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Bezirk Schwyz

Bezirk des Kantons Schwyz in der Schweiz
Bezirk Schwyz
Bezirk Schwyz
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Schwyz (SZ)
Hauptort: Schwyz
BFS-Nummer: 0506
Fläche: 494.32 km²
Einwohner: 54'881[1] (31. Dezember 2017)
Bevölkerungsdichte: 111 Einw. pro km²
Website: www.bezirk-schwyz.ch
Karte
Karte von Bezirk Schwyz

Der Bezirk Schwyz (Aussprache [ʃviːts]) ist ein Bezirk des Kantons Schwyz in der Schweiz.

Der Bezirk Schwyz umfasst mit 494,32 km² etwa die Hälfte der Kantonsfläche, aber nur knapp zwei Fünftel der Einwohner. Er ist bezüglich Einwohnern und Fläche der mit Abstand grösste der sechs Bezirke.

Geografische LageBearbeiten

Der Bezirk Schwyz umfasst die Gegend zwischen Zugersee und Vierwaldstättersee, das Muotatal und das Bibertal Richtung Einsiedeln. Er entspricht ungefähr dem alten Land Schwyz, das während Jahrhunderten als Stand Schwyz geschichtliche Bedeutung hatte.

Zum Bezirk gehören 15 Politische Gemeinden. Das Gebiet umfasst also auch nördlich der Wasserscheide am Mythen gelegene Teile, was auf die Landerweiterung in der Alten Eidgenossenschaft zurückzuführen ist.

Politische GemeindenBearbeiten

Wappen Name der Gemeinde Einwohner
(31. Dezember 2017)
Fläche
in km²[2]
Einwohner
pro km²
  Alpthal 613 22,88 27
  Arth 11'877 42,02 283
  Illgau 797 10,96 73
  Ingenbohl 8856 13,40 661
  Lauerz 1081 9,19 118
  Morschach 1103 20,84 53
  Muotathal 3515 172,14 20
  Oberiberg 888 33,17 27
  Riemenstalden 88 11,20 8
  Rothenthurm 2395 22,75 105
  Sattel 1946 17,39 112
  Schwyz 15'000 53,18 282
  Steinen 3355 11,85 283
  Steinerberg 954 6,92 138
  Unteriberg 2413 46,43 52
Total (15) 54'881 494,32 111

Veränderungen im GemeindebestandBearbeiten

OrtschaftenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Schwyz gehört mit Uri und Unterwalden zu den Alten Drei Orten, die 1291 die Alte Eidgenossenschaft gründeten. Wichtig für die Geschichte der Talschaft wurde der Streit mit dem Kloster Einsiedeln. Die 934 von Strassburg aus gegründete Abtei erhielt von den schwäbischen Herzögen und den römisch-deutschen Kaisern grosse Ländereien geschenkt. Dazu gehörten auch Sihl, Alp und Biber. Im 11. Jahrhundert verbreitete sich die Grossviehhaltung. Dazu brauchte man mehr Weideland und Almen. Diese gab es zur Genüge auf der anderen Seite der Wasserscheide (BibereggHaggeneggHolzeggIbergeregg) und damit auf Klostergebiet. Bäuerliche Rodungen und die Entführung der Mönche durch die Schwyzer führten zu einem Rachefeldzug der Habsburger, die seit 1283 Herren der Waldstatt waren. Der Sieg in diesem militärischen Konflikt (Schlacht am Morgarten von 1315) sicherte den Schwyzern schliesslich den Besitz von beträchtlichen Gebieten jenseits der Mythen.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten