zu Ratingen 04/19. Im Sommer 2014 wechselte er zum Rheydter Spielverein in die Bezirksliga, bei dem er wieder mit den ehemaligen Mönchengladbach-Profis René Schnitzler und Lawrence Aidoo zusammenspielte. Nach dem Abstieg in die Kreisliga schloss er sich 2015 dem Landesligisten SC Union Nettetal an.[1]

NationalmannschaftBearbeiten

Blerim Rrustemi wurde von Otto Barić, dem Trainer der albanischen Nationalmannschaft, erstmals im Februar 2007 zu einem Lehrgang eingeladen. Inzwischen hat Rrustemi auch die albanische Staatsbürgerschaft erhalten.

Sein erstes Spiel für Albanien bestritt er am 25. Mai 2007 in einem Freundschaftsspiel gegen eine B-Auswahl Englands.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c fupa.net: Ein Weltenbummler in Sachen Fußball, abgerufen am 3. Oktober 2016