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Jugend und StudiumBearbeiten

Nach dem Abitur nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften und Neueren Geschichte mit dem Ziel auf, Diplomat zu werden. Geschichte studierte er von 1958 bis 1961 an der Universität Münster und zwei Semester in Berlin.[1] Das Studium brach Hansch 22-jährig im fünften Semester ab, als innerhalb von vier Wochen beide Elternteile starben. Anschließend war Hansch vorübergehend wie sein Vater im Bergbau unter Tage tätig. Nach kurzer Zeit begann er ein Pädagogikstudium und arbeitete anschließend von 1965 bis 1968 als Lehrer. Von 1972 bis 1976 absolvierte er an der Ruhr-Universität Bochum ein Studium der Soziologie und Politikwissenschaften, das er als Diplom-Sozialwissenschaftler mit Auszeichnung abschloss.

Tätigkeit als SportjournalistBearbeiten

Hansch kam durch einen Freund zur Pressearbeit auf die Pferderennbahn Recklinghausen. Er kommentierte dort wegen einer Erkrankung des Sprechers der Rennbahn die Rennen und bekam dabei sehr großen Zuspruch von seinen Hörern. 1973 vertrat er den verhinderten Stadionsprecher des FC Schalke 04 und wurde prompt dessen Nachfolger bis 1978. Bei seinem ersten Heimspiel Auf Schalke kündigte er den Schalker Torhüter Norbert Nigbur „…mit der Startnummer eins“ an, was ihm viele Lacher, aber auch Kritik einbrachte.

Aufgrund seiner lockeren und umgangssprachlichen Kommentierungen fand Hansch sehr schnell viel Anerkennung bei Zuhörern und Kollegen. Der WDR stellte ihn im November 1978 als Hörfunk-Sportreporter ein, wo er für den Fußball und alle Pferdesportarten zuständig war. Das erste Fußballspiel, das er für den WDR kommentierte, war die Begegnung Preußen Münster gegen Bayer Leverkusen am 4. November 1978 im Preußenstadion.[1]

Im Dezember 1990 wurde Hansch Fernsehreporter für die ARD-Sportschau. Im August 1992 wechselte er zu Sat.1, wo er bis zum Sommer 2006 Spiele der Fußball-Bundesliga und der UEFA Champions League kommentierte. Im folgenden Jahr arbeitete Hansch als Sportjournalist beim Pay-TV-Sender Arena. Er war außerdem als Kommentator in der Videospielserie FIFA tätig.

Hansch moderierte 2009 zusammen mit Matthias Opdenhövel und Charlotte Engelhardt die Sportspielshow WipeOut – Heul nicht, lauf! auf Pro7.

LiteraturBearbeiten

  • Sascha Fligge: Hansch im Glück in: … der Boss spielt im Himmel weiter. Fußball-Geschichten aus dem Ruhrgebiet, herausgegeben von Hermann Beckfeld. Verlag Henselowsky Boschmann, Bottrop 2006, ISBN 3-922750-62-1.
  • Werner Hansch in Zusammenarbeit mit Uli Hesse: „… Alles andere ist Schnulli-Bulli!“ Mein verrücktes Reporterleben. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2014, ISBN 978-3-7307-0135-5.

AuszeichnungenBearbeiten

Im Herbst 1997 wurde Werner Hansch mit dem Goldenen Löwen von RTL und mit dem Telestar von ARD/ZDF ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Werner Hansch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b http://www.westline.de/fussball/sc-preussen-muenster/werner-hansch-und-seine-rueckkehr-nach-muenster