Zöblen

Gemeinde in Österreich

Zöblen ist eine Gemeinde mit 240 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich).

Zöblen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Zöblen
Zöblen (Österreich)
Zöblen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 8,77 km²
Koordinaten: 47° 30′ N, 10° 29′ OKoordinaten: 47° 30′ 27″ N, 10° 28′ 42″ O
Höhe: 1087 m ü. A.
Einwohner: 240 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 27 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6677
Vorwahl: 05675
Gemeindekennziffer: 7 08 37
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Nr. 39
6677 Zöblen
Website: zoeblen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Werner Gehring
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

5 Gemeinsam für Zöblen – Bürgermeister Werner Gehring, 6 Aktives Zöblen

Lage von Zöblen im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Zöblen im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick von der Oberen Halde auf Zöblen
Blick von der Oberen Halde auf Zöblen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die kleinste Gemeinde im Tannheimer Tal, das von der Vils durchflossen wird, bildet ein eng bebautes Haufendorf auf einem Schwemmkegel auf der Nordseite des Tals. An der Nordseite des Ortes liegen weitere Gehöfte an Bergwiesen mit landwirtschaftlicher Nutzung. Im Nahbereich von Tannheim gelegen, konnte sich ein bescheidener Tourismus entwickeln.

GemeindegliederungBearbeiten

Zöblen besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft:

NachbargemeindenBearbeiten

Schattwald Pfronten (Landkreis Ostallgäu, Bayern)
Bad Hindelang (Landkreis Oberallgäu, Bayern)  
Tannheim

GeschichteBearbeiten

Ursprünglich war Zöblen im 14. Jahrhundert eine Rodsiedlung. Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahr 1399 als Gut Zobel erwähnt. Bereits im Jahr 1427 wohnten 42 Einwohner auf sechs Familien. 1835 wurde Zöblen zur eigenständigen Gemeinde erhoben und gehörte früher als Ortsteil der Gemeinde Tannheim.[1]

Der Name Zöblen kommt von der weiblichen Form des Familiennamens Zobl = Zöblin (weibl.), einem Namen, der im Tannheimer Tal immer noch häufig ist.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 
Expositurkirche hl. Josef
 
Haldenkapelle (Marienkapelle)
 
Lourdes-Kapelle

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche hl. Josef
  • Lourdes-Kapelle
  • Haldenkapelle (Marienkapelle)

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die wirtschaftliche Triebkraft der Gemeinde ist der Tourismus, daneben gibt es Handel, Gewerbe und Landwirtschaft.[2]

ArbeitsplätzeBearbeiten

Von den rund fünfzig Arbeitsplätzen in der Gemeinde entfallen ein Viertel auf die Landwirtschaft, vier auf den Produktionssektor und zwei Drittel auf Dienstleistungen. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor ist der Bereich Beherbergung und Gastronomie. Das Gasthaus Morent ist das kleinste 2-Haubenlokal in Tirol und seit 2017 Kulinarisches Erbe von Österreich (Stand 2011).[3] Rund sechzig Prozent der in Zöblen lebenden Erwerbstätigen pendeln aus.[4]

FremdenverkehrBearbeiten

Die Anzahl der Nächtigungen stieg von 35.000 im Jahr 2010 auf 50.000 im Jahr 2019. Von diesen 50.000 Übernachtungen stammen 49.000 von Gästen aus dem Ausland. Zöblin ist eine typische Gemeinde mit Sommer- und Wintersaison. Die Spitzen liegen in den Monaten Februar und August, kaum Gäste kommen im April und im November.[5][6]

VerkehrBearbeiten

Die beiden Straßen sind mit der Tannheimer Straße (B 199), welche vom Weißenbach am Lech weiter zur deutschen Grenze mit der Bundesstraße 308 führt, angeschlossen.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Partei 2010[7] 2016[8]
% Mandate % Mandate
Für Zöblen aktiv 43,35 58,10 6
Gemeinsam für Zöblen 56,65 41,90 5

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister von Zöblen ist Werner Gehring.[9]

WappenBearbeiten

Blasonierung: In silbernem Schild im Dreipass laufende schwarze Zobel.

Die Farben der Gemeindefahne sind Schwarz-Weiß.

In dem am 20. Oktober 1987 verliehene Wappen stehen die Steinmarder (Zobl) für den Gemeindenamen.[10]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Zöblen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Gemeinde Zöblen. In: Tirol Atlas. Abgerufen am 15. Mai 2020.
  2. a b ...unsere Gemeinde - Gemeinde Zöblen. Abgerufen am 28. Januar 2021 (deutsch).
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Zöblen, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Zöblen, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Zöblen, Übernachtungen nach Unterkunftsart und Herkunft der Gäste. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Zöblen, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  7. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 28. Januar 2021.
  8. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 28. Januar 2021.
  9. Gemeindeführung - Gemeinde Zöblen. Abgerufen am 28. Januar 2021 (deutsch).
  10. Die Fischnaler Wappenkartei. Tiroler Landesmuseum, abgerufen am 28. Januar 2021.