Hauptmenü öffnen

LebenBearbeiten

Andy Gibb wurde als Sohn von Hugh und Barbara Gibb geboren. Seine Mutter war Sängerin, während der Vater ein kleines Orchester leitete.[1] Seine älteren Brüder Barry, Robin und Maurice Gibb wurden als Bee Gees bekannt.

1979 hatte Andy Gibb einen Auftritt mit den Bee Gees (Spirits Having Flown Tour), jedoch war er selbst nie Mitglied der Gruppe. Stattdessen feierte er als Solosänger große Erfolge. Seinen ersten Nummer-eins-Hit in den USA hatte er 1977 mit dem von seinem Bruder Barry geschriebenen Titel I Just Want to Be Your Everything. Zwischen Mai 1977 und April 1978 schaffte er es mit insgesamt drei Liedern an die Spitze der US-Charts. Daneben war er 1978 als Gastsänger auf dem Album Thoroughfare Gap von Stephen Stills zu hören.

 
Das Grab von Andy Gibb, Forest Lawn Memorial Park, Hollywood Hills, Los Angeles

In den folgenden Jahren hatte er weitere musikalische Erfolge und kam mit seiner Beziehung zu der Schauspielerin Victoria Principal in die Medien. Mitte der 1980er Jahre trennten sich die beiden, und der mittlerweile drogenabhängige Gibb wurde in die Betty-Ford-Klinik eingeliefert.

Gibb schloss Anfang 1988 einen neuen Vertrag mit der Plattenfirma Island Records. Zu den schon geplanten Aufnahmen für seine neue Platte kam es jedoch nicht mehr, da er Anfang März 1988 ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er am 10. März 1988, fünf Tage nach seinem 30. Geburtstag, an den Folgen einer Myokarditis verstarb. Er wurde auf dem Forest Lawn Memorial Park in Hollywood beigesetzt.[2]

FamilieBearbeiten

Bevor Gibb Australien verließ, hatte er seine Freundin Kim Reeder geheiratet. Als die gemeinsame Tochter, Peta Jaye, am 25. Januar 1978 geboren wurde, lebte Gibb bereits von seiner Ehefrau getrennt und ließ sich im Laufe des Jahres von ihr scheiden.[3][4] Gibb traf seine Tochter nur einmal, und zwar im Jahr 1981.[5] Seine Tochter Peta J. Reeder-Gibb züchtet Staffordshire Bull Terrier und ist eine anerkannte Jurorin bei Hundeschauen in New South Wales, Australien.[6]

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8][9] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1977 Flowing Rivers
300! 300! 300! 19
 Platin

(68 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: Albhy Galuten, Karl Richardson
1978 Shadow Dancing
300! 300! 15
 Silber

(9 Wo.)
7
 Platin

(43 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: A. Galuten, B. Gibb, K. Richardson
1980 After Dark
300! 300! 300! 21
 Gold

(15 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: A. Galuten, B. Gibb, K. Richardson

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8][9] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1981 Andy Gibb’s Greatest Hits
300! 300! 300! 46
(18 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios und
den Middle Ear Studios, Miami

Weitere Kompilationen

  • 1983: All About Andy Gibb
  • 1991: Andy Gibb
  • 2001: The Best of Andy Gibb: 20th Century Masters – The Millennium Collection
  • 2013: Mythology: The 50th Anniversary Collection (Box mit 4 CDs, Disc 4: Andy)

EPsBearbeiten

  • 1977: Shadow Dancing (Baile de la sombra)
  • 1979: (Our Love) Don’t Throw It All Away
  • 1980: No puedo evitarlo (mit Olivia Newton-John)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[7][9] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1977 I Just Want to Be Your Everything
Flowing Rivers
300! 300! 26
(7 Wo.)
1
 Gold

(31 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
(Love Is) Thicker Than Water
Flowing Rivers
300! 300! 300! 1
 Gold

(29 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1978 Shadow Dancing
Shadow Dancing
44
(4 Wo.)
300! 42
(6 Wo.)
1
 Platin

(25 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Bee Gees
An Everlasting Love
Shadow Dancing
300! 300! 10
(10 Wo.)
5
 Gold

(16 Wo.)
Autor: Barry Gibb
(Our Love) Don’t Throw It All Away
Shadow Dancing
300! 300! 32
(7 Wo.)
9
(18 Wo.)
Autoren: Barry Gibb, Blue Weaver
1980 Desire
After Dark
36
(9 Wo.)
300! 300! 4
(15 Wo.)
Autoren: Bee Gees
I Can’t Help It
After Dark
300! 300! 300! 12
(13 Wo.)
mit Olivia Newton-John
Autor: Barry Gibb
Time Is Time
Andy Gibb’s Greatest Hits
44
(6 Wo.)
17
(4 Wo.)
300! 15
(17 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1981 Me (Without You)
Andy Gibb’s Greatest Hits
300! 300! 300! 40
(8 Wo.)
Autor: Andy Gibb
All I Have to Do Is Dream
All About Andy Gibb
300! 300! 300! 51
(8 Wo.)

Weitere Singles

  • 1975: Words and Music
  • 1978: Why
  • 1979: Rest Your Love on Me (mit Olivia Newton-John)
  • 1982: Here Inside (mit Flower)
  • 1997: (Our Love) Don’t Throw It All Away (Live) (Bee Gees feat. Andy Gibb) (Promo)

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Silber   Gold   Platin Verkäufe Quellen
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 4 3 7.500.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI) 1 0! G 0! P 60.000 bpi.co.uk
Insgesamt 1 4 3

LiteraturBearbeiten

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia of Pop, Rock and Soul. 3. überarbeitete Auflage, St. Martin’s Press, New York City, 1989, S. 256–258, ISBN 0-312-02573-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schwering, Stephan: Bee Gees. In: Pop-Archiv International 10/2001 vom 15. Oktober 2001, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 20/2012 (abgerufen via Munzinger Online).
  2. knerger.de: Das Grab von Andy Gibb
  3. Archivlink (Memento vom 6. Januar 2009 im Internet Archive)
  4. www.thebiographychannel.co.uk Andy Gibb (Memento vom 15. Februar 2009 im Internet Archive)
  5. Biografie bei IMDb
  6. Judges Resume – Peta Reeder-Gibb
  7. a b c Chartquellen: Singles Alben US
  8. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  9. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US