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Bahnstrecke Altstätten–Gais

Schweizer Bahngesellschaft
Altstätten–Gais
Strecke der Bahnstrecke Altstätten–Gais
Pendelzug auf dem Zahnstangenabschnitt oberhalb von Altstätten
Streckenlänge:7.65 km
Spurweite:1000 mm (Meterspur)
Stromsystem:1000–1500 Volt =
Maximale Neigung:Adhäsion 52 
Zahnstange 160 
Zahnstangensystem:Strub
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Strassenbahn von Berneck und Altstätten SBB
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-0.40 Altstätten Rathaus
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0.00 Altstätten Stadt Endpunkt S 24 467 m ü. M.
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Beginn Zahnstangenabschnitt
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Ende Zahnstangenabschnitt
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1.67 Alter Zoll 615 m ü. M.
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Beginn Zahnstangenabschnitt
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2.44 Warmesberg 724 m ü. M.
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Ende Zahnstangenabschnitt
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3.13 Kreuzstrasse 818 m ü. M.
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Beginn Zahnstangenabschnitt
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3.76 Kantonsgrenze SG-AR
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Ende Zahnstangenabschnitt
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4.07 Stoss AR 942 m ü. M.
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4.70 Rietli 945 m ü. M.
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5.45 Schachen (Gais) 961 m ü. M.
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6.36 Hebrig Kulminationspunkt 972 m ü. M.
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von Appenzell
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7.65 Gais Endpunkt S 24 915 m ü. M.
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nach St. Gallen

Koordinaten: 47° 21′ 41″ N, 9° 29′ 53″ O; CH1903: 755565 / 247652

Die Bahnstrecke Altstätten–Gais ist eine meterspurige Schmalspurbahn in der Schweiz. Die 7,65 Kilometer lange Strecke wurde 1911 von der Altstätten-Gais-Bahn (AG) eröffnet und wird seit 2006 von den Appenzeller Bahnen (AB) betrieben. Drei Abschnitte der Bahn sind mit einer Zahnstange nach System Strub ausgestattet.

GeschichteBearbeiten

 
Streckenende in Altstätten Stadt, 1988

Am 18. November 1911 wurde die Strecke von Altstätten Stadt über Stoss nach Gais mit drei Triebwagen vom Typ CFe 3/3 eröffnet, wo Anschluss an die Strecke der Appenzeller-Strassenbahn-Gesellschaft (ASt) nach St. Gallen bestand. Die drei Zahnstangenabschnitte mit insgesamt 3264 Metern Länge befinden sich zwischen Altstätten und Stoss, die restliche Strecke nach Gais ist eine reine Adhäsionsstrecke. Die Bahn wurde von Eröffnung an elektrisch mit 1000 Volt Gleichstrom betrieben.

Ein weiterer kurzer Abschnitt in der Altstadt von Altstätten wurde am 26. Juni 1912 zwischen Stadt und Rathaus eröffnet. Das kurze Verbindungsstück auf der Marktgasse stellte die Verbindung an die 1897 eröffnete Strecke Rathaus–Bahnhof SBB der von der Altstätten-Berneck-Bahn (ABB) betriebenen Strassenbahn Altstätten–Berneck her, die wiederum 1940 durch den Trolleybus Altstätten–Berneck abgelöst wurde. Auch die Betriebsführung der Strecke Altstätten–Gais wurde durch die ABB besorgt, welche die Züge durchgehend zwischen Gais und dem Altstätter SBB-Bahnhof fahren liess.

Infolge der Fusion von 1949 übernahm die Elektrische Bahn St. Gallen–Gais–Appenzell (SGA) den Betrieb zwischen Altstätten und Gais. 1953 wurde die Fahrleitungsspannung auf 1500  Volt erhöht, damit die damals neuen Triebwagen ABDeh 4/4 6 bis 8 freizügig auf dem ganzen SGA-Netz verkehren konnten.

Am 2. Juni 1973 wurde der Trambetrieb auf dem verbliebenen Teilstück in Altstätten eingestellt. Bis zur endgültigen Stilllegung des Abschnitts Altstätten SBB–Altstätten Stadt am 31. Mai 1975 führte weiterhin die SGA Züge über diesen Streckenabschnitt.

Wegen rückläufigen Frequenzen und einem Kostendeckungsgrad von unter 30 Prozent lassen die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen 2019 von einem Ingenieurbüro prüfen, ob für die drei Zahnradbahnen der Appenzeller Bahnen, von Altstätten Stadt nach Gais, von Rorschach Hafen nach Heiden und von Rheineck nach Walzenhausen «kundenfreundlichere und kostengünstigere Alternativen» machbar wären. Zur Diskussion steht namentlich eine Umstellung auf Busbetrieb oder einen vollautomatischen Betrieb.[1]

GalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+, in Schuber, AS Verlag, Zürich 2010 ISBN 978-3-909111-74-9
  • Emil Leuthold: Elektrische Bahn Altstätten–Gais. Selbstverlag des Verfassers, 1981

WeblinksBearbeiten

  Commons: St. Gallen-Gais-Appenzell-Altstätten-Bahn SGA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 
Appenzeller Bahn

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tobias Gafafer: Ostschweizer Zahnradbahnen stehen auf der roten Liste In: Neue Zürcher Zeitung vom 28. Februar 2019