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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wrestedt
Wrestedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wrestedt hervorgehoben
Koordinaten: 52° 54′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Aue
Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 140,73 km2
Einwohner: 6464 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29559
Vorwahl: 05802
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 030
Gemeindegliederung: 25 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Langdoren 4
29559 Wrestedt
Website: www.samtgemeinde-aue.de
Bürgermeister: Peter Ramünke (SPD)
Lage der Gemeinde Wrestedt im Landkreis Uelzen
Sachsen-AnhaltLandkreis CelleLandkreis GifhornLandkreis HarburgLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis LüneburgWriedelWriedelLandkreis HeidekreisAltenmedingenBad BevensenBad BodenteichBarum (Landkreis Uelzen)BienenbüttelEbstorfEbstorfGerdauEimkeEmmendorfGerdauGerdauHanstedt (Landkreis Uelzen)HimbergenJelmstorfLüder (Lüneburger Heide)NatendorfOetzenRätzlingen (Niedersachsen)RömstedtRoscheSchwienauSoltendieckWrestedtStoetzeSuderburgSuderburgSuhlendorfUelzenUelzenWeste (Niedersachsen)WrestedtWrestedtWriedelKarte
Über dieses Bild

Wrestedt ist eine Gemeinde in der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen, Niedersachsen. Sie ist Mitgliedsgemeinde und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Aue.

Inhaltsverzeichnis

GemeindegliederungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Wrestedt um 1654
 
Fachwerkhaus in Wrestedt

Den ersten schriftlichen Hinweis auf die Gemeinde findet sich in einer Urkunde König Arnolfs von Kärnten, der dem Grafen Ekbert am 30. Juni 892 neben anderen Besitzungen auch 36 Hufen im Bardengau in Wrestedt schenkte.

In Wrestedt gab es drei Rittergüter, von denen zwei bis heute zur Lüneburger Ritterschaft gehören. Das Rittergut Wrestedt I kam kurz nach dem Aussterben derer von Bodendieck 1667 an das Adelsgeschlecht Grote; es gehört noch heute den Grafen Grote; Wrestedt III gehört den von Lenthe.[3]

Bei dem großen Brand in Wrestedt in der Nacht vom 15./16. August 1855 wurden 28 Wohnhäuser und 34 Nebengebäude eingeäschert, darunter die Wrestedter Kapelle, die Schule und viele Wirtschaftsgebäude.[4]

Am 1. November 2011 wurde die Samtgemeinde Wrestedt aufgelöst. Wrestedt wurde Teil und Sitz der neugegründeten Samtgemeinde Aue.[5]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Esterholz, Lehmke, Niendorf II und Stederdorf eingegliedert.[6]

Am 1. November 2011 kamen Stadensen und Wieren hinzu.[7] Seit dem 1. Juli 1972 gehörten die ehemals selbständigen Gemeinden Breitenhees, Kallenbrock, Nettelkamp und Nienwohlde zu Stadensen sowie Bollensen, Drohe, Emern, Kahlstorf, Könau, Kroetze (bis 10. September 1936 Kroitze[8]) und Ostedt zu Wieren.[6]

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2011[9]
Wahlbeteiligung: 64,9 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,40 %
39,69 %
10,61 %
1,44 %
1,02 %
0,84 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f EBW Schwasta

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Wrestedt setzt sich aus 19 Abgeordneten zusammen.

CDU SPD GRÜNE WGA Gesamt
2016 8 8 2 1 19 Sitze
2011 9 8 2 19 Sitze

Kommunalwahlen am 11. September 2016[10]

BürgermeisterBearbeiten

Bis zum 20. November 2014 war Heinz-Hermann Schulze Bürgermeister der Gemeinde Wrestedt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Schleuse UelzenBearbeiten

Unweit von Wrestedt, in Esterholz, findet man die Schleuse Uelzen. Sie besteht aus einer alten Schleuse (Uelzen I) aus der Bauzeit des Kanals und einer neuen Schleuse (Uelzen II), die im Dezember 2006 eröffnet wurde. Beide sind als Sparschleusen ausgeführt und haben eine Nutzlänge von 185 m und eine Fallhöhe von 23 m. Die neue Schleuse Uelzen II ist mit 12,50 m einen halben Meter breiter als die alte und gilt als die größte Sparschleuse der Welt.[11]

DialektBearbeiten

Der Raum um Wrestedt gehört zum heideostfälischen Dialektraum. Heideostfälisch ist eine Übergangsmundart von Ostfälisch zu Nordniedersächsisch. Die nördliche Grenze verläuft ungefähr zwischen Bad Bevensen und Bienenbüttel. Sagt der Wrestedter für mir/mich bzw. dir/dich mik bzw. dik, so heißt es in Lüneburg bereits mi/di.

TriviaBearbeiten

Bundesweite Bekanntheit erlangte Wrestedt im April 2002, als dort zwei Frauen bei einem Banküberfall als Geiseln genommen wurden. Die drei Täter waren anschließend mit ihnen quer durch Europa geflohen. Eine Geisel konnte bei einem Tankstopp in Polen zu einem Polizeifahrzeug flüchten, die zweite wurde in der ukrainischen Stadt Riwne freigelassen. Gut eine Stunde später stellten sich die Männer der ukrainischen Polizei. Die Täter, Artur F., Heinrich K. und Vitali H., drei junge Männer aus dem Raum Uelzen, saßen daraufhin sechs Monate lang in Kiew in Untersuchungshaft und wurden dann an Deutschland ausgeliefert. Artur F. erhielt wegen erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung und Geiselnahme sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und neun Monaten. Seine beiden Mittäter wurden mit jeweils sechs Jahren und neun Monaten bestraft.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ilse Nitt, Harald Benecke, Gerhard Driesselmann: Wrestedt: Bilder erzählen aus vergangener Zeit. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1997.
  • Wrestedt: Wichtiges und Nützliches für Gäste und Bürger. Wrestedt 2002.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wrestedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Matthias Blazek: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung. Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen. ibidem-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  3. Rittergüter der Lüneburger Landschaft
  4. Matthias Blazek: Das Löschwesen im Bereich des ehemaligen Fürstentums Lüneburg von den Anfängen bis 1900. Adelheidsdorf 2006, ISBN 978-3-00-019837-3, S. 211.
  5. Gesetz über den Zusammenschluss der Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt und über die Neubildung der Gemeinde Wrestedt, Landkreis Uelzen. Vom 13. April 2011.
  6. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 238.
  7. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
  8. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939, S. 265.
  9. Ergebnis Kommunalwahlen am 11. September 2011.
  10. http://wahlen.itv-ue.de/kw2016/sg_aue/g_wre/index.html
  11. www.wsa-uelzen.wsv.de.